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Putzfrau??? und totales Mobbing .. bitte HILFE

23. August 2010 um 10:42



Hi Zusammen,
ich würd mich hier gerne mal ausheulen, vielleicht hat der eine oder andere auch einen rat für mich.
ich hab im dezember meine ausbildung in einem kleinem unternehmen zur kauffrau für bürokommunikation angefangen. am anfang war alles super, kollegen total nett, viele freiheiten, anspruchsvolle aufgaben. als mir das aber alles zu nett wurde, auch mit meinem ausbilder, der mich zum kaffeetrinken einladen wollte und eine freundin von mir zum cocktailtrinken, hab ich mich zurückgezogen, sprich mittagspause alleine und woanders verbracht. das hat meinen chef/ausbilder anscheinend so gekränkt, dass er mich seit april etwa nur noch blöd anredet und mich die größte drecksarbeit erledigen lässt. Jeden Tag kommt er zu mir uns sagt mir was ich zu erledigen hab: Kühlschrank putzen, Mikrowelle putzen, Blumen düngen, gießen und verrutschen (ab und zu umtopfen), Blätter aufsammeln, Geschirr waschen, Kaffeemaschine sauber machen, für Kollegen das Essen besorgen (mein Benzin).
Das gehört doch wirklich nicht zu meinen Aufgaben???
Dazu kommen noch seine dummen Sprüche wie "die Prügelstrafe für Azubis sollte wieder eingeführt werden", "du surfst doch eh den ganzen Tag nur im Internet", "Wow jetzt weißt du auch endlich mal über was bescheid", er pfeifft mich immer her wenn er irgendetwas braucht. Ständig mach ich was nicht gut genug.
Neben meinem Ausbilder gibt es noch 6 Kollegen, die nur ab und zu da sind und auch GERNE mal um 16:30 Uhr anrufen und mir was auftragen, was heute uuuunbedingt noch fertig werden muss.
Und meine Kollegin, die mich eigentlich ausbildet. Die mir ihre Aufgaben auch gerne aufs Auge drückt, auch wenn ich eigentlich keine Luft mehr zum Atmen hab.
Vor meinem Urlaub, vor 3 wochen, hab ich mit ihnen geredet, dass es einfach verdammt schwer ist, wenn man immer nur negatives gesagt bekommt (weil er wieder mit den aufgaben daher gekommen ist). Sie haben alles auf die schule geschoben, dass ich mich ja so gehen lasse, blablabla. Ich hab ihm nur gesagt, dass man vom Blumen gießen auch nicht besser in der Schule wird!
(Außerdem war er 3 wochen im urlaub, bei seiner neuen freundin, die sogar noch ne zahnspange trägt.., )
Meine Mama war vor 1,5 Wochen auch dort um mit ihnen zu reden und hat es ihnen genau so auch gesagt. Und sie haben natürlich alles runtergespielt und bei ihnen ist ja "fast eine familäre Atmosphäre" und jeder putzt mal und sind ja alles nur flapsige Sprüche.
Aber es ist sooo anstrengend!!!
ich fühl mich so ausgenutzt. hätte heute eigentlich nach 3 wochen wieder hingehen müssen, habe mich aber jetzt erstmal noch ne woche krankschreiben lassen, um mir etwas anderes zu suchen.

Was könnte ich machen????

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6. September 2010 um 22:04

Tagebuch führen
Hi liqme,

beim Durchlesen deines Berichts fühlte ich mich in meine Vergangenheit zurückversetzt. Ich habe auch eine Ausbildung ein einem sogenannten Familienunternehmen absolviert und war doch nur das Mädchen für alles. Egal ob es nun galt, die Vormittagsverpflegung für meine damaligen Kollegen zu organisieren (mit meinem Privat-PKW) oder mit der Tochter des Chefs den privaten Dachboden zu entrümpeln - es war immer demütigend und gehörte nicht zu meinem Ausbildungsprogramm. Als Azubi traut man sich nicht soviel sagen, nimmt es vielleicht sogar hin, dass die "Lehrjahre keine Herrenjahre" sind und schlittert so immer tiefer in das Treiben hinein. Du musst dir alles notieren, was du täglich erlebst! Mobbing ist sehr schwer zu beweisen, daher können deine Aufzeichnungen mal Gold wert sein. Mein Arzt hat mir sogar geraten, vor Gericht zu ziehen, aber dazu hatte ich keine Kraft mehr. Du bist ja noch ziemlich am Anfang deiner Ausbildung, überleg es dir gut, ob du dir das wirklich weiterhin antun kannst und willst. Sicher, der Arbeitsmarkt sieht zur Zeit nicht rosig aus, aber du musst an dich denken und mit einem guten Gefühl und ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehen können.

Alles Gute für dich!!

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28. September 2010 um 17:15
In Antwort auf goosegirl

Tagebuch führen
Hi liqme,

beim Durchlesen deines Berichts fühlte ich mich in meine Vergangenheit zurückversetzt. Ich habe auch eine Ausbildung ein einem sogenannten Familienunternehmen absolviert und war doch nur das Mädchen für alles. Egal ob es nun galt, die Vormittagsverpflegung für meine damaligen Kollegen zu organisieren (mit meinem Privat-PKW) oder mit der Tochter des Chefs den privaten Dachboden zu entrümpeln - es war immer demütigend und gehörte nicht zu meinem Ausbildungsprogramm. Als Azubi traut man sich nicht soviel sagen, nimmt es vielleicht sogar hin, dass die "Lehrjahre keine Herrenjahre" sind und schlittert so immer tiefer in das Treiben hinein. Du musst dir alles notieren, was du täglich erlebst! Mobbing ist sehr schwer zu beweisen, daher können deine Aufzeichnungen mal Gold wert sein. Mein Arzt hat mir sogar geraten, vor Gericht zu ziehen, aber dazu hatte ich keine Kraft mehr. Du bist ja noch ziemlich am Anfang deiner Ausbildung, überleg es dir gut, ob du dir das wirklich weiterhin antun kannst und willst. Sicher, der Arbeitsmarkt sieht zur Zeit nicht rosig aus, aber du musst an dich denken und mit einem guten Gefühl und ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehen können.

Alles Gute für dich!!

Danke für deine Antwort.
Ich habe mittlerweile gekündigt und werde nächstes jahr eine schulische ausbildung anfangen. da wird dann hoffentlich nichts mehr schief gehen

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