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Umschulung abbrechen?

22. April 2007 um 15:05

Hallo,

ich bin normalerweise ein sehr motivierter Mensch und sehr darauf bedacht gute Leistungen zu vollbringen, aber meine Motivation ist in der letzten Zeit sehr geschrumpft. Ich weiss auf jedenfall nicht weiter. Ich sehe keine Lösung für meine Probleme. Ich habe das Gefühl mein ganzes Leben gerät aus den Fugen und ich kann nichts dagegen machen. Ich hoffe, dass Ihr mir helfen könnt.

Es geht um folgendes, ich mache seit August 2006 eine Umschulung zur Rechtsanwaltsfachangestellte. Ihr glaubt nicht wie glücklich ich damals war, als ich die Zusage für meine Umschulung bekommen habe....

Mein Beruf macht mir kein Spaß mehr. Wenn morgens mein Wecker klingelt, denk ich schon mit Schrecken an die Arbeit! Sie wird immer mehr zu Qual.

Aber ich weiß auch nicht was ich sonst machen soll, weil ich nicht weiß wie es mit mir weiter geht. Nur mir ist schon seit längerem aufgefallen, das das nichts für mich ist! Es macht mir einfach keinen Spaß. Aber ich weiß das es auch nichts für mich ist den ganzen Tag nur am Bürostuhl gefesselt zu sein ist. In dem Betrieb ist soweit alles super, verstehe mich gut mit den Mitarbeitern und mit meinen Chefs.

Dazu kommt noch es ist wirklich eine anspruchsvolle Ausbildung und ich komme mit dem Lernstoff überhaupt nicht klar. Der Druck der von der Berufsschule kommt bin ich wohl nicht gewachsen. Ich hab mir auch schon Nachhilfe besorgt, aber irgendwie geht es nicht in mein Kopf. Hinzu kommt noch das mir ein halbes Jahr fehlt.

Andererseits ist es im Betrieb nun mal recht schön und ich weiß wie viel ein Arbeitsplatz wert ist. Aber wenn es mir nun mal überhaupt nicht gefällt? Über 2 Jahre lang unglücklich sein? Ein weiteres Problem ist, dass mir momentan keine gängigen Alternativen einfallen. Ich habe bis jetzt all meine Freunde und Bekannte nicht mit diesem Thema konfroniert. Aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben.

Tut mir leid, ich habe wie wild durcheinander geschrieben! Aber ich habe alle meine Gedanken sofort hingeschrieben...

Gruß

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23. April 2007 um 18:14

Hallo LaChataine
Ja, ich hab eine abgeschlossene Berufsausbildung.

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24. April 2007 um 23:35

Umschulung abbrechen
Hallo,
sicher ist es sinnvoll, die Zähne zusammen zubeißen und erst einmal einen Abschluss zu machen. Versuch es doch mal mit Selbstsuggession. Tuh beispielsweise einfach mal so, als ob es dir gefällt. Dein Unterbewusstsein weiss nicht das Du nur so tuhst und es wird dann leichter fallen die Zeit durch zu stehen. Denk mal an die Zeit die Du schon hinter Dir hast! Such Dir Dinge, die Dir Spass machen an Deiner Arbeit und bausche diese auf. Dann wirst Du sehen es wird besser. Sag Dir, wenn Du die Ausbildung rum hast, dann findest Du mit Deinem Abschluss einen tollen Job der Spass macht. Hört sich einfach an aber es wirkt.
Liebe Grüße
angi

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25. April 2007 um 13:21

Hallöle
Erstmal vielen Dank für eure Antworten

Ich wurde ja quasi in diesen Beruf rein geschoben. Ich hab mich in meinem Anfangsposting auch ziemlich undeutlich ausgedrückt. Sorry, dafür. Als für mich fest stand, dass ich meinen gelernten Beruf an den Nagel hängen musste, dass ich entweder Pferdewirtin oder Fotografin machen wollte. Nur dies wurde von meinem Berufshelfer von der Bgw abgelehnt.

Wie solls weitergehen, wenn ich bleibe? Kündigen? Was ist wenn ich dann alles bereue? Krieg schon die Panik wenn ich daran denke! Wie man es macht, macht man es eh verkehrt!
Nun bin ich also seit August berufstätig in einer Anwaltskanzlei, aber ich merke halt mehr und mehr, das ich dort weg muss. Leider habe ich das Problem. Ich werde immer mehr unzufriedener mit meinem Alltag.

Einfach die Umschulung kündigen und schauen was passiert will ich natürlich auch nicht, aber so kann es nicht weitergehen, es muss was passieren. Natürlich sollte man mit Bedacht vorgehen und nichts überstürzen sich die Probleme wegzulügen bringt aber auch nichts!

Meine Ausbildung zur Friseurin(und die 2 Jahre als Gesellin) war einfach super, weil ich dort das machen und lernen konnte, was mir einfach Spaß macht und liegt!
Meine Gedanken kreisen immer wieder um Fragen wie "Super, in ca. 2 Jahren biste dann Rechtsanwaltsfachangestellte oder wie?" Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Jeden Morgen fahre ich mit Gedanken wie "Noch über 2 Jahre...." zur Arbeit.

Ich denke mir gerade: Warum soll ich jetzt noch über 2 Jahre etwas machen, was mir quasi "nichts" bringt...Ohje Fragen über Fragen..
Ich fühle mich als totale Versagerin. Ich habe mittlerweile mit meinen Freunden und Familie geredet. Ziemlich gespaltene Meinungen.

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25. April 2007 um 18:36
In Antwort auf masala_12965338

Hallöle
Erstmal vielen Dank für eure Antworten

Ich wurde ja quasi in diesen Beruf rein geschoben. Ich hab mich in meinem Anfangsposting auch ziemlich undeutlich ausgedrückt. Sorry, dafür. Als für mich fest stand, dass ich meinen gelernten Beruf an den Nagel hängen musste, dass ich entweder Pferdewirtin oder Fotografin machen wollte. Nur dies wurde von meinem Berufshelfer von der Bgw abgelehnt.

Wie solls weitergehen, wenn ich bleibe? Kündigen? Was ist wenn ich dann alles bereue? Krieg schon die Panik wenn ich daran denke! Wie man es macht, macht man es eh verkehrt!
Nun bin ich also seit August berufstätig in einer Anwaltskanzlei, aber ich merke halt mehr und mehr, das ich dort weg muss. Leider habe ich das Problem. Ich werde immer mehr unzufriedener mit meinem Alltag.

Einfach die Umschulung kündigen und schauen was passiert will ich natürlich auch nicht, aber so kann es nicht weitergehen, es muss was passieren. Natürlich sollte man mit Bedacht vorgehen und nichts überstürzen sich die Probleme wegzulügen bringt aber auch nichts!

Meine Ausbildung zur Friseurin(und die 2 Jahre als Gesellin) war einfach super, weil ich dort das machen und lernen konnte, was mir einfach Spaß macht und liegt!
Meine Gedanken kreisen immer wieder um Fragen wie "Super, in ca. 2 Jahren biste dann Rechtsanwaltsfachangestellte oder wie?" Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Jeden Morgen fahre ich mit Gedanken wie "Noch über 2 Jahre...." zur Arbeit.

Ich denke mir gerade: Warum soll ich jetzt noch über 2 Jahre etwas machen, was mir quasi "nichts" bringt...Ohje Fragen über Fragen..
Ich fühle mich als totale Versagerin. Ich habe mittlerweile mit meinen Freunden und Familie geredet. Ziemlich gespaltene Meinungen.

Neues
Hallo du, ich kann echt nachvollziehen wie es dir geht. Ich bin zwar in einer ganz anderen Situation wie du, gehe aber oft auch mit Schrecken zur Arbeit, weil mit die Arbeitszeiten einfach viiiiel zu lang sind und ich völlig überfordert bin mit allem. Meine Lösung wird dir nicht viel bringen, ich plane nämlich nächstes Jahr ein Kind mit meinem Freund - von daher erübrigt sich damit mein Problem.
Aber dir würde ich raten dir einfach was Neues zu suchen. Du könntest entweder in deinem alten Beruf arbeiten oder dir ne neue Ausbildung suchen. Vielleicht hast du ja auch Lust weiterzukommen und zu studieren! Mit deiner Ausbildung und etwas Berufserfahrung kannst du vielleicht sogar ohne Abi studieren (ähnliches Fach wie Ausbildung) oder aber du arbeitest teilzeit in deinem alten Beruf und den Rest von Tag machst du denn Fernkurs Abitur/eine Abendschule. Dann müsstest du aber auch wieder viel lernen! Wenn du schon seit August 2006 unglücklich in der jetzigen Ausbildung bist, dann wird das auch nichts mehr, glaub ich. Man braucht zwar eine Eingewöhnungszeit...aber das ist ja schon bald ein Jahr! Naja, dir stehen doch noch ein paar Möglichkeiten offen! Entweder du machst deinen alten Beruf weiter, oder du suchst dir ne neue Ausbildungsstelle oder du jobbst und machst Schule weiter.
Kopf hoch, das wird schon. Es geht IMMER irgendwie weiter. Schau nur zu, dass du nicht aufhörst, bevor du was Neues hast.

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28. Juli 2008 um 18:44

Ich..
..mache dieses jahr eine Ausbildung als ReFa.. ist der Schulstoff da wirklich so anspruchsvoll? Wenn ich das alls so lesen krieg ich totale angst davor mit der ausbildung anzufangen ...

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2. Juni 2009 um 9:15

.
Huhu,

das Thema ist ja schon ein bisschen was älter, aber ich stecke grad in genau der gleichen Situation.
Ich mache seit Februar eine Umschulung zur Groß- und Außenhandelskauffrau, mache in der Firma aber schon seit Mai letzten Jahres Praktikum.
Das Problem ist jetzt, dass ich schon seit längerem merke, dass der Job nichts für mich ist. Ich habe wenig Bezug zu Geld, ich will nichts verkaufen, etc.
Ich fühle mich nur verarscht vom Chef, die Firma läuft nur mit Azubis und was ich an Verantwortung tragen muss im 1. Lehrjahr ist schon nicht mehr feierlich.
Dummerweise habe ich die Probezeit (die offizielle) verstreichen lassen und jetzt kann ich sogar noch nicht mal mehr kündigen ohne Angabe von Gründen.
Ausserdem kommt ja dann die Sperre vom A-Amt dazu und wer trägt dann meine laufenden Kosten? Alles ziemlich blöd, da ist man eingesperrt in einem Job und kommt nicht raus...

Hat schon jemand die Erfahrung gemacht mit Kündigung und folgende Sperre beim A-Amt?

LG,
Meera

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