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unglücklich im neuen Job

19. August 2018 um 23:19

Hallo ihr Lieben,


der Text ist leider lang geworden, sorry! Ich brauche dringend mal einen Rat. Vor drei Monaten habe ich meinen ersten richtigen Job nach dem Studium begonnen. Dafür bin ich von Leipzig nach Berlin gezogen (was mir nicht viel ausgemacht hat, da viele Freunde aus Leipzig weggezogen sind und ich dort ohnehin auch weg wollte).
Ich habe Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration studiert und in diesem Gebiet sind gute Jobs leider sehr rar gesät.
Eigentlich war ich von diesem neuen Job erst ziemlich angetan, das Vorstellungsgespräch wirkte seriös und die Kollegen nett und engagiert. Ich hatte sogar eine weitere Zusage von einer anderen Agentur – hab diese aber (leider!) zugunsten des Jobs in Berlin sausen lassen.

Nun haben sich in den drei Monaten einige Probleme aufgetan, bei denen ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Die Kollegen sind leider doch nicht so nett wie sie im Vorstellungsgespräch schienen – besonders von einer muss ich mir ständige Sticheleien anhören. Leider bin ich eher von der zurückhaltenden Sorte Mensch, so dass ich es auch nicht wirklich schaffe, mich dagegen zu wehren mir wird riesiger Druck gemacht und leider passieren mir vor lauter Stress auch viele Fehler!

Das zweite Problem sind die Arbeitszeiten. Ich habe regelmäßig eine 55-Stunden Woche, manchmal arbeite ich auch am Wochenende und alle Überstunden finden unbezahlt (!!!) statt. Mir wurde zwar im Vorstellungsgespräch gesagt, dass es mal mehr zu tun gibt, aber dafür auch Ruhephasen. Allerdings glaube ich mittlerweile nicht mehr an Letztere. Ich habe mir letzten Freitag einen Termin beim Chef ausgemacht und ihn darauf angesprochen – er meinte aber nur, das sei hier halt normal, da wäre nichts zu machen. Insgesamt ist die Agentur auch total schlecht organisiert und keiner scheint sich für Probleme zuständig zu fühlen.

Arbeitsvertrag? Wurde mir versprochen, hab ich aber nie bekommen, trotz mehrmaliger Nachfrage. In dieser Agentur arbeiten übrigens ca 10 Personen, viele von diesen ohne richtigen Vertrag.

Ich muss sagen, ich fühle mich als Mitarbeiter überhaupt nicht wertgeschätzt und überlege, wieder zu kündigen.
Gerade bin ich dabei, neue Bewerbungen zu schreiben, hab aber totale Angst, wieder an einen solchen miesen Arbeitgeber zu geraten. Die andere Möglichkeit wäre es, mich selbstständig zu machen (ein paar Freelancer-Projekte habe ich nebenbei schon am laufen, reicht aber nicht zum Überleben), aber das ist natürlich auch mit vielen Strapazen verbunden.

Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat einen guten Tipp für mich?
Mittlerweile habe ich so oft gehört, dass die Kreativ-Branche leider sehr ausbeuterisch ist – aber jede Woche viele viele Überstunden machen und das alles unbezahlt, das muss doch anders gehen? Ich bin verzweifelt.

Danke euch schonmal und viele Grüße
Vanessa
 

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20. August 2018 um 10:17

allein die Tatsache, dass du keinen Arbeitsvertrag hast. schau, dass du schleunigst was anderes findest und dort weg kannst. der Vertrag ist quasi deine Versicherung im Job, so hast du absolut nichts in der Hand. du kannst von denen auch sofort entlassen werden...
an einen miesen Chef kann man immer geraten, die Frage ist, wie du damit umgehen kannst. ich war bis letzten Juni 4 Jahre lange in einem Unternehmen, das mich echt an meine Grenzen psychisch gebracht hat, u. a. auch durch meine ehemalige Vorgesetzte. jetzt in einem anderen Unternehmen ist es für mich wesentlich besser. zwar gibts dort auch Kollegen, die mich ab und an an den Rand des Wahnsinns bringen, aber ich habe gemerkt, dass es für mich besser ist, solche Leute zu ignorieren in dem Moment. es sind ja auch nur Menschen und ich arbeite nicht für die
alles Gute!

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20. August 2018 um 12:55
In Antwort auf lalaland

allein die Tatsache, dass du keinen Arbeitsvertrag hast. schau, dass du schleunigst was anderes findest und dort weg kannst. der Vertrag ist quasi deine Versicherung im Job, so hast du absolut nichts in der Hand. du kannst von denen auch sofort entlassen werden...
an einen miesen Chef kann man immer geraten, die Frage ist, wie du damit umgehen kannst. ich war bis letzten Juni 4 Jahre lange in einem Unternehmen, das mich echt an meine Grenzen psychisch gebracht hat, u. a. auch durch meine ehemalige Vorgesetzte. jetzt in einem anderen Unternehmen ist es für mich wesentlich besser. zwar gibts dort auch Kollegen, die mich ab und an an den Rand des Wahnsinns bringen, aber ich habe gemerkt, dass es für mich besser ist, solche Leute zu ignorieren in dem Moment. es sind ja auch nur Menschen und ich arbeite nicht für die
alles Gute!

das stimmt so nicht.

Ob sie den Vertrag jetzt bekommen hat oder nicht - sie hat in jedem Falle einen, im Zweifelsfalle nach den Regeln / Vorgaben des BGB, was Kündigungsfristen, Urlaubstage etc. betrifft!
Man kann Verträge, auch Arbeitsverträge, grundsätzlich auch mündlich schließen und im Zweifelsfalle sogar implizit durch entsprechendes Verhalten ( "konkludentes Handeln" heißt das) - also "nichts in der Hand" ist hier absolut falsch.
Da beispielsweise bei den Kündigungsfristen die BGB - Vorgaben in den Verträgen oft unterboten werden, ist das noch nicht mal unbedingt zum Nachteil des Angestellten, wenn der AG hier schlampt.

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20. August 2018 um 22:17

Danke für eure Antworten! 
Tatsächlich gefällt mir die Arbeit, die ich zur Zeit mache, auch inhaltlich nicht, da ich nur stumpf Dinge abarbeite, die mir vorgegeben werden. Raum für Kreativität ist da nicht soooo viel. (Das klang beim Vorstellungsgespräch eigentlich ganz anders .....) 
Ich suche mir definitiv etwas anders.

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