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Praktikum psychologie?!

24. Februar 2013 um 7:31

also ich möchte später eventuell psychologie studieren, weil ich mich allgemein sehr für den menschen interessiere. ihn zu analysieren, zu verstehen, ihm zu helfen..
bin mir aber eben nicht sicher ob ich mit den ganzen probleme anderer klar kommen werde, deswegen wäre ein praktikum nicht schlecht. nur leider hat sich das i.wie schwierier gestaltet als gedacht. ich hab bei einigen psychiatern gefragt ob sie Praktikanten nehmen und sie meinten durchweg nein.. denn ich kann ja schließlich nicht einfach in eine sitzung reinkommen und dabei sitzen während der patient über seine probleme spricht. dementsprechend hätte ich dann nur bürokram zu erledigen und könnte vllt noch etwas lektüre über psychologie lesen, was mich aber nicht wirklich weiter bringt bei der frage ob ich der belastung stand halten kann.
könnt ihr mir vllt helfen? kennt ihr jmd der schon mal in diese richtung ein praktikum gemacht hat? und wenn ja wo? ich hab im internet gelesen das einige ihr praktikum direkt in einer psychiatrie gemacht haben, aber es gibt keine in meiner nähe, gibt es vllt auch eine andere möglichkeit? und ist es überhaupt möglich mit 16 so ein praktikum zu machen?

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14. März 2013 um 17:07

Meine meinung zum psychologiestudium
Hallo yvi!
also, was das praktikum betrifft, kann ich dir leider nicht helfen. allerdings rate ich dir, die entscheidung mit dem studium sehr sehr gut zu überlegen.
ich habe psychologie studiert (was definitiv kein zuckerschlecken war - und ich war recht gut in der schule) und natürlich war ich da recht blauäugig, wie so viele, die ein studium beginnen...
natürlich muss es nicht bei jedem so laufen wie bei mir, aber ich möchte dir gern einige hinweise und denkantöße auf den weg geben.
1. du musst mind. 5 jahre studieren (bachelor + master), danach noch eine ausbildung zur psychologischen psychotherapeutin machen, die mind. 3 jahre (realistisch sind 4, 5 oder noch mehr jahre) dauert und nicht wenig geld kostet. der finanzielle aspekt sollte also hier auf jeden fall bedacht werden. ERST DANN hast du die ausbilung, um therapeutisch arbeiten zu können. der weg ist sehr lang und sehr steinig. natürlich gibt es die möglichkeit, bereits nach dem studium nach stellen zu suchen, aber allzu viele hoffungen brauchst du dir da nicht zu machen. ach ja, nur als info: NC für psychologie ist sehr hoch und dir sollte klar sein, dass das studium ein naturwissenschaftliches ist und es darin viel um rechnen, datenverarbeitung, lernen und verstehen von theorien und modellen geht. du lernst im studium wenig darüber, wie man menschen besser versteht oder analysiert - das ist ein mythos
2. dass du dich für menschen interessierst, ist natürlich sehr gut. dies sollte jedoch nicht die einzige motivation sein, diesen langen weg auf dich zu nehmen.
3. ich würde dir auf jeden fall raten, ein praktikum zu machen, um in diesen bereich reinzuschnuppern. am besten du erkundigst dich bei psychologischen psychotherapeuten und bei psychosozialen beratungsstellen - vielleicht sind die etwas offener als die psychiater. psychiater sind außerdem ärzte (haben also medizin studiert) und arbeiten dementsprechend anders als psychologen bzw. psychotherapeuten. ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig wird, einen praktikumsplatz mit 16 in diesem bereich zu bekommen. vielleicht musst du warten, bis du volljährig bist

ich hoffe, ich habe dir nicht zu viel angst gemacht.
ich finde nur, dass das psychologiestudium und der weg zum "menschen helfen" ein so langer und schwerer ist, dass man sich auch wirklich sicher sein sollte, ob man ihn tatsächlich auch gehen will

grüße
olivia

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16. März 2013 um 12:35
In Antwort auf papak_12655498

Meine meinung zum psychologiestudium
Hallo yvi!
also, was das praktikum betrifft, kann ich dir leider nicht helfen. allerdings rate ich dir, die entscheidung mit dem studium sehr sehr gut zu überlegen.
ich habe psychologie studiert (was definitiv kein zuckerschlecken war - und ich war recht gut in der schule) und natürlich war ich da recht blauäugig, wie so viele, die ein studium beginnen...
natürlich muss es nicht bei jedem so laufen wie bei mir, aber ich möchte dir gern einige hinweise und denkantöße auf den weg geben.
1. du musst mind. 5 jahre studieren (bachelor + master), danach noch eine ausbildung zur psychologischen psychotherapeutin machen, die mind. 3 jahre (realistisch sind 4, 5 oder noch mehr jahre) dauert und nicht wenig geld kostet. der finanzielle aspekt sollte also hier auf jeden fall bedacht werden. ERST DANN hast du die ausbilung, um therapeutisch arbeiten zu können. der weg ist sehr lang und sehr steinig. natürlich gibt es die möglichkeit, bereits nach dem studium nach stellen zu suchen, aber allzu viele hoffungen brauchst du dir da nicht zu machen. ach ja, nur als info: NC für psychologie ist sehr hoch und dir sollte klar sein, dass das studium ein naturwissenschaftliches ist und es darin viel um rechnen, datenverarbeitung, lernen und verstehen von theorien und modellen geht. du lernst im studium wenig darüber, wie man menschen besser versteht oder analysiert - das ist ein mythos
2. dass du dich für menschen interessierst, ist natürlich sehr gut. dies sollte jedoch nicht die einzige motivation sein, diesen langen weg auf dich zu nehmen.
3. ich würde dir auf jeden fall raten, ein praktikum zu machen, um in diesen bereich reinzuschnuppern. am besten du erkundigst dich bei psychologischen psychotherapeuten und bei psychosozialen beratungsstellen - vielleicht sind die etwas offener als die psychiater. psychiater sind außerdem ärzte (haben also medizin studiert) und arbeiten dementsprechend anders als psychologen bzw. psychotherapeuten. ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig wird, einen praktikumsplatz mit 16 in diesem bereich zu bekommen. vielleicht musst du warten, bis du volljährig bist

ich hoffe, ich habe dir nicht zu viel angst gemacht.
ich finde nur, dass das psychologiestudium und der weg zum "menschen helfen" ein so langer und schwerer ist, dass man sich auch wirklich sicher sein sollte, ob man ihn tatsächlich auch gehen will

grüße
olivia

Dankeschön für deine antwort (:
also.. so wie sich das anhört scheinst du selbst nicht so zufrieden mit zu sein.. und jetzt überlege ich es mir auch dreimal ob ich was in die richtung mache. hab ja zum glück noch ne weile bedenkzeit (;
bereust du es mit dem studium angefangen zu haben?

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18. März 2013 um 8:54

Antwort
Na ja, bereuen würde ich es nicht nennen. Denn damals war es für mich die wohl richtige Entscheidung.
ich wollte dich auch nicht abschrecken, sondern dir nur aufzeigen, dass es ein langer und beschwerlicher weg ist. es gibt aber viele, die diesen weg gehen und damit sehr zufrieden sind. man sollte psychologie eben nicht NUR aus interesse studieren. ich finde es ganz sinnvoll, erstmal ein praktikum zu machen, um in den beruf reinzuschnuppern.
solang du noch zeit zum überlegen hast, ist doch noch alles gut. nimm dir die zeit und beschäftige dich mit verschiedenen berufen und studienrichtungen. mach praktika oder gehe zur berufsberatung oder versuche, dich mit menschen zu unterhalten, die in den berufen, die dich interessieren, tätig sind. viel erfolg.

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