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Outing einer Lüge während der Probezeit (??)

5. März 2012 um 12:17

Eine Person ist seit drei Monaten neu in einem Unternehmen eingestellt und hat laut Vertrag eine Probezeit von sechs Monaten.
Die Person hat einen akademischen Hintergrund und wurde als ein überregionaler Manager mit Handlungsvollmacht eingestellt.
Die Person hat im Rahmen ihrer Tätigkeit viele Kundenkontakte und ist dadurch der direkte Repräsentant des Unternehmens beim Kunden.
Beim Kunden verhandelt die Person in der Ebene mit "Geschäftsführer" und "Manager".

Der Person wurde in Aussicht gestellt, nach dem Ende der Probezeit Prokura zu bekommen und auch weitere Entwicklung im Bereich International Manager wurden angedacht, sollte sich der Mitarbeiter bewähren.

Die Person hat eine mehrtätige Dienstreise mit drei Top-Führungskräften des internationalen Unternehmens (Vorstand, Finanzvorstand und Interational Manager) vorgetäuscht und dieses als Alibi genutzt, damit er sein Doppelleben unter den Hut bekommt und mit einer seiner zwei (oder noch mehreren) Frauen in den Urlaub fahren zu können.

Dazu hat er die Namen der Führungskräfte, die ihn angeblich begleiten, mehrmals erwähnt, auch schriftlich.
Daneben hat er diese Führungskräfte auch mit Geschichten (fiktiv?) umwoben und wurde auch sehr persönlich und teilweise auch beleidigend
(z.B. "Die sind gekleidet, als kaufen die ihre Anzüge und Hemden bei "Zeeman") , was diese (unbekannten) Menschen betraf, die ja nicht wussten, dass sie Teil eines perfiden Spiels waren.

Nachdem sein Spiel aufgedeckt wurde, kam die Person in Not (immerhin seine 3. Firma innerhalb von 12 Monaten) und behauptete, dass er sich bei dem Geschäftsführer und auch dem Vorstand geoutet habe, dass er die Firma als Alibi für sein Doppelleben benutzt habe.
Angeblich habe man ihm gesagt, unter anderem auch die Deutschland-Geschäftsführerin (eine Frau also) des Unternehmens, bei der er sich seinen Angaben nach zuerst geoutet habe, dass sei sein Privatleben, die Firma habe damit nichts zu tun, ihm und sein Weiterkommen im Unternehmen würde das nicht schaden! (O-Ton).
Ebenfalls sagten das, laut Aussage der betreffenden Person, auch die für die als Alibi "missbrauchten" Vorstände und sein direkte Vorgesetzter zu ihm!
Dazu kommt noch, dass Mitarbeiter eines Kunden, den er während der Zeit besucht hat, von ihm überrumpelt wurden, eine Falschaussage zu machen, damit seine Lüge nicht erkannt wird.

Wie würdet ihr (oder wie würde man in eurem Unternehmen, in dem ihr arbeitet), als Geschäftsführer/Personalentscheider eines internationalen Unternehmens damit umgehen, wenn ein neu eingestellter Manager in der Probezeit kommt um sich zu outen, dass er den Namen des Unternehmens sowie der Führungskräfte als ein Alibi für sein Privatleben benutzt hat?

Ist so eine Person noch für das Unternehmen tragbar oder ist es wirklich nur seine Privatsache?

Oder kann es mal wieder "nur" eine handfeste Lüge sein, weil die Person sich denken kann, sollte das an das Tageslicht kommen, dann sind seine Tage gezählt in der Probezeit.

Oder "nur" eine Lüge, weil er glaubt, so kann er einen "Racheakt" abwenden...letzteres vermuten wir eher.

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