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Unglücklich im job

4. Juli 2011 um 21:46

Hallo zusammen,

ich bin sehr unglücklich in meinem Job und es wird in letzter Zeit deutlich schlimmer. Ich bin Softwareentwicklerin, hab eine Ausbildung zur Fachinformatikerin und ein Studium Wirtschaftsinformatik absolviert. Ich hatte mich für diesen Weg entschieden, da ich damals als 15-Jährige nicht wusste, was ich lernen sollte, was mir Spaß machen würde, außer PCs, damals habe ich viel mit dem PC gemacht. So ging es dann weiter. Nach der Ausbildung dann halt das passende Studium, denn damit konnte man ja ganz gut Geld verdienen. Aber eigentlich hätte ich damals schon die Reißleine ziehen müssen. Nun arbeite ich seit fast zwei Jahren in meinem Job. Ich habe mich im Laufe der Zeit verändert, ich habe andere Interessen entwickelt, ich hasse es mittlerweile, den ganzen Tag am PC zu sitzen und meine Software anzustarren. Ich komm nicht mehr mit den Kollegen klar, die sich den ganzen Tag über Computer unterhalten und dann auch noch in ihrer Freizeit ununterbrochen davor sitzen. Versteht das nicht falsch, ich versteh mich nach außen hin gut mit denen, aber sie sind alle so anders als ich. Sie sind halt Informatiker mit Leib und Seele und dabei merke ich immer umso deutlicher, dass ich das nicht bin und auch nicht sein möchte. Hinzu kommt, dass mein Arbeitgeber eine Katastrophe ist. Ich muss hier zb unbezahlte Dienste machen. 3-4 Mal im Monat, entweder nach Feierabend (17:30) bis 24 Uhr oder am Wochenende von entweder 9-17 Uhr oder 17-24 Uhr. Da sitze ich dann zu Hause und wenn was passiert werde ich halt benachrichtigt und muss das Problem beheben. Unbezahlt und es gibt auch keine Überstunden dafür. Es gibt hier an sich keine Überstunden. Feste Arbeitszeiten... wenn man mal zum Geburtstag eingeladen ist oder seine Nichte aus dem Kindergarten abholen will, muss man sich einen halben Tag Urlaub nehmen, und davon hat man hier nur 24.
Gerade sonntags gehts mir immer besonders schlecht. Gestern Abend hab ich nur noch geweint. Ich weiß einfach nicht, wie es weitergeht. Ich will nicht weiter als IT-Fachkraft arbeiten, weil ich das einfach nicht bin. Ich bin hier bei der Arbeit in meinem Job einfach nicht ich. Ich weiß aber auch nicht, was ich sonst machen soll. Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass ich gerne mit Menschen arbeite, ich liebe Kinder über alles. Ich gebe gerne Mathenachhilfe, helfe bei Hausaufgaben. Aber werde ich glücklich, wenn ich jetzt zB eine mehrjährige Ausbildung zur Erzieherin mache? Wie finde ich heraus, welcher Job wirklich MEIN Job ist, in dem ich glückliche werde, bei dem ich mit Freude zur Arbeit gehe... mir fällt es mittlerweile sehr schwer zur Arbeit zu gehen. Außerdem bin ich so unglücklich, dass ich verlernt habe, mich zu freuen. Normalerweise habe ich mich immer mit Bauchkribbeln auf zB Familiengeburtstage gefreut oder irgendwelche anderen Veranstaltungen. Dieses Gefühl kenn ich gar nicht mehr... ich lache weniger, weine mehr, bin lustlos, frustriert und denke mir jeden Tag von morgens bis abends, wie es wohl weitergehen soll. Ich bin nun 24 Jahre alt und bin auch in dem Alter, in dem ich ans Kinder kriegen denke. Bin auch seit Jahren in einer festen Beziehung. Eine Zeit lang dachte ich, dass es vielleicht eine Möglichkeit wäre, erstmal in die Familienplanung zu gehen und danach beruflich neu anzufangen, aber ich will doch zufrieden sein, wenn es soweit ist...
Ich weiß einfach nicht weiter...

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8. Juli 2011 um 23:00

Hallo du Arme!!
... und das mein ich ernst! Ich kenne das! Mir ging es genau gleich, nur dass ich eine Ausbildung als Zahnarztassistentin begonnen hab und das nur 3 Monaten. Aber ich bin vom ersten Tag an mit Widerwillen hingegangen, meinem Onkel zuliebe da er Zahnarzt ist. Rausgekommen ist, dass ich von der ersten Woche an heulte und psychisch am Ende war! Am Mittwoch habe ich gekündigt und bleibe noch ein Monat und suche mir was anderes!! Wenn es dich so fertig macht, lass es. Es gibt so viele Berufe und sonst mache Saisonjobs. Ich arbeite im Winter jetzt in einem Skikindergarten, verdiene zwar nicht Bombe aber ich bin mit Freude dabei und das ist das was zählt. Wenn es dir im Beruf schlecht geht, überträgt sich das auch auf dein privat Leben und dass darf nicht passieren! Sei stark

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11. Juli 2011 um 11:27
In Antwort auf lilalavendel3

Hallo du Arme!!
... und das mein ich ernst! Ich kenne das! Mir ging es genau gleich, nur dass ich eine Ausbildung als Zahnarztassistentin begonnen hab und das nur 3 Monaten. Aber ich bin vom ersten Tag an mit Widerwillen hingegangen, meinem Onkel zuliebe da er Zahnarzt ist. Rausgekommen ist, dass ich von der ersten Woche an heulte und psychisch am Ende war! Am Mittwoch habe ich gekündigt und bleibe noch ein Monat und suche mir was anderes!! Wenn es dich so fertig macht, lass es. Es gibt so viele Berufe und sonst mache Saisonjobs. Ich arbeite im Winter jetzt in einem Skikindergarten, verdiene zwar nicht Bombe aber ich bin mit Freude dabei und das ist das was zählt. Wenn es dir im Beruf schlecht geht, überträgt sich das auch auf dein privat Leben und dass darf nicht passieren! Sei stark

Danke...
...für dein Verständnis. Mein Zustand hat sich mittlerweile noch mal verschlechtert. Ich hatte heut Morgen auch einen Arzttermin. Hab den aber kurzfristig wieder abgesagt, weil ich Angst hatte, mit meinen Problemen dorthin zu gehen. Ich hab halt Angst, dass ich übertreibe oder mich zu sehr reinsteiger und ich eigentlich falsch beim Arzt bin. Der kann mir ja eigentlich auch nicht helfen, außer mir zu sagen, dass ich mir einen neuen Job suchen sollte...
Allerdings hab ich das Gefühl, mittlerweile an einer leichten Depression zu leiden. Deswegen hab ich vorhin auch wieder einen neuen Termin gemacht. Dieses Mal möchte ich wirklich hingehen. Du hast ja auch geschrieben, dass es sich auf mein Privatleben überträgt. Ja, das ist schon passiert...
Hätte ich den Mut dazu, hätte ich schon längst gekündigt. Allerdings trau ich mich das nicht, solange ich nicht irgendwas anderes in Sicht habe...

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11. Juli 2011 um 15:17

Hallo fittich ...
Also, ich kenne diese Situation - ich bin zwar im steuerbereich und nicht in der IT - aber ich glaube wenn man im falschen Job gelandet ist macht das keinen Unterschied.

Ich fühle mich die meiste Zeit auch sehr bedrückt und wünsche mir irgend etwas soziales zu machen. Leider sind diese tollen Jobs meist kaum bezahlt und viele Stellen gibt es dort auch nicht.

Bist Du denn mal zu einem Berufsberater beim Arbeitsamt gegangen? Dafür gibt es die ja eigtl ...

LG Zoey

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