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Psychische Probleme, da falschen Beruf

8. Oktober 2009 um 20:07

Hallo @ All,

meine Probleme beziehen sich auf meinen Beruf, bzw. derzeitigen Job mit Kindern. Eigentlich bin ich Sozialpädagogin, doch in diesem Beruf habe ich bisher leider nur Misserfolge ernten können. Innerhalb von 4 Jahren habe ich nun die 6. Arbeitsstelle angetreten, vom Arbeitsamt vermittelt. Die Arbeit mit Kindern war sozusagen der letzte "Hoffnungsschimmer" für das Arbeitsamt und irgendwie auch für mich. Bisher hatte ich mit geistig behinderten Erwachsenen (mit schweren Verhaltensauffälligkeiten), mit schwer erziehbaren Jugendlichen und mit Kindern gearbeitet. Alle Jobs waren für mich nichts anderes als eine Qual, die komplett meine Nerven gekostet hat. So anstrengend und belastend hatte ich mir die Arbeit in dem Bereich nicht vorgestellt. Nun bin ich als Erzieherin in einer Integrativgruppe angestellt und weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Dazu kommt noch, dass neben den Integrativkindern (7 Kinder!!!) von den restlichen Kindern über die Hälfte auch verhaltensauffällig sind, d.h. laut sind, toben, schreien, andere ärgern und Anweisungen wiederholt nicht Folge leisten. Ich frage mich, was sind das für Kinder, die wir erziehen sollen???!! Was sind das für Eltern, die Kinder in die Welt setzen, ohne zu wissen, was das an Verantwortung bedeutet? Die scheinbar nicht mehr in der Lage sind, ihren Kindern Werte und Normen beizubringen, die für ein gesundes Zusammenleben mit anderen notwendig sind. Und sowas sollen wir Erzieher dann nachholen, oder wie??!!
Also ich für meine Begriffe habe diesen Kampf aufgegeben. Ich kann auch einfach nicht mehr, muss ständig zum Arzt, weil ich chronisch erschöpft bin. Auch Entspannung daheim und ausreichend Schlaf können den Energieverlust nicht mehr ausgleichen. Die köperlichen Symptome, wie Tinnitus, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und chron. Erschöpfungszustände sind die Folge einer mich krank machenden Arbeit. Ich halte den Lärm, die Hektik, die Energie, die Kinder mir entgegenbringen einfach nicht mehr aus, zumal ich nicht 2/3 Kinder, sondern manchmal gleich 15 Kinder in der Gruppe. Ich brauche einen ruhigen Job, bei dem ich mich auf EINE Sache konzentrieren kann und meine Augen und Aufmerksamkeit nicht ständig woanders haben muss. Das macht mich auf Dauer krank. Und nicht nur mich. Fast alle Erziéherinnen in unserer Einrichtung sind genervt und gestresst, das merke ich an ihren Äußerungen ("Ich kann nicht mehr", "Bald landen wir alle noch in der Klapse") und ihrer Mimik und Gestik, manche reden einfach nur noch laut, egal was sie sagen, sie sagen es laut. Aber sie machen den Job halt weiter und schlagen sich damit tagtägl. herum.

Ich war nun bei einer Fachärztin und die hat mir dringend empfohlen erstmal eine Therapie zu machen und zwar in einer psychotherap. Tagesklinik, um erstmal wieder zu mir selber zu finden, denn so ist es kein Leben mehr, sondern nur noch Zwang und Qual. Ich habe eindeutig den falschen Beruf studiert, war zu blauäugig, habe es mir nicht so anstrengend und belastend vorgestellt. Nicht so. Eine Stelle in einem Jugendclub mußte ich sogar schon auf ärztl. Rat hin kündigen... Naja, ich hoffe nach dieser Thera eine berufl. Reha beginnen zu können, um einen neuen Beruf zu erlernen. Ich möchte einfach niemanden mehr erziehen, betreuen, begleiten, fördern etc. Am besten gar keine Arbeit mehr, bei der ich direkt mit Menschen zu tun habe, denn davor habe ich nun entsprechend Angst.
Jetzt warte ich erstmal dieTagesklinik ab, hoffentlich muss ich danach nicht mehr allzulange in diesem Job arbeiten.

Vielleicht gibt es den ein oder anderen hier, dem es ähnlich geht oder erging. Könnten uns darüber austauschen.

Allen anderen wünsche ich viel Kraft und Energie in dem Beruf der Erzieherin. Oft wird von Außenstehenden die Arbeit mit Kindern, die vieles an Einsatz und Nerven kostet unterschätzt. Viele, vor allem die Eltern wissen nicht, was dies bedeutet.

MFG, Kira.

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8. Oktober 2009 um 21:12

Alsoo........
macht dir der job grundsätzlich keinen spaß oder sind es einfach die lautstärke und anstrengung und die angst?
glaubst du es wird besser indem du dich davon entziehst?
ich bin seit 5 jahren in dem beruf der heilerziehungspflege (also bin noch an der ausbildung dran)... aber hab auch schon böse teamerfahrungen etc...und meine nerven waren blank, mein selbstwertgefühl war am boden....
aber nun hab ich einen job der mich glücklich macht...
würde dir einfach mal raten in eine einrichtung zu gehen, wo es ruhiger zugeht... evtl oder sogar bestimmt lernst du deine arbeit wieder schätzen...und wenn nich,liegt es an dir und nicht an der arbeit. dann ist es zeit für ausgleich zu schaffen, dich zu ändern oder umzuorientieren.

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12. Oktober 2009 um 18:41

...
Hallo Kim,

ja die Arbeit ist anstrengend, aber so sehr, dass ich kaum noch aushalte. Überhaupt, es geht darum dass ich gar nicht mehr in diesem Bereich arbeiten möchte, wo die Hauptsache der Arbeit aus Beziehungsarbeit besteht. Bin ja wie gesagt Dipl.Sozialpädagogin und in diesem Beruf bleibt Dir nichts anderes übrig als z.B. mit geistig Behinderten, mit sehr schwierigen Jugendlichen, die ihr Leben meist schon "versaut" haben, mit verhaltensauffälligen Kindern, die immer anstrengender werden oder mit psych. Kranken, die einen eher runterziehen als aufbauen oder mit Obdachlosen, bei denen Hopfen und Malz verloren ist, zu arbeiten. Sprich, egal was Du machst, Du hast immer mit Leuten zu tun, denen Dunirgendwie helfen mußt, die Du aushalten mußt, die Dich runterziehen mit ihrer Art und ihrem Verhalten. Das kann aber nur jemand machen, der von der Persönlichkeit her sehr stabil ist und immer positiv denkt. So ein Mensch bin ich aber nicht! Ich habe keine starken Nerven (mehr), hab mir mehr zugetraut, als ich kann, habe mir am Ende das gesucht, was ich von daheim her schon kenne: Laut, Hektik, Konflikte.... und das war der Fehler bei meiner Berufswahl. Ich hätte einen Beruf wählen sollen, der mir gut tut, mich aufbaut, bei dem ich öfter Erfolgserlebnisse hab, der Ruhe ausstrahlt. Genau das brauche ich und das finde ich garantiert nicht in der Sozialen Arbeit, wo man nur mit Konflikt- Klientel zu tun hat. Ich erinnere mich nur an den Jugendclub, wo mir körperl. Gewalt angedroht wurde, ein Typ mit geballter Faust vor mir stand. Oder im Hortbereich, wo schon Zweitklässler mit Ausdrücken kommen, wo Du denkst, Du hörst nicht richtig. Da gibt es welche, die machen eben keine Hausaufgaben, wenn sie keine Lust haben. Aber Du mußt sie dazu bringen. Echt, nein, ich halte es nicht mehr aus, hab bereits körperliche Symptome, wie gesagt. Und eine Ex-Kollegin sagte zu mir, wenn ich so weiter mache, liege ich in 5 Jahren auf dem Boden und kann nicht mehr aufstehen. Das ist 2 Jahre her und die Wahrheit ist, mir geht es teilweise schon jetzt so. Frag mich wie weit es noch gehen muß. Letztes Wochenende habe ich wieder total geheult, habe Angst vor der Arbeit am Montag, vor dem Streß, der Lautstärke, der ich nicht gewachsen bin, den ungezogenen Kindern, denen ich am liebsten mal ordentlich eine drüber ziehen würde. Ganz ehrlich, so weit bin ich schon und hab ich schon gemacht. Ein Kind, vor dem ich stand und es laut aufforderte nach mehrmaligem Bitten sich endlich anzuziehen, knallte mir eine ins Gesicht, ich schlug im Reflex zurück -auch ins Gesicht. Tja, das passiert halt, ich lass mir nichts mehr gefallen, das steht fest! Meine Gesundheit ist mir wichtiger.

Meine Zukunft plane ich so, dass ich ab Dezember ne Therapie in ner Tagesklinik mache, die ca. 6 Wochen dauert. Meine Psychiaterin hat es mir auch dringend empfohlen. Eigentlich sollte ich schon lange damit anfangen. Dann beantrage ich eine berufliche Reha, wobei ich gute Chancen habe, wie ich weiß. Ich bin noch nicht lang im Beruf tätig und der Zustand dauert schon 4 Jahre lang an. Ich hoffe dann einen Beruf zu finden, der wirklich zu meiner Person paßt und ich glaube, da gibt es was! Das was ich jetzt habe muß ich mir nicht länger antun, v.a. wenn die Gesundheit darunter leidet! Hab es lang versucht.
Ab Mitte Nov. habe ich erstmal Urlaub, also noch ein paar Wochen das Chaos ertragen, dann ist Schluß. Hoffe, dass die Ärzte mit begutachten, dass ich nicht mehr in dem Beruf arbeiten darf, da es meiner Gesundheit nicht gut tut.

LG Kira.

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12. Oktober 2009 um 18:43
In Antwort auf wilet587

Alsoo........
macht dir der job grundsätzlich keinen spaß oder sind es einfach die lautstärke und anstrengung und die angst?
glaubst du es wird besser indem du dich davon entziehst?
ich bin seit 5 jahren in dem beruf der heilerziehungspflege (also bin noch an der ausbildung dran)... aber hab auch schon böse teamerfahrungen etc...und meine nerven waren blank, mein selbstwertgefühl war am boden....
aber nun hab ich einen job der mich glücklich macht...
würde dir einfach mal raten in eine einrichtung zu gehen, wo es ruhiger zugeht... evtl oder sogar bestimmt lernst du deine arbeit wieder schätzen...und wenn nich,liegt es an dir und nicht an der arbeit. dann ist es zeit für ausgleich zu schaffen, dich zu ändern oder umzuorientieren.

...
Hallo,

ja die Arbeit ist anstrengend, aber so sehr, dass ich kaum noch aushalte. Überhaupt, es geht darum dass ich gar nicht mehr in diesem Bereich arbeiten möchte, wo die Hauptsache der Arbeit aus Beziehungsarbeit besteht. Bin ja wie gesagt Dipl.Sozialpädagogin und in diesem Beruf bleibt Dir nichts anderes übrig als z.B. mit geistig Behinderten, mit sehr schwierigen Jugendlichen, die ihr Leben meist schon "versaut" haben, mit verhaltensauffälligen Kindern, die immer anstrengender werden oder mit psych. Kranken, die einen eher runterziehen als aufbauen oder mit Obdachlosen, bei denen Hopfen und Malz verloren ist, zu arbeiten. Sprich, egal was Du machst, Du hast immer mit Leuten zu tun, denen Dunirgendwie helfen mußt, die Du aushalten mußt, die Dich runterziehen mit ihrer Art und ihrem Verhalten. Das kann aber nur jemand machen, der von der Persönlichkeit her sehr stabil ist und immer positiv denkt. So ein Mensch bin ich aber nicht! Ich habe keine starken Nerven (mehr), hab mir mehr zugetraut, als ich kann, habe mir am Ende das gesucht, was ich von daheim her schon kenne: Laut, Hektik, Konflikte.... und das war der Fehler bei meiner Berufswahl. Ich hätte einen Beruf wählen sollen, der mir gut tut, mich aufbaut, bei dem ich öfter Erfolgserlebnisse hab, der Ruhe ausstrahlt. Genau das brauche ich und das finde ich garantiert nicht in der Sozialen Arbeit, wo man nur mit Konflikt- Klientel zu tun hat. Ich erinnere mich nur an den Jugendclub, wo mir körperl. Gewalt angedroht wurde, ein Typ mit geballter Faust vor mir stand. Oder im Hortbereich, wo schon Zweitklässler mit Ausdrücken kommen, wo Du denkst, Du hörst nicht richtig. Da gibt es welche, die machen eben keine Hausaufgaben, wenn sie keine Lust haben. Aber Du mußt sie dazu bringen. Echt, nein, ich halte es nicht mehr aus, hab bereits körperliche Symptome, wie gesagt. Und eine Ex-Kollegin sagte zu mir, wenn ich so weiter mache, liege ich in 5 Jahren auf dem Boden und kann nicht mehr aufstehen. Das ist 2 Jahre her und die Wahrheit ist, mir geht es teilweise schon jetzt so. Frag mich wie weit es noch gehen muß. Letztes Wochenende habe ich wieder total geheult, habe Angst vor der Arbeit am Montag, vor dem Streß, der Lautstärke, der ich nicht gewachsen bin, den ungezogenen Kindern, denen ich am liebsten mal ordentlich eine drüber ziehen würde. Ganz ehrlich, so weit bin ich schon und hab ich schon gemacht. Ein Kind, vor dem ich stand und es laut aufforderte nach mehrmaligem Bitten sich endlich anzuziehen, knallte mir eine ins Gesicht, ich schlug im Reflex zurück -auch ins Gesicht. Tja, das passiert halt, ich lass mir nichts mehr gefallen, das steht fest! Meine Gesundheit ist mir wichtiger.

Meine Zukunft plane ich so, dass ich ab Dezember ne Therapie in ner Tagesklinik mache, die ca. 6 Wochen dauert. Meine Psychiaterin hat es mir auch dringend empfohlen. Eigentlich sollte ich schon lange damit anfangen. Dann beantrage ich eine berufliche Reha, wobei ich gute Chancen habe, wie ich weiß. Ich bin noch nicht lang im Beruf tätig und der Zustand dauert schon 4 Jahre lang an. Ich hoffe dann einen Beruf zu finden, der wirklich zu meiner Person paßt und ich glaube, da gibt es was! Das was ich jetzt habe muß ich mir nicht länger antun, v.a. wenn die Gesundheit darunter leidet! Hab es lang versucht.
Ab Mitte Nov. habe ich erstmal Urlaub, also noch ein paar Wochen das Chaos ertragen, dann ist Schluß. Hoffe, dass die Ärzte mit begutachten, dass ich nicht mehr in dem Beruf arbeiten darf, da es meiner Gesundheit nicht gut tut.

LG Kira.

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18. Oktober 2009 um 21:35

Gehts noch???

Wie bist denn Du drauf??? Natürlich ist der Beruf voll anstrengend! Ich weiß ja nicht, wenn Du auch in dem Job bist, was Du für ne Arbeit hast! Vielleicht hockst Du den ganzen Tag auf dem Stuhl in Deinem schönen warmen Büro klotzt bissel in Deinen Computer, bekommst ab und zu ein paar Leute zu sehen, denen Du hilfst ein paar lächerliche Anträge auszufüllen....und dann gehst Du nach Hause! Kein Wunder, dass Du das wahre Leben in dieser Arbeit nicht kennst! Natürlich is es so, wie es ausgedrückt habe! Die Soz. Päds. kümmern sich doch am Ende um den ganzen sozialen Müll der Gesellschaft, um die, die andere nicht wollen! So is es doch, was willste Dir da schön reden!!! Und ich habs mir nu mal nicht ganz so krass vorgestellt! Und mal nebenbei bemerkt, ich bin nicht die Einzige die so redet! Meine damalige Studienfreundin sagt: Was haben wir nur fürn Scheiß studiert! Und da hat sie Recht und wie! Muß ich mir das antun? Glaub nicht! Und was weißt Du denn schon mit was ich mich rumgeschlagen habe in dem scheiß Job!!! Gerade da hat man selbstverständlich verdient, dass einem geholfen wird! Hab schließlich anderen auch genug geholfen, und wer bezahlt das??? He??? Na wer wohl, auch gewisse Ämter, der STAAT!!! Also, kann ich auch davon profitieren und das werd ich auch. Ich bezahl Versicherung für Krankenkasse, für Arbeitslosigkeit, Steuern, genau wie jeder andere, also warum soll ich nicht auch daraus profitieren, so wie die anderen! Denn irgendwo sind auch andere und bestimmt nicht ich, daran schlud, dass solches Gesockse da draußen rumläuft! Ach und noch was, weißt Du eigentlich dass es in diesem Bereich die meisten BURN OUT Fälle gibt??? Komisch he?! Da müßten aber Viele im falschen Beruf sein!
Natürlich hab den falschen Job, soweit bin ich mittlerweile auch! Und natürlich liegt das an mir, dass ich diesen Mist studiert hab, mir schon klar. Aber ich kann auch nicht hellsehen, was es wirklich bedeutet ok? Und die schönen, unanstrengenderen Stellen, von denen Du wahrscheinlich eine hast, sind nämlich schon alle vergeben meine Gute!
Und hab ich gesagt, dass ich rumquatschen will und Kaffee trinken?? Quatschen muß ich grad den ganzen Tag und zwar mit tyrannischen Kids die nicht erzogen sind, Hallo?? Ich will am liebsten gar nicht quatschen. Ich möchte eine sinnvolle Arbeit machen, die auch nicht so anstrengend ist. Und als Voraussetzung dafür muß ich erstmal wieder zu mir selber finden. Denn auf eigene Faust habe ich bereits genug unternommen und immer in die "Sch...." gegriffen! Also müssen mir jetzt andere helfen. Und komisch, die Therapeuten sagen ich hätte längst was tun sollen, mir helfen lassen sollen. Das brauche ich!

Gut, wenn ich aus dem Mist bald raus komme??? Für alle Beteiligten??? Gerne, am liebsten schon gestern als morgen! Dann gehts auf jeden Fall mir schonmal besser. Sollen sich andere, die nicht solche Probleme habe darum kümmern.

Hinter Symptomen vertstecken... das könnte ich von allem Klientel behaupten, denen es doch immer so schlecht geht und die soviele Krisen haben!!! Was ist denn damit, die haben nicht in den Arsch in der Hose auch nurmal ein bißchen aus eigener Kraft heraus was zu verbessern! Das hab ich aber schon, mir gings als Jugendliche auch total mies und habe am Ende Lehre und Abi geschafft und sogar das Studium! Das kann ich mir bei den Jugendlichen mit denen ich gearbeitet hab nicht vorstellen, dass die überhaupt mal was auf die Reihe kriegen, OHNE FREMDE HILFE! Aber das kann ich eigentlich erwarten, denn von mir erwartet man es auch, oder??? Warum soll es anderen besser gehen???

Naja egal, ich mach das was ich vorhab, zieh die Thera durch, die auf jeden Fall mehrere Wochen dauern wird und dann eine berufliche Reha und versuch wieder Fuß zu fassen... Und lass mir von niemand reinreden!

Und Leute wie Du, die mir noch so negativ kommen und versuchen wollen mich fertig zu machen auf die SCHEISS ICH OK??! Gut.

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18. Oktober 2009 um 21:38

Und zwecks kellnern....
mach du doch son job wie kellnern, ich bestimmt nicht! auserdem hab ich das im studium schon mal versucht und wurde nach einer stunde entlassen, weil es mich nicht interessiert hat un dann geb ich mir auch keine mühe

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28. März 2010 um 6:07

.....
also da kann ich mich nur anschließen... das ist ja erschreckend muss ich sagen.. bin übrigens selbst auch sozialpädagogin und kenne die belastungen dieses berufsstandes sehr gut, aber wie du ja selbst erkennst bist du da scheinbar einfach zu labil und tust dir selbst und v.a. auch den klienten denke ich einen gefallen, wenn du eine umschulung machst. das hat ja so keinen sinn. finde nur schade dass du so auf deine eigene wahrnehmung fixiert bist und so eine frustration an den tag legst, alles is scheiße, die klienten sind "sozialer Müll" usw., und die aggressive antwort auf einen meiner meinung nach sinnvollen beitrag... ei ei ei... wie gesagt, mach eine umschulung, am besten in einem bereich wo man nicht mit menschen arbeitet, und begleitend eine therapie, und dann wirst du hoffentlich auch wieder glücklich werden.

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7. April 2010 um 17:41
In Antwort auf chaya_12042336

.....
also da kann ich mich nur anschließen... das ist ja erschreckend muss ich sagen.. bin übrigens selbst auch sozialpädagogin und kenne die belastungen dieses berufsstandes sehr gut, aber wie du ja selbst erkennst bist du da scheinbar einfach zu labil und tust dir selbst und v.a. auch den klienten denke ich einen gefallen, wenn du eine umschulung machst. das hat ja so keinen sinn. finde nur schade dass du so auf deine eigene wahrnehmung fixiert bist und so eine frustration an den tag legst, alles is scheiße, die klienten sind "sozialer Müll" usw., und die aggressive antwort auf einen meiner meinung nach sinnvollen beitrag... ei ei ei... wie gesagt, mach eine umschulung, am besten in einem bereich wo man nicht mit menschen arbeitet, und begleitend eine therapie, und dann wirst du hoffentlich auch wieder glücklich werden.

Habe sehr ähnliche erfahrung gemacht
bin selbst auch sozpäd. und habe ebenfalls in den letzten 3 jahren viermal den arbeitgeber gewechselt. habe zweimal das anerkennungsjahr angefangen und abgebrochen, weil die arbeitsbedingungen wirklich unter aller ... waren (keine gescheite anleitung, aber volle verantwortung, absolut nicht angemessene tätigkeiten z.b. essen austeilen, spülen, fsj-aufgaben usw). und ich habe dann ebenfalls "zuflucht" im kita-bereich gesucht. die arbeit dort hat mich - obwohl ich mein klientel immer sehr geschätzt und nie wirklich abgewertet habe - total fertig gemacht. am anfang wars ganz nett, aber auf dauer haben mich die belastungen des arbeitsalltags (lärm, viel hektik, keine aufgabe in ruhe zu ende bringen können und dafür noch wenig gehalt) völlig erschöpft.

ich wollte allerdings auch nie wirklich als sozialpädagogin/erzieherin arbeiten, sondern schon seit meinem studium psychotherapeutin für kinder/jugendliche werden. diesen weg gehe ich nun auch und habe mich beworben.

ich bin jemand, der die intensive beschäftigung mit einzelnen menschen oder gruppen braucht.
lange zeit (und manchmal auch jetzt noch) fühle ich mich aber auch irgendwie "schuldig", weil ich den "stress" (subjektiv) im sozialpädagogischen arbeitsfeld einfach nicht aushalten kann und er mich auch krank macht (magenprobleme, schwindel,usw).

ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, das es nicht das berufsfeld an sich ist, der mich so unglücklich macht, sondern das es die inhalte und arbeitsbedingungen des jeweiligen jobs sind. eine berufliche weiterentwicklung in richtung therapie ist eben für mich der richtige weg, auch wenn ich das in den letzten jahren schmerzlich erkennen musste.

was schlimm ist, ist wenn du anfängst das klientel schlecht zu reden. das sind alles menschen mit schwächen und stärken, so wie du es auch bist. vergiss das nicht. ich weiß genau warum so negativ denkst und redest. ich merke ja bei mir selbst, dass ich immer schlechter über mein klientel denke, je unglücklicher ich beruflich bin. aber das hat was mit dir alleine zu tun, nicht mit den menschen, mit denen du zu tun hast.

ich denke, diesen gedankenschritt musst du erst noch gehen. ich hoffe, die therapie hilft dir dabei. und lass dir nicht reinreden. jeder kann mal in so ne scheiß situation kommen und man sollte sich dann nicht scheuen einfach mal nur auf sich selbst zu gucken. irgendwann kannst du menschen mit problemen bestimmt auch wieder besser "ertragen". und wenn du beruflich aus dem bereich raus willst, dann gehe. ist doch deine sache.

ich werde jetzt auch erstmal nicht mehr im pädagogischen bereich arbeiten bis ich meine ausbildung anfangen kann. ich möchte mir die ruhe und den abstand gönnen, damit ich nicht irgendwann zum "menschenhasser" werde, sondern nach wie vor wieder meine klienten achten kann. manchmal brauchts vielleicht ne pause und neue perspektiven.

ich hoffe, du liest das noch..is ja schon ne weile her!

lg

ps: habe übrigens erst gestern meine kündigung in der kita bekannt gegeben. fühle mich zwar mies wegen meinem schlechten gewissen denen gegenüber, aber mir selbst tuts total gut. was haben die kinder schon von ner genervten erzieherin?!

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23. April 2010 um 6:45
In Antwort auf stacie_12740149

Gehts noch???

Wie bist denn Du drauf??? Natürlich ist der Beruf voll anstrengend! Ich weiß ja nicht, wenn Du auch in dem Job bist, was Du für ne Arbeit hast! Vielleicht hockst Du den ganzen Tag auf dem Stuhl in Deinem schönen warmen Büro klotzt bissel in Deinen Computer, bekommst ab und zu ein paar Leute zu sehen, denen Du hilfst ein paar lächerliche Anträge auszufüllen....und dann gehst Du nach Hause! Kein Wunder, dass Du das wahre Leben in dieser Arbeit nicht kennst! Natürlich is es so, wie es ausgedrückt habe! Die Soz. Päds. kümmern sich doch am Ende um den ganzen sozialen Müll der Gesellschaft, um die, die andere nicht wollen! So is es doch, was willste Dir da schön reden!!! Und ich habs mir nu mal nicht ganz so krass vorgestellt! Und mal nebenbei bemerkt, ich bin nicht die Einzige die so redet! Meine damalige Studienfreundin sagt: Was haben wir nur fürn Scheiß studiert! Und da hat sie Recht und wie! Muß ich mir das antun? Glaub nicht! Und was weißt Du denn schon mit was ich mich rumgeschlagen habe in dem scheiß Job!!! Gerade da hat man selbstverständlich verdient, dass einem geholfen wird! Hab schließlich anderen auch genug geholfen, und wer bezahlt das??? He??? Na wer wohl, auch gewisse Ämter, der STAAT!!! Also, kann ich auch davon profitieren und das werd ich auch. Ich bezahl Versicherung für Krankenkasse, für Arbeitslosigkeit, Steuern, genau wie jeder andere, also warum soll ich nicht auch daraus profitieren, so wie die anderen! Denn irgendwo sind auch andere und bestimmt nicht ich, daran schlud, dass solches Gesockse da draußen rumläuft! Ach und noch was, weißt Du eigentlich dass es in diesem Bereich die meisten BURN OUT Fälle gibt??? Komisch he?! Da müßten aber Viele im falschen Beruf sein!
Natürlich hab den falschen Job, soweit bin ich mittlerweile auch! Und natürlich liegt das an mir, dass ich diesen Mist studiert hab, mir schon klar. Aber ich kann auch nicht hellsehen, was es wirklich bedeutet ok? Und die schönen, unanstrengenderen Stellen, von denen Du wahrscheinlich eine hast, sind nämlich schon alle vergeben meine Gute!
Und hab ich gesagt, dass ich rumquatschen will und Kaffee trinken?? Quatschen muß ich grad den ganzen Tag und zwar mit tyrannischen Kids die nicht erzogen sind, Hallo?? Ich will am liebsten gar nicht quatschen. Ich möchte eine sinnvolle Arbeit machen, die auch nicht so anstrengend ist. Und als Voraussetzung dafür muß ich erstmal wieder zu mir selber finden. Denn auf eigene Faust habe ich bereits genug unternommen und immer in die "Sch...." gegriffen! Also müssen mir jetzt andere helfen. Und komisch, die Therapeuten sagen ich hätte längst was tun sollen, mir helfen lassen sollen. Das brauche ich!

Gut, wenn ich aus dem Mist bald raus komme??? Für alle Beteiligten??? Gerne, am liebsten schon gestern als morgen! Dann gehts auf jeden Fall mir schonmal besser. Sollen sich andere, die nicht solche Probleme habe darum kümmern.

Hinter Symptomen vertstecken... das könnte ich von allem Klientel behaupten, denen es doch immer so schlecht geht und die soviele Krisen haben!!! Was ist denn damit, die haben nicht in den Arsch in der Hose auch nurmal ein bißchen aus eigener Kraft heraus was zu verbessern! Das hab ich aber schon, mir gings als Jugendliche auch total mies und habe am Ende Lehre und Abi geschafft und sogar das Studium! Das kann ich mir bei den Jugendlichen mit denen ich gearbeitet hab nicht vorstellen, dass die überhaupt mal was auf die Reihe kriegen, OHNE FREMDE HILFE! Aber das kann ich eigentlich erwarten, denn von mir erwartet man es auch, oder??? Warum soll es anderen besser gehen???

Naja egal, ich mach das was ich vorhab, zieh die Thera durch, die auf jeden Fall mehrere Wochen dauern wird und dann eine berufliche Reha und versuch wieder Fuß zu fassen... Und lass mir von niemand reinreden!

Und Leute wie Du, die mir noch so negativ kommen und versuchen wollen mich fertig zu machen auf die SCHEISS ICH OK??! Gut.

Ich als betroffene Mutter eines ADHS Kindes...
...hoffe, dass sich solche Menschen schnell aus dem Job zurückziehen. Muss mich schon genug mit nicht willigen Leuten herumschlagen.
Räume aber auch ein, dass es vielleicht sinnvoll wäre, die Tätigkeit des Betreuers solcher Kinder auf ein Jahr zu beschränken.
Dann muss jeder wieder selbst Batterien aufladen.

Traurige Sache.
Für mich, für meinen Sohn, für die ganze Familie, für unsere Gesellschaft.

Wenn dann auch noch studierte Therapeuten solche aggressiven Äußerungen von sich geben könnte ich wirklich zerplatzen. Gott sei Dank gibt es auch gute.

Ich denke, jemand, der aus schwierigen Verhältnissen kommt, ist nicht für den Job als Therapeut geeignet. Vielleicht hast du da etwas missverstanden. Vielleicht hättest du dir von Anfang an einen Therapeuten suchen sollen anstatt selbst einer zu werden.

Mit Grüßen von jemanden, der es im Job auch nicht leicht hat und mit schwierigen Menschen arbeitet, aber jetzt der Meinung ist, dass er es noch ziemlich gut gemeistert hat.

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6. August 2013 um 22:32
In Antwort auf stacie_12740149

...
Hallo Kim,

ja die Arbeit ist anstrengend, aber so sehr, dass ich kaum noch aushalte. Überhaupt, es geht darum dass ich gar nicht mehr in diesem Bereich arbeiten möchte, wo die Hauptsache der Arbeit aus Beziehungsarbeit besteht. Bin ja wie gesagt Dipl.Sozialpädagogin und in diesem Beruf bleibt Dir nichts anderes übrig als z.B. mit geistig Behinderten, mit sehr schwierigen Jugendlichen, die ihr Leben meist schon "versaut" haben, mit verhaltensauffälligen Kindern, die immer anstrengender werden oder mit psych. Kranken, die einen eher runterziehen als aufbauen oder mit Obdachlosen, bei denen Hopfen und Malz verloren ist, zu arbeiten. Sprich, egal was Du machst, Du hast immer mit Leuten zu tun, denen Dunirgendwie helfen mußt, die Du aushalten mußt, die Dich runterziehen mit ihrer Art und ihrem Verhalten. Das kann aber nur jemand machen, der von der Persönlichkeit her sehr stabil ist und immer positiv denkt. So ein Mensch bin ich aber nicht! Ich habe keine starken Nerven (mehr), hab mir mehr zugetraut, als ich kann, habe mir am Ende das gesucht, was ich von daheim her schon kenne: Laut, Hektik, Konflikte.... und das war der Fehler bei meiner Berufswahl. Ich hätte einen Beruf wählen sollen, der mir gut tut, mich aufbaut, bei dem ich öfter Erfolgserlebnisse hab, der Ruhe ausstrahlt. Genau das brauche ich und das finde ich garantiert nicht in der Sozialen Arbeit, wo man nur mit Konflikt- Klientel zu tun hat. Ich erinnere mich nur an den Jugendclub, wo mir körperl. Gewalt angedroht wurde, ein Typ mit geballter Faust vor mir stand. Oder im Hortbereich, wo schon Zweitklässler mit Ausdrücken kommen, wo Du denkst, Du hörst nicht richtig. Da gibt es welche, die machen eben keine Hausaufgaben, wenn sie keine Lust haben. Aber Du mußt sie dazu bringen. Echt, nein, ich halte es nicht mehr aus, hab bereits körperliche Symptome, wie gesagt. Und eine Ex-Kollegin sagte zu mir, wenn ich so weiter mache, liege ich in 5 Jahren auf dem Boden und kann nicht mehr aufstehen. Das ist 2 Jahre her und die Wahrheit ist, mir geht es teilweise schon jetzt so. Frag mich wie weit es noch gehen muß. Letztes Wochenende habe ich wieder total geheult, habe Angst vor der Arbeit am Montag, vor dem Streß, der Lautstärke, der ich nicht gewachsen bin, den ungezogenen Kindern, denen ich am liebsten mal ordentlich eine drüber ziehen würde. Ganz ehrlich, so weit bin ich schon und hab ich schon gemacht. Ein Kind, vor dem ich stand und es laut aufforderte nach mehrmaligem Bitten sich endlich anzuziehen, knallte mir eine ins Gesicht, ich schlug im Reflex zurück -auch ins Gesicht. Tja, das passiert halt, ich lass mir nichts mehr gefallen, das steht fest! Meine Gesundheit ist mir wichtiger.

Meine Zukunft plane ich so, dass ich ab Dezember ne Therapie in ner Tagesklinik mache, die ca. 6 Wochen dauert. Meine Psychiaterin hat es mir auch dringend empfohlen. Eigentlich sollte ich schon lange damit anfangen. Dann beantrage ich eine berufliche Reha, wobei ich gute Chancen habe, wie ich weiß. Ich bin noch nicht lang im Beruf tätig und der Zustand dauert schon 4 Jahre lang an. Ich hoffe dann einen Beruf zu finden, der wirklich zu meiner Person paßt und ich glaube, da gibt es was! Das was ich jetzt habe muß ich mir nicht länger antun, v.a. wenn die Gesundheit darunter leidet! Hab es lang versucht.
Ab Mitte Nov. habe ich erstmal Urlaub, also noch ein paar Wochen das Chaos ertragen, dann ist Schluß. Hoffe, dass die Ärzte mit begutachten, dass ich nicht mehr in dem Beruf arbeiten darf, da es meiner Gesundheit nicht gut tut.

LG Kira.

Frage
Hallo Kira,

darf ich fragen wie dein Weg nun weiter ging. Was hast du nun beruflich gemacht.
Ich frage das weil es mir leider auch so ähnlich geht.

LG

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30. Oktober 2013 um 18:43

Frage an Dich
Hej Kira,

Dein Beitrag ist zwar schon älter. Aber darf ich Dich fragen wie alt Du damals warst? Und hast Du heute für Dich eine Lösung gefunden (berufl. Reha?)

Mfg
Ann

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22. Oktober 2014 um 18:08
In Antwort auf nuha_12060857

Habe sehr ähnliche erfahrung gemacht
bin selbst auch sozpäd. und habe ebenfalls in den letzten 3 jahren viermal den arbeitgeber gewechselt. habe zweimal das anerkennungsjahr angefangen und abgebrochen, weil die arbeitsbedingungen wirklich unter aller ... waren (keine gescheite anleitung, aber volle verantwortung, absolut nicht angemessene tätigkeiten z.b. essen austeilen, spülen, fsj-aufgaben usw). und ich habe dann ebenfalls "zuflucht" im kita-bereich gesucht. die arbeit dort hat mich - obwohl ich mein klientel immer sehr geschätzt und nie wirklich abgewertet habe - total fertig gemacht. am anfang wars ganz nett, aber auf dauer haben mich die belastungen des arbeitsalltags (lärm, viel hektik, keine aufgabe in ruhe zu ende bringen können und dafür noch wenig gehalt) völlig erschöpft.

ich wollte allerdings auch nie wirklich als sozialpädagogin/erzieherin arbeiten, sondern schon seit meinem studium psychotherapeutin für kinder/jugendliche werden. diesen weg gehe ich nun auch und habe mich beworben.

ich bin jemand, der die intensive beschäftigung mit einzelnen menschen oder gruppen braucht.
lange zeit (und manchmal auch jetzt noch) fühle ich mich aber auch irgendwie "schuldig", weil ich den "stress" (subjektiv) im sozialpädagogischen arbeitsfeld einfach nicht aushalten kann und er mich auch krank macht (magenprobleme, schwindel,usw).

ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, das es nicht das berufsfeld an sich ist, der mich so unglücklich macht, sondern das es die inhalte und arbeitsbedingungen des jeweiligen jobs sind. eine berufliche weiterentwicklung in richtung therapie ist eben für mich der richtige weg, auch wenn ich das in den letzten jahren schmerzlich erkennen musste.

was schlimm ist, ist wenn du anfängst das klientel schlecht zu reden. das sind alles menschen mit schwächen und stärken, so wie du es auch bist. vergiss das nicht. ich weiß genau warum so negativ denkst und redest. ich merke ja bei mir selbst, dass ich immer schlechter über mein klientel denke, je unglücklicher ich beruflich bin. aber das hat was mit dir alleine zu tun, nicht mit den menschen, mit denen du zu tun hast.

ich denke, diesen gedankenschritt musst du erst noch gehen. ich hoffe, die therapie hilft dir dabei. und lass dir nicht reinreden. jeder kann mal in so ne scheiß situation kommen und man sollte sich dann nicht scheuen einfach mal nur auf sich selbst zu gucken. irgendwann kannst du menschen mit problemen bestimmt auch wieder besser "ertragen". und wenn du beruflich aus dem bereich raus willst, dann gehe. ist doch deine sache.

ich werde jetzt auch erstmal nicht mehr im pädagogischen bereich arbeiten bis ich meine ausbildung anfangen kann. ich möchte mir die ruhe und den abstand gönnen, damit ich nicht irgendwann zum "menschenhasser" werde, sondern nach wie vor wieder meine klienten achten kann. manchmal brauchts vielleicht ne pause und neue perspektiven.

ich hoffe, du liest das noch..is ja schon ne weile her!

lg

ps: habe übrigens erst gestern meine kündigung in der kita bekannt gegeben. fühle mich zwar mies wegen meinem schlechten gewissen denen gegenüber, aber mir selbst tuts total gut. was haben die kinder schon von ner genervten erzieherin?!

Ich kenne das auch
Was ist denn nun aus dir geworden?

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10. November 2014 um 14:31

Probleme im erlernten Beruf
Hallo Kira7710,

ich bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen und es ist ja schon ziemlich lange her, dass du diesen inseriert hast.
Trotzdem würde mich interessieren, wie es bei dir weitergegangen ist. Ich bin nämlich gerade in der gleichen Situation. Also hoffentlich liest du das hier und wir können uns nochmal austauschen.

Liebe Grüße
Knoepfchen13

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29. Mai 2015 um 10:14

Right!
Ich teile deine Meinung! Klar ist es schwer und man denkt man kommt an seine Grenzen. Aber alle Antworten stecken in einem. Wer sowas nciht versteht ist am falschen Platz und schadet mehr als zu helfen.

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29. Mai 2015 um 10:26
In Antwort auf stacie_12740149

Gehts noch???

Wie bist denn Du drauf??? Natürlich ist der Beruf voll anstrengend! Ich weiß ja nicht, wenn Du auch in dem Job bist, was Du für ne Arbeit hast! Vielleicht hockst Du den ganzen Tag auf dem Stuhl in Deinem schönen warmen Büro klotzt bissel in Deinen Computer, bekommst ab und zu ein paar Leute zu sehen, denen Du hilfst ein paar lächerliche Anträge auszufüllen....und dann gehst Du nach Hause! Kein Wunder, dass Du das wahre Leben in dieser Arbeit nicht kennst! Natürlich is es so, wie es ausgedrückt habe! Die Soz. Päds. kümmern sich doch am Ende um den ganzen sozialen Müll der Gesellschaft, um die, die andere nicht wollen! So is es doch, was willste Dir da schön reden!!! Und ich habs mir nu mal nicht ganz so krass vorgestellt! Und mal nebenbei bemerkt, ich bin nicht die Einzige die so redet! Meine damalige Studienfreundin sagt: Was haben wir nur fürn Scheiß studiert! Und da hat sie Recht und wie! Muß ich mir das antun? Glaub nicht! Und was weißt Du denn schon mit was ich mich rumgeschlagen habe in dem scheiß Job!!! Gerade da hat man selbstverständlich verdient, dass einem geholfen wird! Hab schließlich anderen auch genug geholfen, und wer bezahlt das??? He??? Na wer wohl, auch gewisse Ämter, der STAAT!!! Also, kann ich auch davon profitieren und das werd ich auch. Ich bezahl Versicherung für Krankenkasse, für Arbeitslosigkeit, Steuern, genau wie jeder andere, also warum soll ich nicht auch daraus profitieren, so wie die anderen! Denn irgendwo sind auch andere und bestimmt nicht ich, daran schlud, dass solches Gesockse da draußen rumläuft! Ach und noch was, weißt Du eigentlich dass es in diesem Bereich die meisten BURN OUT Fälle gibt??? Komisch he?! Da müßten aber Viele im falschen Beruf sein!
Natürlich hab den falschen Job, soweit bin ich mittlerweile auch! Und natürlich liegt das an mir, dass ich diesen Mist studiert hab, mir schon klar. Aber ich kann auch nicht hellsehen, was es wirklich bedeutet ok? Und die schönen, unanstrengenderen Stellen, von denen Du wahrscheinlich eine hast, sind nämlich schon alle vergeben meine Gute!
Und hab ich gesagt, dass ich rumquatschen will und Kaffee trinken?? Quatschen muß ich grad den ganzen Tag und zwar mit tyrannischen Kids die nicht erzogen sind, Hallo?? Ich will am liebsten gar nicht quatschen. Ich möchte eine sinnvolle Arbeit machen, die auch nicht so anstrengend ist. Und als Voraussetzung dafür muß ich erstmal wieder zu mir selber finden. Denn auf eigene Faust habe ich bereits genug unternommen und immer in die "Sch...." gegriffen! Also müssen mir jetzt andere helfen. Und komisch, die Therapeuten sagen ich hätte längst was tun sollen, mir helfen lassen sollen. Das brauche ich!

Gut, wenn ich aus dem Mist bald raus komme??? Für alle Beteiligten??? Gerne, am liebsten schon gestern als morgen! Dann gehts auf jeden Fall mir schonmal besser. Sollen sich andere, die nicht solche Probleme habe darum kümmern.

Hinter Symptomen vertstecken... das könnte ich von allem Klientel behaupten, denen es doch immer so schlecht geht und die soviele Krisen haben!!! Was ist denn damit, die haben nicht in den Arsch in der Hose auch nurmal ein bißchen aus eigener Kraft heraus was zu verbessern! Das hab ich aber schon, mir gings als Jugendliche auch total mies und habe am Ende Lehre und Abi geschafft und sogar das Studium! Das kann ich mir bei den Jugendlichen mit denen ich gearbeitet hab nicht vorstellen, dass die überhaupt mal was auf die Reihe kriegen, OHNE FREMDE HILFE! Aber das kann ich eigentlich erwarten, denn von mir erwartet man es auch, oder??? Warum soll es anderen besser gehen???

Naja egal, ich mach das was ich vorhab, zieh die Thera durch, die auf jeden Fall mehrere Wochen dauern wird und dann eine berufliche Reha und versuch wieder Fuß zu fassen... Und lass mir von niemand reinreden!

Und Leute wie Du, die mir noch so negativ kommen und versuchen wollen mich fertig zu machen auf die SCHEISS ICH OK??! Gut.

Interessant
Jetzt mal ehrlich. Ich hoffe du ließt dir den Müll hier nochmal durch. Du bist in diesem Thema so unstimmig gewesen.

Du sagst den sozialen Müll der Gesellschaft. paar Sätze später heißt es du warst auch so??! Wie hast du das geschafft? Und wenn du meinst das warst du alleine, dann irrst du dich. Du hast diesen Ansporn irgendwo in deinem Leben gelernt. Und genau diesen Ansporn hättest du weiter vermitteln können. Du musst dringend deine Sichtweise ändern. Im Berufsleben funktionierst du und das ist egal in welchem Beruf. es sei den Du wohnst bei Regina Regenbogen und trinkst Kaffe mit den Glücksbärchen. Im Privatleben kannst du Komplet anders sein. Es liegt an dir, wie du mit einer Situation umgehst.
Ich finde es gut dass du deinen Weg wieder ein Stückchen gefunden hast. Aber hättest du ihn auch gefunden ohne diese Erfahrung in der sozialen Arbeit zu machen?

Und bevor du denkst ich bin ein Sesselpupser, da irrst du dich. Ich arbeite seit 4 Jahren m9it schwererziehbaren Kindern und Jugendlichen. Und ja es ist unser Job den Kindern/Jugendlichen das beizubringen was Sie zu Hause nicht gelernt haben.
Ich habe schon diverse körperliche Auseinandersetzungen gehabt, Geschrei, Hektik und das war ganz klar mein Fehler. Weißte warum?! Weil ich genau in das Raser gefallen bin, was sie von zu Hause aus kennen. Also wie sollen die ihr Verhalten ändern, wenn ich das nicht mache? Akzeptiere oder verändere ist eine ganz einfache Weisheit in der sozialen Arbeit.

Und verstehe das hier nicht als Angriff und seh es nicht negativ was hier steht, sondern die Chance aus den Erfahrungen und Eindrücken der anderen Resultate zu ziehen. Entweder ist das ok was hier steht und du entwickelst dich oder du sagst das ist Blödsinn und du hast einen Standpunkt. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, du wirst zu dir finden. Daher viel Glück und Erfolg


Ich würde gerne wissen was du dir unter den Beruf vorgestellt hast.

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5. Juli 2016 um 0:12

Dito
DU SPRICHST MIR AUS DER SEELE.

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