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Unglücklich im neuen Job

2. Oktober um 20:42 Letzte Antwort: 12. Oktober um 19:07

Ich habe vor 6 Wochen einen neuen Job bekommen, doch leider macht er mich nicht glücklich. Ich arbeite als Erzieherin und beginne mal von vorne.

Ich bin bei einem großen Träger in meiner Stadt angestellt, dem viele Kindergärten gehören. Ich habe letztes Jahr dort zu arbeiten begonnen und wurde in einem Kindergarten in einem ziemlichen Brennpunkt Viertel für 1 Jahr eingeteilt. Anfangs wollte ich dort überhaupt nicht beginnen, aber es hat mir dann doch gut gefallen - ich hatte super liebe Kolleginnen (Assistentinen), mit denen es super harmoniert hat. Auch liebe, andere Kolleginnen. In meiner Gruppe gab es noch eine andere Erzieherin, mit der ich aber nicht viel zu tun hatte. Die Kinder meiner Gruppe waren auch großteils sehr liebe Kinder, aber es war auch sehr schwierig, da kaum ein Kind Deutsch verstand.
Es waren auch sehr schwierige Eltern und ein schwieriges Umfeld.  Nach einer Zeit dort, hat meine zweite Erzieherin gekündigt und es wurde kein Ersatz gefunden. Somit war ich plötzlich alleine als Erzieherin in der Gruppe und auch für alles alleine verantwortlich - Elterngespräche, Raumgestaltung, Angebotsplanung, Regeln. 
Das hat mir richtig gut gefallen und ich habe es sehr genossen, alles so einrichten zu können, wie es mir gefällt. Auch habe ich alle Regeln, Angebote etc. gemacht, wie ich wollte und habe plötzlich nur mehr vormittags gearbeitet. Es hat mir sehr gut gefallen, ich bin jeden einzelnen Tag gerne arbeiten gegangen. Ich habe einige Sachen verändert und viel Lob dafür bekommen.
Im Sommer brach das Team in diesem Kiga jedoch komplett zusammen, fast alle Erzieherinnen und Assistentinnen wechselten den Kindergarten.

Nun auch ich habe ein Angebot zum Wechseln erhalten. Ebenfalls ein Kindergarten von diesem Träger, ich kannte den Kindergarten und das Personal noch von einem früheren Praktikum. Das Milieu der Eltern und Kinder ist ein ganz anderes, nicht vergleichbar. Da der Kindergarten mir positiv in Erinnerung war, sagte ich zu. Natürlich nicht ohne vorher die zweite Erzieherin und Assistentin der Gruppe kennenzulernen, die mri beide sympathisch waren.
Nun, mittlerweile arbeite ich 6 Wochen dort. Und komme irgendwie nicht richtig hinein in den Job. Meine Kolleginnen (1 Assistentin, 1 Pädagogin) sind sehr lieb, arbeiten aber schon jahrelang zusammen und sind deshalb perfekt aufeinander abgestimmt. Das macht es mir schwer, neues einzubringen, ganz nach dem Motto "Ach, das war schon immer so" werden meine Vorschläge oft nicht gehört. Für mich ist es ganz schwer so plötzlich nicht mehr alles entscheiden zu können und auch noch so wenig einbringen zu können, da ja alles schon so lange so läuft..
Angebote, die nur vormittags stattfinden, kann ich natürlich frei nach Wunsch planen, aber überall sonst, habe ich das Gefühl, nicht viel beitragen zu können. 
Vieles ist so festgefahren. Dazu kommt, dass ich nur alle 4(!) Wochen vormittags arbeite. Somit kann ich kaum etwas mitbestimmen im Kindergartenalltag. Die Regeln herrschen seit Jahren so, auch wenn manche nicht sinnvoll sind. Ich werde als Anfänger und Nesthäkchen behandet, obwohl ich schon eine Gruppe alleine geführt hab. Jetzt von dieser 100%igen Verantwortung, bin ich plötzlich zu keiner Verantwortung mehr gewechselt und ich tue mir irrsinnig schwer damit. Ich hatte nicht damit gerechnet, quasi gar keine Verantwortung mehr zu tragen.
Die Eltern kennen mich noch nicht gut, deshalb bin ich noch nicht wirklich die Ansprechperson für sie, sondern fast ausschließlich meine Kolleginnen. Ich weiß das benötigt Zeit, aber es ist momentan einfach irgendwie schwer und ich fühle mich so gar nicht willkommen oder wohl.Zudem kommt dazu, dass es massive Verstimmungen im Team untereinander, zwischen den einzelnen Gruppen gibt - der eine kann nicht mit dem anderen udn seit Tag 1 höre ich schon von meinen direkten Kolleginnen, wie schrecklich diese und diese und diese Kollegin sind. Das finde ich wirklich anstrengend und versuche mixh herauszuhalten, aber irgendwie geht es nicht ganz. Ich habe mir gedacht, ich muss dem ganzen einfach ein paar Wochen mehr Zeit geben, aber momentan bin ich jeden Arbeitstag so unglücklich, obwohl dieser Kindergarten doch früher so toll war..  Ich will nicht voreiligdas Handtuch werfen, aber weiß auch nciht, wie ich weiter verfahren soll.

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3. Oktober um 11:55

Nein, einen anderen Job möchte ich keinesfalls machen. Ich liebe meinen Job an sich, ich liebe es Erzieherin zu sein und die Kinder zu betreuen  

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3. Oktober um 17:39
In Antwort auf serena902010

Ich habe vor 6 Wochen einen neuen Job bekommen, doch leider macht er mich nicht glücklich. Ich arbeite als Erzieherin und beginne mal von vorne.

Ich bin bei einem großen Träger in meiner Stadt angestellt, dem viele Kindergärten gehören. Ich habe letztes Jahr dort zu arbeiten begonnen und wurde in einem Kindergarten in einem ziemlichen Brennpunkt Viertel für 1 Jahr eingeteilt. Anfangs wollte ich dort überhaupt nicht beginnen, aber es hat mir dann doch gut gefallen - ich hatte super liebe Kolleginnen (Assistentinen), mit denen es super harmoniert hat. Auch liebe, andere Kolleginnen. In meiner Gruppe gab es noch eine andere Erzieherin, mit der ich aber nicht viel zu tun hatte. Die Kinder meiner Gruppe waren auch großteils sehr liebe Kinder, aber es war auch sehr schwierig, da kaum ein Kind Deutsch verstand.
Es waren auch sehr schwierige Eltern und ein schwieriges Umfeld.  Nach einer Zeit dort, hat meine zweite Erzieherin gekündigt und es wurde kein Ersatz gefunden. Somit war ich plötzlich alleine als Erzieherin in der Gruppe und auch für alles alleine verantwortlich - Elterngespräche, Raumgestaltung, Angebotsplanung, Regeln. 
Das hat mir richtig gut gefallen und ich habe es sehr genossen, alles so einrichten zu können, wie es mir gefällt. Auch habe ich alle Regeln, Angebote etc. gemacht, wie ich wollte und habe plötzlich nur mehr vormittags gearbeitet. Es hat mir sehr gut gefallen, ich bin jeden einzelnen Tag gerne arbeiten gegangen. Ich habe einige Sachen verändert und viel Lob dafür bekommen.
Im Sommer brach das Team in diesem Kiga jedoch komplett zusammen, fast alle Erzieherinnen und Assistentinnen wechselten den Kindergarten.

Nun auch ich habe ein Angebot zum Wechseln erhalten. Ebenfalls ein Kindergarten von diesem Träger, ich kannte den Kindergarten und das Personal noch von einem früheren Praktikum. Das Milieu der Eltern und Kinder ist ein ganz anderes, nicht vergleichbar. Da der Kindergarten mir positiv in Erinnerung war, sagte ich zu. Natürlich nicht ohne vorher die zweite Erzieherin und Assistentin der Gruppe kennenzulernen, die mri beide sympathisch waren.
Nun, mittlerweile arbeite ich 6 Wochen dort. Und komme irgendwie nicht richtig hinein in den Job. Meine Kolleginnen (1 Assistentin, 1 Pädagogin) sind sehr lieb, arbeiten aber schon jahrelang zusammen und sind deshalb perfekt aufeinander abgestimmt. Das macht es mir schwer, neues einzubringen, ganz nach dem Motto "Ach, das war schon immer so" werden meine Vorschläge oft nicht gehört. Für mich ist es ganz schwer so plötzlich nicht mehr alles entscheiden zu können und auch noch so wenig einbringen zu können, da ja alles schon so lange so läuft..
Angebote, die nur vormittags stattfinden, kann ich natürlich frei nach Wunsch planen, aber überall sonst, habe ich das Gefühl, nicht viel beitragen zu können. 
Vieles ist so festgefahren. Dazu kommt, dass ich nur alle 4(!) Wochen vormittags arbeite. Somit kann ich kaum etwas mitbestimmen im Kindergartenalltag. Die Regeln herrschen seit Jahren so, auch wenn manche nicht sinnvoll sind. Ich werde als Anfänger und Nesthäkchen behandet, obwohl ich schon eine Gruppe alleine geführt hab. Jetzt von dieser 100%igen Verantwortung, bin ich plötzlich zu keiner Verantwortung mehr gewechselt und ich tue mir irrsinnig schwer damit. Ich hatte nicht damit gerechnet, quasi gar keine Verantwortung mehr zu tragen.
Die Eltern kennen mich noch nicht gut, deshalb bin ich noch nicht wirklich die Ansprechperson für sie, sondern fast ausschließlich meine Kolleginnen. Ich weiß das benötigt Zeit, aber es ist momentan einfach irgendwie schwer und ich fühle mich so gar nicht willkommen oder wohl.Zudem kommt dazu, dass es massive Verstimmungen im Team untereinander, zwischen den einzelnen Gruppen gibt - der eine kann nicht mit dem anderen udn seit Tag 1 höre ich schon von meinen direkten Kolleginnen, wie schrecklich diese und diese und diese Kollegin sind. Das finde ich wirklich anstrengend und versuche mixh herauszuhalten, aber irgendwie geht es nicht ganz. Ich habe mir gedacht, ich muss dem ganzen einfach ein paar Wochen mehr Zeit geben, aber momentan bin ich jeden Arbeitstag so unglücklich, obwohl dieser Kindergarten doch früher so toll war..  Ich will nicht voreiligdas Handtuch werfen, aber weiß auch nciht, wie ich weiter verfahren soll.

Du wirst es nicht ändern können. Dort herrschen andere Regeln. Dort bist du Hilfe. Den Ton geben andere an. Schau, dass du an eine andere Stelle kommst. 

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6. Oktober um 9:24

Vielleicht könntest du deinen Kollegen diese Gefühle kommunizieren. Wenn sich nach einer Weile noch immmer nichts ändert und du dich im Allgemeinen unwohl fühlst, kannst du dich ja nach einem neuen Platz umsehen

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7. Oktober um 15:50

Du bist unglücklich, dann ist es nichts. Als Erzieherin solltest du ja auch realtiv einfach einen anderen Arbeitsplatz finden.

Wie wäre es, wenn du das einfach mal bei der Leitung ansprichst?
Einfach sagst, dass du vorher eben vollverantwortlich gearbeitet hast und das jetzt so für dich nicht passt? Vielleicht findet sich da eine Lösung.
Ggf würde ich halt auch durchblitzen lassen, dass du sonst leider einen anderne Job suchen wirst, weil das so für dich keine Zukunft hat.

Wenn du länger dort bist, wirst du vielleicht von den Eltern bewusster wahrgenommen, es kommen ja auch immer neue Kinder dazu. Aber dein Problem löst sich dann ja nicht, dass du so einfach nicht gerne arbeitest.

LG

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12. Oktober um 19:07

Danke, jetzt steht als erstes Mal ein Gespräch mit meiner Kollegin an - darüber, dass ich gerne mehr Verantwortung hätte und ich werde ihr mehrere Optionen anbieten. Das ist einmal das wichtigste für mich. Die anderen Dinge werde ich nach und nach ansprechen. Sollte sich bis Weihnachten nichts ändern und ich noch immer so ungerne arbeiten gehen, werde ich mit der Leitung sprechen und mich ggf. nach etwas neuem umsehen. Leider kann man sich unter dem Jahr nicht so leicht in einen anderen Kiga versetzen lassen bei meinem Träger, ich müsste also den Träger wechseln.

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