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Probleme mit dem Chef: er schweigt nur

12. September 2009 um 11:26

Hallo, ich arbeite seit kurzem bei einer Verwaltung nur mit meinem Chef zusammen und das wird immer mehr zum Alptraum. Nicht nur fachlich behält er alles für sich, sondern er verweigert jede Kommunikation. Das sieht dergestalt aus, dass er morgens kommt, verhältnismäßig freundlich grüßt und dann für die nächsten Stunden in seinem Büro verschwindet. Außerdem wünscht er keine persönlichen Gespräche, sondern Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon, d. h. wir telefonieren von einem zum anderen Zimmer! Eigeninitiative ist auch nicht erwünscht. Seine E-Mails und Post will er auch selbst erledigen. Wie sich herausgestellt hat, ist er organisatorisch ein totaler Chaot, will sich aber nicht helfen lassen.
Ich frage mich, was hier los ist. Da ich ganztags dort arbeit und wie oben geschildert viel Zeit habe, natürlich auch zum Nachdenken, frage ich mich, was hier nicht stimmt. Meine Angebote und Bitten um ein Gespräch, um die Situation zu klären hat er nicht angenommen bzw. sieht keine Notwendigkeit hierin.
Ich vermute, dass sein Verhalten auf totalem Misstrauen beruht, hervorgerufen durch sehr schlechte Erfahrungen in früheren Jobs.
Die Frage ist nun, wie kann man das ändern oder verstehen - oder bin ich hier ganz falsch? Weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte; so sehr ich mich bemühe, abzuschalten, gelingt mir das immer weniger, habe schon Schlafstörungen.
Vielleicht hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht und einen Tipp für mich, wäre schön

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7. Oktober 2009 um 22:37

Chef der schweigt
Hallo,

ich habe genau so einen Chef wie du, nur mit dem Unterschied, dass er wenn er irgendetwas "braucht" von meiner Arbeitskraft, nur ganz ganz kurze Befehle von sich gibt und sofort wieder das Zimmer verlässt. Er ist immer in Eile und hat besseres (seine Forschung) zu tun als wichtige Informationen an mich weiterzugeben, damit ich meine Arbeit überhaupt machen kann. Er ist sehr sehr streng und erwartet aber dass immer alles "läuft" ohne das er was sagen "muss" :

Was ich mache, ich tue es ihm gleich und stelle nur ganz kurze gezielte Fragen - ganz sachlich. Dann bedanke ich mich sachlich, manchmal sagt er nur kurz: ich überlege es mir. Dann muss ich warten und nochmal fragen. Die ganze Atmosphäre ist leider extrem sachlich und kalt. Wie bei dir schreibe ich fast alles auf Zettel und lege es auf den Schreibtisch oder schreibe e-mails.

Ich habe gemerkt, der will einfach nur forschen, was anderes interessiert ihn nicht.

Trotz allen Verständnisses kannst du ihn wahrscheinlich nicht ändern. Ich glaube auch dass mein Chef (ich denke bei deinem ist es ähnlich) in Wirklichkeit garkein Selbstbewusstein hat und vielleicht brauchen sie ein paar positive Worte, was mir allerdings schwer fällt. Denn zu mir sagt er eigentlich nie was gutes ausser manchmal -selten- ein kurzes Danke!

ich hoffe für dich dass es sich mit der Zeit vielleicht etwas ändert. Ich bin auch sehr krank geworden, jetzt nach 7 Jahren erwarte ich nichts sehnlicher als eine andere Stelle, auf die ich mich schon seit Jahren bewerbe.

Schöne Grüße und alles gute

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22. Oktober 2009 um 19:15

Love it - change it - or leave it
Hallo Susi,

leider habe ich nur einen Rat für dich, da du deine jetzige Arbeit bei deinem Chef nicht liebst und auch nicht ändern kannst (ich gehe davon aus, dass du wirklich alle sgetan hast, was in deiner Macht steht)

Sprich mit den Leuten von der Personalverwaltung und bitte um eine vertrauliches Gespräch.

Schildere dein Problem und frage, ob die irgend etwas für dich tun können. Wenn ja, kläre auf jeden Fall die weitere Vorgehensweise ab und mache ggf. schon eine zweiten Termin aus.

Wenn sie nichts tun können, wirst du wohl zwangsläufig einen neuen job suchen müssen. Bedenke dabei bitte, dass dein Chef vermutlich mit der Zeit nicht leiber mit die zusammenarbeitet.

Allerdings könntest du vielleicht noch eine EMail an deinen Chef schreiben, der ja das persönliche GEspräch meidet, in der du ihm deine Situation beschreibst. Vielleicht hat er wirklich so etwas wie Kontaktangst und er fürhctet deine Gesprächswünsche. Beschreibe ihm deine ohne Vorwürfe dein problem und biete ihm Lösungsvorschläge an. Halte den Brief kurz und kanpp und rechne mit langen Dankesreden. Vielleicht wird es so etwas besser, bis du einen neuen job hast.


Wenn du Fragen hast, einfach eine Email an guido63[at]gmx.net.

Sonniger Gruß aus der Pfalz

Guido

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