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Recht auf alg1?

17. Oktober 2011 um 16:50

hallo zusammen,
ich hab da mal eine frage, die mich gerade sehr beschäftigt.
ich habe nach einem jahr die kündigung bekommen, habe ein halbes jahr anspruch auf alg1. zur zeit suche ich was neues, und es kann sein, dass ich schon bald wieder eine neue stelle anfange. diese wäre bei einer zeitarbeitsfirma, leider nur teilzeit (eigentlich will ich vollzeit), aber besser als zu hause rumgammeln. doch was, wenn die mich nach weniger als einem jahr wieder kündigen? habe ich dann trotzdem auch wieder anspruch auf alg1? da es ja dann kein volles jahr ohne unterbrechungen wäre wie vorher. ich glaube, dass ich mehr alg1 bekomme als wenn ich jetz den neuen job anfange. nur mache ich es halt, weil ich einfach eine beschäftigung brauch. erstmal besser als nix. oder was denkt ihr dazu?
ich bitte sehr um antworten !
danke.

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9. November 2011 um 12:06

...
Die Rechtslage sieht so aus: wenn du in den letzten 4 Jahren schon einmal einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hast (das ist ja hier bei dir der Fall) und die Anspruchsdauer dann nicht voll ausgeschöpft hast, dann erhöht sich dein neuer Anspruch um den unverbrauchten Rest. Das heißt du kannst also innerhalb der 4Jahresfrist auf die nicht verbrauchte Anspruchsdauer zurückgreifen, falls du durch die neue Beschäftigung oder durch andere Versicherungszeiten die Anwartschaftszeit von 12 Monaten nicht erfüllst.

Nur als Beispiel: wenn du seit September ALG I beziehst und nun von Dezember bis Februar einer Beschäftigung nachgehst, bekommst du ab März noch 3 Monate ALG I.

Abgesehen davon: Ich hab aus meinem Bekanntenkreis bisher nur schlechtes von Zeitarbeitsfirmen gehört. Was für eine Ausbildung hast du denn? Und warum suchst du dir nicht was "gescheites"?

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13. November 2011 um 10:15
In Antwort auf dana_12761439

...
Die Rechtslage sieht so aus: wenn du in den letzten 4 Jahren schon einmal einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hast (das ist ja hier bei dir der Fall) und die Anspruchsdauer dann nicht voll ausgeschöpft hast, dann erhöht sich dein neuer Anspruch um den unverbrauchten Rest. Das heißt du kannst also innerhalb der 4Jahresfrist auf die nicht verbrauchte Anspruchsdauer zurückgreifen, falls du durch die neue Beschäftigung oder durch andere Versicherungszeiten die Anwartschaftszeit von 12 Monaten nicht erfüllst.

Nur als Beispiel: wenn du seit September ALG I beziehst und nun von Dezember bis Februar einer Beschäftigung nachgehst, bekommst du ab März noch 3 Monate ALG I.

Abgesehen davon: Ich hab aus meinem Bekanntenkreis bisher nur schlechtes von Zeitarbeitsfirmen gehört. Was für eine Ausbildung hast du denn? Und warum suchst du dir nicht was "gescheites"?

Ich habe keine ...
abgeschlossene berufsausbildung. deshalb bleibt mir im ernstfall nix anderes übrig, mich bei zeitarbeitsfirmen zu bewerben. die letzte stelle war auch vo einer zeitarbeitsfirma, dort war ich immerhin ein ganzes jahr angestellt. und das sogar durchgehend bei ein und demselben kunden. war sicher nur glück. war auch ziemlich cool da, ein schönes, kleines unternehmen.
ansonsten es ist schwierig, ungelernt was "gescheites" zu bekommen. und mit 31 jahren nimmt einen keiner mehr zwecks ausbildung.

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14. November 2011 um 8:49
In Antwort auf marte_12102121

Ich habe keine ...
abgeschlossene berufsausbildung. deshalb bleibt mir im ernstfall nix anderes übrig, mich bei zeitarbeitsfirmen zu bewerben. die letzte stelle war auch vo einer zeitarbeitsfirma, dort war ich immerhin ein ganzes jahr angestellt. und das sogar durchgehend bei ein und demselben kunden. war sicher nur glück. war auch ziemlich cool da, ein schönes, kleines unternehmen.
ansonsten es ist schwierig, ungelernt was "gescheites" zu bekommen. und mit 31 jahren nimmt einen keiner mehr zwecks ausbildung.

Hast du dich...
... schon mal beim Arbeitsamt erkundigt, welche Möglichkeiten es gibt hinsichtlich Ausbildung/Lehrgängen etc.? Ich kann mir nämlich vorstellen, dass es ganz schön nervenaufreiend und anstrengend ist, sein Leben lang auf Zeitarbeitsfirmen angewiesen zu sein. Deshalb wär mein Rat, zu schauen, ob du nicht doch noch eine Ausbildung machen kannst. 31 ist zwar jetzt nicht mehr das typische Alter für die (Erst-)Ausbildung, aber ich kenne persönlich viele, die noch mal mit Anfang 30 was neues angefangen haben. Die Möglichkeit besteht durchaus, auch wenn es sicher nicht allzu einfach sein wird, einen Platz zu bekommen. Allerdings: wenn du motiviert und qualifiziert bist, sollte das Alter keine Hürde sein, an der du scheiterst.

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14. November 2011 um 10:59
In Antwort auf dana_12761439

Hast du dich...
... schon mal beim Arbeitsamt erkundigt, welche Möglichkeiten es gibt hinsichtlich Ausbildung/Lehrgängen etc.? Ich kann mir nämlich vorstellen, dass es ganz schön nervenaufreiend und anstrengend ist, sein Leben lang auf Zeitarbeitsfirmen angewiesen zu sein. Deshalb wär mein Rat, zu schauen, ob du nicht doch noch eine Ausbildung machen kannst. 31 ist zwar jetzt nicht mehr das typische Alter für die (Erst-)Ausbildung, aber ich kenne persönlich viele, die noch mal mit Anfang 30 was neues angefangen haben. Die Möglichkeit besteht durchaus, auch wenn es sicher nicht allzu einfach sein wird, einen Platz zu bekommen. Allerdings: wenn du motiviert und qualifiziert bist, sollte das Alter keine Hürde sein, an der du scheiterst.

Ich habe denen,...
...als ich das erste gespräch hatte, gesagt, dass ich mich auch zwecks einer ausbildungsstelle bewerben würde. dann meinte sie, dass ich das tun könnte, da ich nicht zu alt sei dafür. ja, das wars. mehr haben die mir nich vorgeschlagen. wie sollen die mir denn helfen? die haben mir noch nie was gescheites vorgeschlagen oder mich irgendwie unterstützt. ich verstehe deren aufgabengebiet eh nicht wirklich.

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14. November 2011 um 12:18
In Antwort auf marte_12102121

Ich habe denen,...
...als ich das erste gespräch hatte, gesagt, dass ich mich auch zwecks einer ausbildungsstelle bewerben würde. dann meinte sie, dass ich das tun könnte, da ich nicht zu alt sei dafür. ja, das wars. mehr haben die mir nich vorgeschlagen. wie sollen die mir denn helfen? die haben mir noch nie was gescheites vorgeschlagen oder mich irgendwie unterstützt. ich verstehe deren aufgabengebiet eh nicht wirklich.

Aber "die"...
... sind genau dafür da! Ich weiß selber dass es oft ziemlich frustrierend ist mit den Behörden und gerade beim Arbeitsamt haben viele das Gefühl, dass sie nicht verstanden oder unterstützt werden. Warum fragst du nicht einfach mal deinen persönlichen Berater nach einer Berufsberatung? Man darf nicht immer davon ausgehen, das Behörden von sich aus tätig werden. Du musst dahinter sein, konkrete fragen stellen und Hilfe fordern. Anders wird des nix.

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