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Selbst gekündigt, jetzt "Angst" dahin zu gehen

7. Juni 2015 um 18:00

Hallo, ich hoffe ich habe das Thema in die richtige Kategorie gepackt, wenn nicht: sorry.
Bei mir ist es zur Zeit so: ich habe mich bereits seit längerem bei verschiedenen Unternehmen beworben, da ich bei meiner Arbeitgeberin keine Zukunftsperspektiven habe (kleines Unternehmen, nur ich als Vollzeitkraft, zwei Teilzeitkräfte, eine Auszubildende auch in Teilzeit ab Sommer).
Jetzt habe ich endlich Erfolg gehabt und eine neue Stelle bekommen. Da ich weiß, dass eine Kollegin, die Bürovorsteherin, ab Ende Juni für 3 Wochen Urlaub hat, hatte ich extra abgesprochen, dass ich bei der neuen Stelle erst Mitte Juli anfangen kann.
Nachdem ich jetzt am Mittwoch, zwei Wochen vor der eigentlichen Kündigungsfrist diese schon schriftlich abgegebenen habe, um meiner Chefin die Möglichkeit zu geben schon jetzt zu suchen, bekomme ich nur noch doofe Sprüche zu hören.
Mir werden Aufgaben entzogen, man spricht nicht mehr mit mir wie vorher und so weiter.
Freitag hatte ich frei, da ich hoffte, dass dann die erste "Wut " oder so verflogen ist, aber ich befürchte trotzdem, dass es morgen mit den Sticheleien, besonders von der Bürovorsteherin, weiter geht.
Habt ihr eine Idee, was ich tun kann? Ich würde das gerne vernünftig zu Ende bringen. Aber so halte ich das nicht lange aus...
Ansprechen ist auch nicht so wirklich möglich.

Vielen Dank für eure Antworten.
Lg

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22. Juni 2015 um 9:41

Vielleicht ein bisschen spät
aber ich versuchs trotzdem mal.

Wenn du gekündigt hast, weil du dort keine guten Zukunftsperpektiven hast, würde ich das offen im Büro sagen.

Klar ist deine AGin nicht begeistert das du gehst. Vor allem dann nicht, wenn du die einzige VZ-Angestellte dort bist. Dann ist es natürlich besonders hart, denn die TZ-Kolleginnen müssen deine Arbeit auffangen, bis wer neues da ist. Grundsätzlich ist das aber ein Problem deiner Noch-Chefin und nicht deines.

Hm, wenn ansprechen keine mögliche Option ist, heißt es ehrlich gesagt nur hinnehmen. Oder du fasst dir ein Herz und machst es. Egal wie es ausgeht.

Mir ging es vor Jahren einmal ähnlich. Als ich verkündete zu gehen, hieß es, das könnte ich nicht machen, wer soll den die Aufgaben machen. Außer mir macht die Arbeit keiner und wenn ich weg bin, dann fehlt wer. Außerdem würde ein neuer Berufsträger kommen, der zunächst ohne eigene Sekretärin kommt (Diese sollte wohl 4 Monate später nach kommen) und für diesen muss ja auch gearbeitet werden. Ich wäre schuld, dass meine Kolleginnen dann meine Aufgaben übernehmen und evtl. Überstunden machen müssen. Lästereien seitens der Kolleginnen waren dann an der Tagesordnung.
Als ich meine netten Kolleginnen (vorsicht Ironie ) darauf angesprochen habe, war Ruhe.

Von meiner direkten Vorgesetzten kam jedoch nichts, da sie meine Entscheidung nachvollziehen konnte. Auch ihr ging es ähnlich, und sie hat die Firma 1 Jahr nach mir verlassen. Mein anderer Chef, auch Namenspartner der Firma, war weniger begeistert und fing dann an, nach und nach Aufgaben an meine Kolleginnen weiterzureichen. An sich war es schon ein komisches Gefühl, weil ich das Gefühl hatte, dass alles heimlich passiert. Er kam noch nicht mal auf mich zu und hat mit mir darüber gesprochen. Ich habe das nur gemerkt, dass die Akten weniger wurden und die Kolleginnen immer wieder mit Fragen zu mir kamen.


Ich kann dir nur empfehlen die direkte Ansprache zu suchen. Du musst dir nichts vorwerfen lassen. Wenn du eine Zukunftsperspektiven hast, ist das nicht dein Verschulden. Nahezu jeder möchte doch auch beruflich weiterkommen. Und wenn das im der Firma nicht gegeben ist, dann sucht man sich zwangsläufig was neues. Heutzutage ist es halt nicht mehr so, dass man bis zur Rente in einem Unternehmen bleibt.

Vielleicht spielt auch einfach ein bisschen Neid mit. Eventuell geht es deinen Kolleginnen so wie dir, aber sie haben nicht den Mut sich wegzubewerben.

Außerdem fängst du bei deiner neuen Stelle ja erst später an, damit deine Chefin noch länger Zeit hat Ersatz zu finden. Bei passender Gelegenheit würde ich das vielleicht auch einfach mal anklingen lassen.


Schau, bis Mitte Juli ist nicht mehr lange hin. Wenn du die Kollegen oder die Chefin nicht direkt ansprechen willst, dann denke dir deinen Teil. Klar ist es schwierig, aber die paar Wochen gehen schneller vorbei als du dir vorstellen kannst.

LG und viel Erfolg bei der neuen Stelle

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