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Selbstfindungswirrwarr

9. November 2014 um 11:11

Hallo allerseits

Ich bin ein ziemlicher Kopfmensch und denke immer sehr viel über alles nach, was mir oft zum Verhängnis wird. Ich bin jetzt 20 Jahre alt und mein Lebensweg bis jetzt lässt mich einfach nicht zufrieden mit mir sein und ich bereue sooo vieles was ich getan habe. Manchmal denke ich, das alles ist so gelaufen, da ich in meiner Kindheit viel durchgemacht habe durch die Scheidung meiner Eltern als ich 5 war und nie richtig wusste, wo ich dazugehörte, ob jetzt zur Familie von meinem Vater oder zu der meiner Mutter... ich habe einen guten Realschulabschluss gemacht und wollte danach eigentlich immer was Soziales machen, das war mir immer klar. Ich war sehr gut in der Schule, habe ein großes Gesangstalent (damit möchte ich nicht eingebildet wirken, es ist aber eine Tatsache und trägt zu meinem Problem bei) und habe eigentlich eine starke, aussergewöhnliche Persönlichkeit. Als ich in der 10. Klasse der Realschule war, war ich mir auch noch soooo sicher, dass ich das alles nutzen will und etwas aus meinem Leben machen will, im Gegensatz zu meiner Mutter, die immer nur darauf aus war dass ich mal ne Hausfrau werde so wie sie. Dabei hatte ich aber auch das Gefühl, dass sie oft neidisch auf mich war, weil sie ja selbst wusste dass sie viel in ihrem Leben verbockt hatte, auch damals als sie meinen Vater betrogen hatte und damit praktisch sein Leben zerstörte, aber irgendwie immernoch denkt er wäre an allem Schuld weil er mehr mit seinem Auto als mit ihr beschäftigt war.... naja, kommen wir jetzt mal zum beruflichen Teil der Geschichte.

Nach der Realschule habe ich ein Jahr ein freiwillig soziales Jahr in einem Kindergarten gemacht, daraufhin fing ich dann die Ausbildung zur Erzieherin an. Damals war ich noch ziemlich unsicher, hatte teilweise leichte Depressionen und Probleme damit, mit den neuen, fremden Leuten auszukommen. Am liebsten wäre ich wieder auf die Realschule mit meinen alten Freundinnen gegangen, hatte auch richtige Verlustängste dass ich diese verlieren würde. Was aber ja eigentlich alles Quatsch ist, wie ich es jetzt auch weiß. Naja, in der Schule für Sozialpädagogik lebte ich mich dann nach einem Jahr auch richtig ein, war schon ziemlich beliebt und viele meiner Klassenkameradinnen waren so begeistert von mir, dass sie mich fragten wieso ich eigentlich keine Schauspielausbildung oder was mit Gesang machen würde, bei meiner Ausstrahlung. Wahrscheinlich stieg mir das dann zu Kopf und der Wunsch, einfach abzubrechen und wieder frei zu sein war so groß, dass ich es im zweiten Ausbildungsjahr dann tat... dabei denke ich aber, dass ich mir nur einredete, dass ich depressiv war und die Ausbildung abbrechen müsste. Naja, damals war ich dann 18/19 und musste feststellen, dass das Leben doch nicht so einfach war und man einfach eine Ausbildung oder sowas brauchte, um schonmal eine Grundlage zu haben. Ein Jahr war ich dann auf Suche, bekam großen Druck von meinen Eltern und meiner Großmutter, die alle ziemlich spießig sind und denen wichtig war, dass ich einfach irgendwas machen würde. Naja, ich machte dann eben mehrere Praktikas und bewarb mich für Ausbildungen im Bürobereich, mein Lebenslauf war aber nicht so toll dass ich da wirklich nur Absagen bekam. Und ich bemühte mich ja.
Dann machte ich ein Praktikum bei einem Augenoptiker bei uns im Ort, das handwerkliche machte mir eigentlich Spaß und die Kollegen waren auch sehr nett. Ja, die Ausbildung habe ich dann bekommen und jetzt dieses Jahr im Juli begonnen. Anfangs machte mir das alles noch großen Spaß und ich finde es immernoch ganz okay... jedoch nicht auf Dauer, drei Jahre Ausbildung okay, aber irgendwie bereue ich es immer mehr die Ausbildung zur Erzieherin abgebrochen zu haben. Am liebsten würde ich nach den drei Jahren wieder diese Ausbildung fortsetzen, aber das glaube ich mir selber irgendwie nicht und denke auch darüber nach, dass meine Eltern und Bekannten langsam denken dass ich sie nicht mehr alle habe, weil ich mich nicht entscheiden kann und so sprunghaft bin... andererseits möchte ich es auch im künstlerischen Bereich versuchen, aber dabei fehlt mir total der Rückhalt meiner Familie, die ziemlich spießig ist. Und nach der Ausbildung zur Augenoptikerin bin ich schon 23....
was sagt ihr?

Ich hoffe, das war euch nicht zu viel Text und ich finde ein paar Leute, die mir einen guten Rat geben können...

Liebe Grüße

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