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Schon länger unglücklich im Job, hat jemand einen Rat?

27. Juni 2014 um 16:17

Hallo an alle Leserinnen,
ich weise gleich darauf hin das es ein längerer Text und ein längeres Anliegen ist. Aber vielleicht kann mir jemand hier weiterhelfen oder versteht meine Lage oder war sogar auch schon der gleichen Situation wie ich. Also, ich fange mal von komplett vorne an:

Ich bin 25 Jahre alt und habe 2005 eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten (oder auch Zahnarzthelferin) gemacht. Habe diese auch 2008 erfolgreich abgeschlossen. Habe in einer normalen Zahnarztpraxis gelernt, konnte aber nicht übernommen werden da eine Kollegin in Mutterschutz war. Also habe ich von 2008 bis 2012 in einer kieferorthopädischen Praxis gearbeitet (Spangenbehandlung, keine OPs). Dort habe ich nach knapp 3 Jahren auf einmal eine Allergie auf das Desinfektionsmittel bekommen. War deshalb auch beim Hautarzt und Allergietest, wo dies auch bestätigt wurde. Also durfte ich ab diesem Moment nicht mehr am Patient arbeiten, sondern sollte an die Rezeption. Dies habe ich auch dann gemacht. Vorweg muss ich sagen dass mein damaliger Chef ein Choleriker war. Es war schlimm. In den vier Jahren die ich dort war habe ich 11 Mitarbeiterinnen kommen und gehen sehen. Es ist war sehr heftig und ich habe so oft daran gedacht zu gehen, aber nie den Mut und den A in der Hose dafür gehabt. Die Arbeit an Rezeption hat mir am Anfang auch Spaß gemacht, zumal ich auch froh war nicht mehr direkt am Patienten arbeiten zu müssen. Aber dann war es einfach nur noch Stress und es hat keinen Spaß mehr gemacht, weder die Arbeit noch eben diese Praxis. Ende vom Lied ist das ich durch einen Blödsinn den ich verbockt habe rausgeschmissen wurde. Was aber das Beste war das mir passieren konnte. Mir ist an diesem Tag auch riesiger Klotz von den Schultern gefallen. Ich habe danach auch schnell wieder was gefunden und war nur ein paar Wochen arbeitslos. Ich bin nun seit Mitte 2012 in einer anderen kieferorthopädischen Praxis an der Rezeption tätig, diese Stelle war auch so ausgeschrieben (Rezeption und Verwaltung). Der Chef und die Praxis an sich sind im Vergleich zur alten Praxis wirklich Urlaub. Kein Cholerikerchef, keine hinterhältigen Kolleginnen. Nun ist es das mir mein Beruf überhaupt keinen Spaß mehr macht. Mir geht seit mind. Einem Jahr alles auf die Nerven. Sobald das Telefon klingelt oder Patienten die Praxis betreten oder aus den Behandlungszimmern kommen um einen Termin zu vereinbaren habe ich Touret im Kopf. Ihr wollt gar nicht wissen was ich in diesem Moment alles denke wenn diese Situationen sind. Dieser Beruf (nicht nur jetzt wegen der Rezeption) war auch nie mein Wunschberuf. Ich kann aber nicht genau sagen was ich gerne bzw. lieber gemacht hätte da ich es selbst nicht weiß. Ich bin jedenfalls unglücklich und weiß nicht was ich tun soll. Auch manche Patienten bzw. Patienteneltern sind so dreist am Telefon als auch in der Praxis ich will damit nicht mehr arbeiten, solche Menschen nehmen mir auch den Spaß den ich mal hatte. Kann sich jemand damit identifizieren? Oder hat jemand einen Ratschlag? Da ich selber nicht weiß was ich gerne tun möchte ist es auch schlecht einfach zu kündigen. Es ist auch so das mir meine Kolleginnen und meine Chefs total auf den Nerv gehen obwohl sie nicht mal wirklich was gemacht haben das dies begründet. Manchmal habe ich auch das Gefühl, durch die Vorpraxis, das ich ausgelaugt bin und vielleicht auch eine leichte Depression habe. Aber da ich 25 Jahre alt bin wäre das schon weit hergeholt. In dem Alter hat man so was noch nicht.
Mit meinen Eltern kann ich da nicht wirklich drüber reden da dann käme: Solche schlechten Tage hat jeder mal, Du verdienst doch super dort, Komm jetzt übertreib nicht. Vielleicht haben sie auch teilweise Recht, aber man sollte doch auch glücklich bzw. zufrieden bei der Arbeit sein und nicht seit Jahren unglücklich sein oder?

Deshalb meine Frage an alle Leserinnen: kann mir jemand hier weiterhelfen?
Ich würde mich über Antworten freuen.
Eure Tatjanka.

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