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Stress in der Abteilung durch Beförderung ! Weiss nicht mehr weiter!

6. Februar 2016 um 10:02

Hallo meine Lieben, kurz zu mir. Ich arbeite seit 7 Jahren in einer Firma (Im Verkauf / ca 30 Mitarbeiter gesamt) wo es insgesamt 7 Abteilungen gibt. In der Abteilung wo ich arbeite sind wir zu 8

Meine Kollegin die seit 8 Jahren dabei ist, war bis vor kurzem 4 Jahre lang Abteilungsleiter, sprich sie hatte die komplette Verantwortung über bzw in der Abteilung, hat die meiste Arbeit, das grösste Aufgabengebiet und muss auch darauf schauen, dass alle Kollegen stets "etwas zu tun" haben, sprich nicht irgendwo faul rum sitzen und quatschen, muss bestellungen aufgeben, Termine mit Vertretern ausmachen und und und. die anderen sind für verschiedene bereiche (leichte Arbeit) eingeteilt, ordnung, sauberkeit, dass stets Ware nachgeräumt wird usw.. Nun war es so, dass ich sie von Anfang an unterstützt habe, ihr geholfen habe wos nur ging und auch versuchte ihr einen Teil der Arbeit abzunehmen, obwohl ich selbst relativ viel zu tun habe, jedoch habe ich ihr gern geholfen. Nun ist es allerdings so gewesen, dass ich immer mehr und mehr Verantwortung in der besagten Abteilung übernommen habe, Termine ausgemacht habe, bestellungen erledigt habe, immer die Arbeit der anderen "kontrolliert" damit ja alles richtig und sauber ist. Im vergangenen Jahr, wurde ich immer mehr eingespannt, sprich ich arbeitete mehr und mehr mit meiner Abteilungsleiterin eben zusammen und bekam davon immer eben mehr mit, was als nächstes zu tun ist, auf was wir schauen sollten usw. Im November dann lud mich der Chef der Firma (der bekam bis dato eben alles mit) auf eine Schulung bzw Weiterbildung ein, wieso er gerade MICH einlud und nicht meine besagte AL (Abteilungsleiterin) wusste ich nicht, sprach aber mit ihr darüber ob es für sie in Ordnung wäre (ansonsten wäre ich nicht mitgefahren, wäre sie lieber statt mir gefahren) unter der Autofahrt zu dieser Weiterbildung sprach mich dann mein Chef darauf an, dass er sieht dass ich sehr arrangiert bin, fleissig und genau arbeite und er fest hinter mir steht und an mich glaubt. soweit so gut, hat mich natürlich gefreut. Die darauf folgenden Wochen in der Firma waren jedoch komisch. Meine AL (mit der ich übrigens privat ebenfalls viel unternommen habe, sie 24, ich 23) ignorierte mich komplett, ging mir aus dem Weg und beachtete mich nicht weiter. Ebenso die anderen Kollegen meiner Abteilung mit denen ich mich jedoch bis dato ziemlich gut verstand. Immer wieder hackte ich nach, was denn los sei, ob etwas vorgefallen ist oder ob ich etwas verbrochen habe, immer hieß es von allen nein alles gut.

Bin dann erneut zu meiner AL gegangen und habe sie darauf angesprochen, ob es etwas mit dieser Weiterbildung auf sich hat - NEIN laut ihr, es sei doch alles in bester Ordnung. Na gut, dachte ich mir. Tage vergingen, die Stimmung wurde immer schlechter (jedoch nur zwischen mir und den Kollegen, die anderen verstanden sich nach und nach bestens) bis mich Ende Dezember der Chef ins büro zittierte. Na toll, dachte ich mir.. So, ich also rein, fkng er an zu erzählen (in kurzform, dass gespräch ansich dauerte 1,5h) dass er gerne hätte dass ich ab jetzt die AL bin und nicht mehr meine Kollegin - aus mehreren Gründen u.a sie sei überfordert, arbeitet in den letzten Monaten äußerst ungebau, ging meist früher heim obwohl die Arbeit nicht erledigt war usw.. ich war baff! Freute mich jedoch sehr! Mein Chef meinte ebenso zu mir, er hat mit der Kollegin (AL) nochmals gesprochen und sie würde sich freuen wenn ich ihre Position übernehmen würde und sie unterstützt mich auch dabei und sie würde lieber Stellvertretend für mich arbeiten. So seit diesem Gespeäch ist alles anders, jeder in meiner Abteilung gibt mir (aus welchem Grund auch immer) schnippische Antworten, keiner erledigt seine Arbeit so wie ich es gerne hätte, sogar unser Lehrling macht was er will.. Ich fühle mich zum Teil überfordert zum Teil hintergangen. Ich möchte auch keine Hilfe von meiner Stellenvertretung mehr, da ich es jeden Beweisen will ich schaff es auch alleine dass alles zu meistern (außerdem hilft sie mir seit dem Gespräch sowieso bei nichts mehr, sie macht sozusagen nur noch dass nötigste, sprich ich sie darauf an bekomm ich Antworten wie "selber Schuld, du bist nun Chefin") Meine Stimmung ist dementsprechend auch ziemlich mies und dies wiederum lass ich dann meinen Kollegen auch spühren. Ein Gespräch mit dem Chef brachte nichts. Was kann ich tun? ich möchte mich der Herausforderung stellen, aber schaff ich dass auch alles? Es bleibt ja nun grösstenteils alles an mir hängen und die ständigen gerüchte und das getratsche hinter meinen Rücken nerven mich ebenso.

Sorry für den super langen Text, aber ich kann mit niemanden wirklich darüber reden! Über tipps wie ich an besten damit umgehen kann/soll wäre ich sehr hilfreich! Danke schon mal

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23. Mai 2016 um 10:31

Personalgespräche
Hallo,

ich denke, erst mal ist es das beste, wenn Du mit allen ein Personalgespräch führst. Hol Dir die Leute einzeln in Dein Büro und sprich mit Ihnen. Sprich vor allem die Unterschiede zwischen früher und jetzt an, sag, dass Du die Entwicklung sehr schade findest und frag, was Du machen kannst, damit es dem Mitarbeiter gut geht. Erkläre, dass Du seit Deiner beruflichen Veränderung noch keine Gelegenheit hattest, mit den Leuten darüber zu reden. Stelle auch klar, dass Du auf der Seite Deiner Mitarbeiter bist. Der Trick dabei ist, durchscheinen zu lassen, dass, wenn es zu Entlassungen kommt, Du entscheidest, wer aus der Abteilung gehen muss, ohne dass es so aussieht, als würdest Du den Leuten drohen. Das Wohl und Wehe der Leute liegt nun in Deinen Händen und das sollten die zu würdigen wissen. Den Azubi kannst Du ein bisschen direkter ansprechen; die tanzen einem sonst gerne auf der Nase herum. Tadle schlechte Arbeit, lobe gute Arbeit. Wenn er nicht das macht, was er soll, sollte das am Ende in seiner Beurteilung stehen, und das kannst Du ihm auch so sagen.

Was Deine Ex-Vorgesetzte angeht: erstell ihr eine Liste von Aufgaben, die sie erledigen soll. Erledigt sie diese Aufgaben nicht, sprich sie darauf an, erneuere Deine Forderung. Erledigt sie die Arbeiten wieder nicht, stimme Dich mit Deinem Chef ab; dafür ist er schließlich da. Instrumente wie Versetzung, Abmahnung und Kündigung wurden nicht umsonst erfunden. Da solltest Du aber vorher schon mal mit ihm drüber sprechen. Leute sind generell dazu da, um die Aufgaben zu erledigen, für die sie eingestellt wurden. Überlege, ob Du jemand anderem aus dem Team zu Deinem Assistenten machen kannst. Deine Freundin hat sich schließlich selbst in diese Lage gebracht, und ich finde es etwas eigenartig, dass sie sich nicht für Dich freut.

Mach Dir außerdem Gedanken über Neuverteilung der Arbeit, insbesondere Deiner eigenen. Kannst Du noch Teile Deiner Aufgaben ins Team delegieren, um Dich so selbst zu entlasten? So hättest Du auch mehr Zeit für die Belange der Mitarbeiter.

Gemeinsame Unternehmungen außerhalb der Arbeit fördern den Teamgeist. Geht mal zusammen aus.

Ich hoffe, das hilft erst mal

Ansonsten empfehle ich das Buch "Einstieg in die Führungsrolle" von Hofbauer/Kauer. Führungsverhalten selbst beinhaltet das Buch zwar nicht, ist aber in organisatorischen Belangen durchaus eine Hilfe.

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13. Juni 2016 um 18:31

"Staffing"
Hallo,

hier sollte man auf alle Fälle ein Riegel vorschieben, bevor das noch in Mobbing ausartet.
Zunächst mal: Du bist nichts schuld!
Es steht hier ganz eindeutig das Thema Eifersucht im Vordergrund.

Du bist befördert worden, weil Du gute Arbeit geleistet hast. Das solltest Du immer im Hinterkopf behalten.
Lass Dich auf gar keinen Fall verunsichern oder zu Dingen treiben, die Du im Nachhinein bereust - sprich Ausraster zum Beispiel.

Führe Personalgespräche. Lass Die Personen sprechen. Rechtfertige Dich auf gar keinen Fall.
Verteile Aufgaben und setze realistische Ziele, an denen Du die Mitarbeiter messen kannst. Sei präsent und organisiert, aber nicht herrisch.

Mach Dich nicht klein, sondern sprich klar und deutlich an, was Du von jedem Einzelnen erwartest. Bedenke, dass ihr alle für ein Unternehmen arbeitet und auch von da das Geld bezieht. Wenn es das Unternehmen nicht mehr gibt, dann gibt es auch kein Gehalt.

Immer im Hinterkopf behalten: Du bist nichts schuld! Du hast nichts falsch gemacht.
Bleib selbstbewusst.

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