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Selbstzweifel Im Arbeitsalltag

27. Mai 2009 um 14:27

Hallo!

Vor ca. 3 Wochen hatte ich fürchterlichen Ärger mit einem Kunden/Klienten/Mandanten. Ich kam von vornherein nicht gut mit ihm zurecht (er ist so einer, der keine Ahnung von irgendwas hat und immer gleich nach vorne prescht, wenn ihm irgendwas nicht passt). An besagtem Tag, war es wieder so: Er versteht nicht, was ich ihm Monat für Monat erkläre (immer das Selbe) und meint dann, ich würde alles falsch machen und hat mich so angeschrien und fertig gemacht, dass ich doch tatsächlich geheult habe(natürlich nicht vor ihm). Ich kann es selber nicht fassen... ich bin eigentlich eine sehr selbstsichere Persönlichkeit und heulen kommt für mich eigentlich nicht in Frage, aber das hat mich voll aus der Bahn geworfen.

Mit meinem Chef komme ich sehr gut zurecht und ich dachte eigentlich, er würde ihn rauswerfen... Jetzt ist es aber so, dass ich weiterhin die Unterlagen bearbeite, jeglicher Kontakt aber über den Chef läuft. Das ist grundsätzlich o.k. für mich... Es ist zwar schon etwas umständlich, weil mein Chef viel außer Haus arbeitet, aber das sollte ja vom Grundsatz her nicht mein Problem sein, dafür muss der Chef sich ja rechtfertigen.
Nur (und jetzt kommt mein Problem):

Jedesmal wenn meine Kollegin ihn am Telefon hat, bekomme ich schreckliches Herzrasen und könnte schon wieder anfangen zu heulen. Ich habe seit dem schreckliche Selbstzweifel und habe das Gefühl, dass ich damit irgendwie nicht fertig werde. Meine Kollegen stehe voll hinter mir..Aber wirklich beruhigen tut mich das nicht.


Desweiteren ist es so, dass ich mir bis Ende des Jahres überlegen soll, ob ich mich soweit weiterbilde, dass ich den Betrieb in ein paar Jahren übernehmen kann.
Durch solche Vorkommnisse bin ich aber die ganze Zeit nur am grübeln: Willst du diesen Stress (und man hat in meinem Beruf immer irgendwie mit jemandem Stress) wirklich für den Rest deines Lebens machen?

Versteht mich nicht falsch... Ich liebe meinen Beruf und finde auch, dass ich ihn sehr gut mache... Wenn da nicht der Kundenkontakt wäre, der mich einfach zu oft an mir selbst zweifeln lässt.

Ich fühle mich wirklich hilflos und leer... und muss dauernt aufpassen, dass ich nicht anfange zu heulen.

Ich hätte gerne einen Rat, wie ich lerne besser mit schwierigen Situationen umzugehen... und zwar so, dass ich das nicht mehr so nah an mich ran lasse.

Wäre schön, wenn jemand Rat wüsste... Danke schon mal, Alina

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29. Mai 2009 um 13:30

Durchatmen
Liebe Alina,

ich kenne ein solches Verhalten von mir auch. Ich denke dem liegt zugrunde, dass man ja alles richtig und gut machen will.
Ich konnte auch schlecht damit umgehen, aber mit den Jahren wurde ich immer gelassener. Ich bin jetzt 41 und bin das zwar noch nicht ganz los, aber ich weiß inzwischen auch innerlich, dass die Welt von sowas nicht untergeht. Aber das hat einige Jahre gebraucht. Ich musste ein paar richtig heftige private Probleme lösen. Und das hat mich gelehrt, dass es immer schlimmer kommen kann. Ich weiß , dass Dir das nicht hilft. Halte Dir vor Augen, dass Dein Chef Dich ja offensichtich auch trotz des Fehlers schätzt. Und letztendlich sage Dir immer: ich bin gut. Und achja, ich hab mal einen Tip von einem Vertriebstrainer bekommen, der ganz gut funktioniert:

bei nervigen, schwierigen oder nicht wollenden Kunden soll man sich vorstellen, dass derjenige auf einer Brücke steht.......naja, mir hilft das^^

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19. Juli 2009 um 19:14

Abgrenzen
Hallo Alina, ich hab das zwar nicht genau durchschaut, was du genau arbeitest , nur so viel, dass Du ab und an mit Kunden zu tun hast, die Dich scheinbar aus der Fassung bringen. Ich habe jahrelang in einem Pressearchiv mit Publikum gearbeitet - und vielleicht ist das allgemeingültig - wahrscheinlich sogar: Du musst Dich innerlich abgrenzen - Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, wie man so schön sagt. Dieser Klient hat in Dir persönlich etwas ausgelöst, was Dich ganz offensichtlich richtig getroffen hat. Überleg, was das genau sein könnte, an was hat der Dich erinnert, was hat der "rausgekramt" bei Dir an unbewussten Erinnerungen im Gehirn?Versuch, es auf jeden Fall so zu sehen, dieser Mann hat Dich überhaupt nicht anzuschreien, das ist sowieso schon unterste Kante. Du darfst das nicht persönlich an Dich heranlassen. Für die Zukunft - klare Abgrenzung - professionelles Verhalten. Das musst Du üben. Sonst hört das nie auf. Warum willst Du Dir Deinen Job, der Spaß macht, durch so einen Scheiss vermiesen lassen. Alles Liebe für Dich
Chrissie

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