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Unser Betriebsklima macht mich krank...

20. März 2011 um 19:54

Hallo ihr Lieben,

seid einigen Wochen belastet mich die Situation auf meiner Arbeit.

Ich (22 Jahre) habe im letzten Jahr meine Ausbildung beendet und wurde vor kurzem dort auch unbefristet übernommen. Ich arbeite in einem Büro mit ca. 20 Leuten, aufgeteilt in 4 Abteilungen.

Die Kollegen treffen sich morgens mit ca. 4-5 Leuten in einem Büro und ziehen erstmal durch die Reihe weg über die anderen Kollegen her und ich bin mir sicher, wenn ich nicht anwesend bin auch über mich. Viele kennen sich auch privat, daher ist immer genügend Gesprächsstoff vorhanden.
Teilweise geht mir das zu weit und ich rede dort auch nicht mit.
Spricht mich jemand an habe ich grundsätzlich nichts dazu zu sagen, daher ecke ich wahrschenlich ungewollt an.

Mein Abteilungsleiter entscheidet über mich hinweg, an welchen Fortbildungen ich teilnehmen soll. Das ist etwas dabei, was in ein ganz anderes Berufsbild geht. Es hat viel mit Computern zutun, Servern und Daten die man Sammeln, umwandeln und pflegen muss. Das liegt mir ganz und gar nicht und ich würde mich gern dagegen wehren, da ich ja vor kurzem erst meinen Beruf erlernt habe und genau diesen wollte und kein anderes Berufsbild.
Leider habe ich Angst, dass wenn ich was sage, ich meine unbefristete Stelle gefährde.

Mein Abteilungsleiter ist zudem alles andere als ein toller Chef. Um das Betriebsklima kümmert sich bei uns niemand, im Gegenteil. Es werden Schikanen geschaffen, die keiner bräuchte.

Da ich mich total unwohl fühle, teilweise morgens mit Bauchschmerzen aufwache, schon Hautausschlag hatte und mich total gerädert fühle, weil ich einfach auch nicht abschalten kann, habe ich mich krank gemeldet. Bei meinem Arzt bin ich in Tränen ausgebrochen.
In diesem Jahr war ich bereits auf Grund dieser Belastung 4 Tage krank. Ich bekam prompt eine Nachricht von einer Kollegin, dass mein fehlen auffiel, ich sei ja so oft nicht da und über mich gesprochen wird. Ich bin also mitten in diesem Kreis aus zur Arbeit gehen um nicht verspottet zu werden, aber in Tränen ausbrechen wegen dem unwohl fühlen.

Meinen Freunden, meinem Partner und meiner Familie habe ich von all dem nichts erzählt. Sie merken, dass es mir nicht gut geht, aber es fällt mir schwer darüber zu sprechen.
Ich habe das gefühl ich stelle mich an, ich bräuchte einfach ein dickeres Fell oder müsse mich selbst mehr motivieren.

Wie komme ich daraus, ohne mir einen anderen Job zu suchen?
Wie kann ich mich motivieren? Die Qualität meiner Arbeit und die Bereitschaft dazu zu lernen leiden auch unter dieser Situation, dabei bin ich eigentlich sehr wissbegierig.

Morgen möchte ich mich nochmal 2-3 Tage krank schreiben lassen, weil ich mich einfach noch nicht in der Lage sehe, den Kollegen gegenüber zu treten, die mich dann fragen was ich hatte und wie es mir ginge um sich anschließend das Maul zu zerreißen...

LG
Quaks

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20. März 2011 um 20:27

Hmm...
... schwar zu sagen, du müsstest vermutlich dauerhaft zu haus bleiben um der situation zu entfliehen.

wenn du wieder zur arbeit gehst, hast du die selbe situation wieder.

ich würds mal mit nem gespräch mitm chef/abteilungsleiter oder sogar noch ner etage drüber versuchen.
wenns keine besserung gibt, dann such dir was neues.

kein job der welt ist es wert, dass man daran kaputt geht.


und übersiehs nicht, so schnell kannst gar ned schaun und du bist viel zu lang auf ner falschen schiene gefahren, dass du nicht mehr so "leicht" wechseln kannst wie jetzt.

viel Glück

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22. März 2011 um 3:45


Warum willst du nicht eine neue Stelle suchen? Hast du Angst vor Veränderungen?
Wenn dein Chef dir jetzt Arbeit gibt, die nicht deiner Ausbildungsrichtung entspricht, und du willst später dann in deiner Ausbildungsrichtung arbeiten, dann wird dir der nächste Chef sagen "Sie haben ja keine Erfahrung auf dem Gebiet".

Für mich hört sich deine Beschreibung nicht so an als könntest du dort je glücklich werden. (Es kann natürlich sein, dass ich das falsch einschätze aus der Ferne.)

Nach der Ausbildung ist es nicht unüblich, den Betrieb zu wechseln. Du bist noch jung. Du könntest dich in einer größeren Firma bewerben., Da gibt es dann mehr Ausweichmöglichkeiten, wenn du mal intern wechseln willst.

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22. März 2011 um 7:52

Meine Angst ist...
... meine unbefristete Stelle aufzugeben und vielleicht so schnell keinen sicheren Job mehr zu finden. Nach der Ausbildung gleich unbefristet eingestellt zu werden ist keine Selbstverständlichkeit mehr

Zudem bin ich Momentan auf kein Auto angewiesen, weil mein Elternhaus im selben Ort ist.

Diese Stelle hat einige Vorteile und ich muss es irgendwie schaffen die gegen die Nachzeile abzuwägen bin aber grad in der Lage zu nichts...

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22. März 2011 um 17:30
In Antwort auf edith_11922510

Meine Angst ist...
... meine unbefristete Stelle aufzugeben und vielleicht so schnell keinen sicheren Job mehr zu finden. Nach der Ausbildung gleich unbefristet eingestellt zu werden ist keine Selbstverständlichkeit mehr

Zudem bin ich Momentan auf kein Auto angewiesen, weil mein Elternhaus im selben Ort ist.

Diese Stelle hat einige Vorteile und ich muss es irgendwie schaffen die gegen die Nachzeile abzuwägen bin aber grad in der Lage zu nichts...

....
Natürlich ist eine Festeinstellung heute nicht mehr selbstverständlich, aber sie ist auch nicht so ungewöhnlich sondern durchaus zu finden. Dass du übernommen wurdest, spricht erst mal für dich. Es ist aber absolut normal, dass viele nach der Ausbildung ihren Ausbildungsbetrieb verlassen, weil sie an das Sprichwort "einmal Lehrling, immer Lehrling" denken und das nicht wollen.

Wenn du an dieser Stelle genug gelitten hast, wird dir auch egal sein, ob du ein Auto brauchst oder nicht - du willst einfach weg. Es geht dann nicht mehr um Bequemlichkeit.

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23. März 2011 um 16:20

Im Moment bist Du leider in einer sehr passiven Phase,
da wundert es mich nicht, dass auch Dein Körper mit Hilflosigkeit bzw. Krankheit reagiert.

Als fest Angestellte musst Du Dich nun auch selbst schnell von dem Gefühl "ich bin die Auszubildende" und muss mich allem fügen, befreien. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Chef Dich in eine Richtung weiterbilden möchte, in der Du Dich selbst aber nicht weiter entwickeln möchtest, dann solltest Du schnellstens ein Gespräch mit Deinem Chef. Hier solltest Du ganz offen Deinen Eindruck und Deine Bedenken deutlich machen. Ein überzeugendes Argument ist da sicher immer, dass Deine Stärken (+ damit auch Deine Motivation) ganz einfach in einem anderen Feld liegen und es somit sicher Kollegen gibt, die diese Aufgabe (die Arbeit mit Computern, Servern etc.) sicher viel besser ausfüllen können.

Du solltest Dein "Schicksal" in jedem Fall selbst in die Hand nehmen, denn wenn Du so ganz hilfslos nur zuschaust, was sich da um Dich herum entwickelt, dann ist es kein Wunder dass Du immer mehr an Energie + letztlich auch Lebensfreude verlierst.

Das fällt Dir schwer? Ja, das kann ich natürlich gut verstehen, denn Du bist ja noch jung und kommst gerade erst aus der Azubi-Phase. Aber glaube mir, wenn Du beginnst, Dich ständig krank schreiben zu lassen (egal ob berechtigt oder nicht), dann wird sich das ebenso negativ auf Deine Anstellung auswirken und möglicherweise wird man sich dann sogar irgendwann von Dir trennen (Gründe findet man immer).

Wenn Du das Gefühl hast, in dieser Firma nicht bleiben zu wollen und/oder zu können, dann suche Dir gezielt, aber in Ruhe eine neue Stelle! Das wird dir in jedem Fall das Gefühl zurück geben: "Ich bin für mich selbst verantwortlich + ich muss nicht alles hinnehmen, was nicht meinen Werten entspricht!"

Und was Deine lästernden Kollegen betrifft: Du solltest stolz darauf sein, dass Du Dich deren hinterhältigem Gequatsche und Gehetze nicht anschießt. Versuche Dich deutlich, aber ohne deren Getratsche abzuwerten, davon zu distanzieren. Sage also nicht z. B. "Ich will mich an Eurem Getratsche nicht beteiligen, weil ich das fies finde." Sondern lieber: "Ich komme eigentlich mit allen hier ganz gut aus und ich möchte auch, dass das so bleibt. Ich muss mich auch wirklich auf meine Arbeit konzentrieren."

Versinke nicht in Angst + Mutlosigkeit und öffne Dich auch Deiner Familie und/oder Deinen wirklich guten Freunden! Es tut manchmal auch gut, einfach über Sorgen + Probleme sprechen zu können und sich neuen Mut + Anregungen zu holen!

Viel Erfolg!

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