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Ungerechtigkeiten

2. Mai 2014 um 8:34

Hallo,
ich arbeite in einem jungen Unternehmen und fühle mich dort insgesamt sehr wohl.
Allerdings gibt es Probleme mit zwei Kollegen, was zunehmend auf die Motivation und das Betriebsklima Auswirkungen hat.
Ein Kollege hat aufgrund psychischer Probleme Konzentrationsschwierigkeiten, kommt früh nicht aus dem Bett und macht seine Arbeit nicht gründlich. Er ist auch sehr häufig krank geschrieben, kommt ungepflegt und völlig neben sich stehend auf Arbeit. Er ist schon seit fast 3 Jahren bei uns angestellt und es wird immer schlimmer. Geht mich normalerweise nichts an, ist ja Sache der Geschäftsführung ob sie ihn weiter beschäftigen oder nicht. Und rein privat mag ich diesen Kollegen auch sehr gern. Allerdings werden meine andere Kollegin und ich in letzter Zeit vermehrt dazu angehalten seine Arbeit nochmal zu kontrollieren, seine Aufgaben mit zu übernehmen und ihm quasi wie eine "Mutti" zu sagen, was er zu tun hat. Dazu muss man sagen, dass er auch noch mehr Geld als wir bekommt und uns stößt dieser Zustand langsam sehr sauer auf. Wir wissen, was er für eine Erkrankung hat und bis zu einem gewissen Grad hab ich da auch vollstes Verständnis. Allerdings äußerte er vor ein paar Tagen, dass er sich gelegentlich auch mal darauf ausruht. Und ich bin jetzt an der Grenze der Akzeptanz angelangt.

Das zweite Problem betrifft eine unserer beiden Sekretärinnen. Gelegentlich arbeite ich im Sekretariat mit bzw. übernehme die Urlaubsvertretung für eine von beiden. Auch sie mag ich privat sehr gern, man könnte fast sagen, wir sind befreundet. In letzter Zeit fällt mir auf, dass sie ihre Arbeit nur noch halbherzig tut, schwerwiegende Fehler macht, allerdings dafür vom Geschäftsführer nicht belangt wird. Er weist dann uns an, ihre Fehler wieder auszubügeln bzw. überträgt uns neuerdings sogar große Teile ihrer Aufgaben. Durch einen dummen Zufall habe ich Emailverkehr zwischen ihr und dem Geschäftsführer gesehen. Eindeutige Emails. Ok, die beiden haben eine Affäre, rein privat geht mich das nichts an, auch wenn ich als ihre Freundin schon ein wenig enttäuscht von ihr bin. Rein arbeitstechnisch gesehen habe ich den Eindruck, dass sie dadurch aber Vorteile genießt, während die Belastung für die anderen immer größer wird.

Demnächst stehen wieder Mitarbeitergespräche mit dem 2. Geschäftsführer, welcher für das Personal zuständig ist, an. Ich bin da jetzt in einer ziemlich großen Zwickmühle. Einerseits möchte ich niemanden in die Pfanne hauen, andererseits bin ich der Meinung, dass es so nicht weiter geht. Hat jemand eine Idee, wie man möglichst diplomatisch diese ungerechte Behandlung ansprechen könnte, ohne dass das jemand in den falschen Hals bekommt?

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2. Mai 2014 um 8:49

Ergänzung
Ich muss noch ergänzen, dass wir natürlich schon mit dem betreffenden Kollegen selbst mehrfach gesprochen haben. Er sieht es ein, ändert aber nichts bzw. kann aufgrund seiner Erkrankung häufig auch nicht anders.

Mit der Sekretärin selbst möchte ich zu dem Thema kein Gespräch führen. Sie hat mir vor ein paar Wochen gesagt, dass der Chef sie anbaggert und dass sie da auf keinen Fall mehr möchte. Und ich hab ihr sogar noch Tips gegeben, wie sie sich gegen Anzüglichkeiten wehren kann.
Dass sie nun doch etwas mit ihm hat, ist zwar ihre Sache, aber ich fühle mich da doch ein wenig veräppelt.

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2. Mai 2014 um 10:21

Das gibt es leider häufig
ich empfinde es auch als ungerecht - aber was ist schon gerecht? Du wirst mit Sicherheit keine Vorteile davon haben, wenn Du andere in die Pfanne haust (auch wenn es zutreffend ist). Ich würde an Deiner Stelle eher an der anderen Schraube drehen. Also: beim Gespräch darauf hinarbeiten, dass mehr für DICH rausspringt. "Ich übernehme ZUSÄTZLICH zu meiner Arbeit auch Teile von Herrn XY und Frau YZ. Für diese Qualifikationen könntest Du eine Gehaltserhöhung herausschlagen. Oder aber DEINE Arbeit nicht mehr schaffen, dass man gezwungen ist, die beiden anderen wieder ans Arbeiten zu bekommen. Mehr als 100% könnt Ihr anderen ja auch nicht leisten. Bzw. wenn ihr es tut, schneidet Ihr Euch ins eigene Fleisch.
Was die private Schien anbelangt, da würde ich zumindest auf "Habacht" Stellung gehen. DDAS ist keine Freundschaft. Ich wäre mir jedenfalls nicht sicher, ob ich dieser "Freundin" wirklich geheime Dinge oder gar Dinge, die die Firma betreffen, anvertrauen würde. Nein, ich bin mir sicher, ich würde es nicht, daher wäre es für mich keine Freundschaft.

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2. Mai 2014 um 10:39

Danke
...für deine Antwort. Es liegt mir auch absolut fern jemanden in die Pfanne zu hauen. Wir sind sonst ein gutes Team und ich finde es einfach nur ganz furchtbar schade, dass da jetzt solche Probleme auftreten.
Ich find das ist eine gute Idee das Gespräch mehr in die Richtung zu bringen, die du da nennst. Werd mir da gleich mal paar Notizen machen

Ja und was die Freundschaft angeht, da muss ich erstmal drüber nachdenken. Das ganze hat erstmal gesessen.

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4. Mai 2014 um 12:01

....
Ich sehe das auch so wie flyingkat. Es gibt oft Ungerechtigkeiten im Berufsleben. Wenn du etwas ansprichst, würde ich mich einzig auf deine Arbeit und auf dich beziehen und mit dieser sogenannten Freundin lieber nur noch ein distanzierteres Verhältnis pflegen. Entweder fand sie es damals besonders clever, so zu tun, als wäre ihr das Baggern des Chefs unangenehm (....ist der Chef verheiratet?), oder sie schämt sich jetzt dir gegenüber, weil sie nicht auf deine Ratschläge gehört hat.
Mach dir keine Gedanken darüber.

Auch ich habe schon 2 x im Berufsleben eine Affäre mitbekommen. Dazu sagt man lieber nichts. Sonst bricht man sich das Genick.
,
In meiner Nähe arbeitet auch ein Kollege, der ständig bemuttert wird. Er stellt sich dumm an....meiner Einschätzung nach, damit ihm die Arbeit wieder abgenommen wird. Bisher hat das auch hervorragend funktioniert. Zusätzlich verkündet er noch laut in diversen Büros, dass er mit möglichst wenig Arbeit zu möglichst viel Geld kommen will.
Bisher läuft es ganz gut für ihn. Sein letzter Gruppenleiter hat, bevor er die Abteilung verließ, ihn befördert. Mein Chef hat das genehmigt, und jetzt stöhnt er, weil er den Mann nicht los wird.

Wenn ich das sehe, könnte ich theoretisch täglich Kopfschmerzen bekommen, aber ich konzentriere mich so gut wie es geht auf mich.

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5. Mai 2014 um 13:32
In Antwort auf vena_11880019

....
Ich sehe das auch so wie flyingkat. Es gibt oft Ungerechtigkeiten im Berufsleben. Wenn du etwas ansprichst, würde ich mich einzig auf deine Arbeit und auf dich beziehen und mit dieser sogenannten Freundin lieber nur noch ein distanzierteres Verhältnis pflegen. Entweder fand sie es damals besonders clever, so zu tun, als wäre ihr das Baggern des Chefs unangenehm (....ist der Chef verheiratet?), oder sie schämt sich jetzt dir gegenüber, weil sie nicht auf deine Ratschläge gehört hat.
Mach dir keine Gedanken darüber.

Auch ich habe schon 2 x im Berufsleben eine Affäre mitbekommen. Dazu sagt man lieber nichts. Sonst bricht man sich das Genick.
,
In meiner Nähe arbeitet auch ein Kollege, der ständig bemuttert wird. Er stellt sich dumm an....meiner Einschätzung nach, damit ihm die Arbeit wieder abgenommen wird. Bisher hat das auch hervorragend funktioniert. Zusätzlich verkündet er noch laut in diversen Büros, dass er mit möglichst wenig Arbeit zu möglichst viel Geld kommen will.
Bisher läuft es ganz gut für ihn. Sein letzter Gruppenleiter hat, bevor er die Abteilung verließ, ihn befördert. Mein Chef hat das genehmigt, und jetzt stöhnt er, weil er den Mann nicht los wird.

Wenn ich das sehe, könnte ich theoretisch täglich Kopfschmerzen bekommen, aber ich konzentriere mich so gut wie es geht auf mich.

Bei uns gibt es einen Spruch:
"Dummheit schafft Freizeit" und der trifft oftmals sehr gut zu.
Oder wie heisst es richtig
1. "Lass mir arbeiten"
2. "Lass mich arbeiten"
richtig ist: "Lass and're arbeiten"
Hihihihi

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5. Mai 2014 um 20:10
In Antwort auf flyingkat

Bei uns gibt es einen Spruch:
"Dummheit schafft Freizeit" und der trifft oftmals sehr gut zu.
Oder wie heisst es richtig
1. "Lass mir arbeiten"
2. "Lass mich arbeiten"
richtig ist: "Lass and're arbeiten"
Hihihihi

@gesendet am 5/05/14 um 13:32
Du hast Recht mit diesen Sprüchen.
"Dummheit schafft Freizeit" - den Spruch muss ich mal einer Kollegin erzählen, die diesen Typen auch so widerlich findet. Dann haben wir wenigstens etwas zu lachen.

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