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Unter Druck gesetzt

9. Dezember 2007 um 22:19

Hallo

Damit meine Situation besser verstanden wird, erst einmal die Vorgeschichte:

Ich hatte 2,5 Wochen starke Probleme mit den Augen. Da ich bei meiner Arbeit (1. Ausbildungsjahr, noch in Probezeit) den ganzen Tag entweder am PC sitze oder mit Kleinteilen zusammenbauen beschäftigt bin, hatte mich mein Arzt krankgeschrieben. Es wäre beim besten Willen nicht möglich gewesen meine Arbeit zu erledigen, da ich fast nichts mehr gesehen habe.
Letze Woche ging es meinen Augen besser, allerdings hatte ich immernoch mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen.
Nun arbeite ich wieder seit einer Woche, unter sehr hohem Medikamenteneinfluss, da mir schon telefonisch während meiner Fehlzeit mit nachdruck gesagt wurde, dass ich wieder kommen soll.

Am ersten Arbeitstag letzte Woche teilte mir mein Chef mit, dass er "nie wieder" hören möchte, dass ich krank sei oder zum Arzt müsse. Desweiteren darf ich aus privaten Gründen (es verstarb eine sehr gute Freundin von mir und ich nahm einen Tag Urlaub um zur Beerdigung gehen zu können)auch nie wieder fehlen. Um meine Anfahrtszeit (45 Min. mit Bus) zu sparen und damit ich länger arbeiten kann, soll ich mir für die Zeit meiner Ausbildung eine Wohnung in direkter Umgebung suchen. Ich soll laut meinem Chef: morgens gegen 8 Uhr anfangen (Gleitzeit 8 Std/Tag) und um ca 18 Uhr Feierabend machen, kurz was essen, den kompletten Tag in Gedanken wiederholen und dann ins Bett.
Dies soll ich tun, damit ich ein Argument gegen meine geplante NICHT-Übernahme nach der Probezeit vorbringen kann. Ein weiteres mögliches Argument wäre (Zitat):"... ,dass sie nie wieder krank sind."

Allein durch den Medikamenteneinfluss unter dem ich stehe (mein Chef weiß, dass ich starke Medikamente nehmen muss), bin ich im Moment noch psychisch labiler als sonst (ich nehm mir immer gleich alles sehr zu Herzen). Da sich diese "Unterhaltung" seither täglich wiederholt fühl ich mich so unter Druck gesetzt, dass ich schon mehrfach mit einem halben Nervenzusammenbruch 30 Min während der Arbeit weinend in der Toilette verbrachte. Einziger Kommentar als ich wieder rauskam: "Dann können Sie ja weiter arbeiten. Sie wissen ja, dass Ihre Ausbildung auf dem Spiel steht und sie sich ranhalten müssen."

Am Freitag musste ich auch noch zum Personalchef. Er sagte mir, dass ich zu, so wie es bisjetzt aussieht nicht übernommen werde. Dies läge aber nicht an meiner Krankheit, sondern daran, dass mein Chef mein Arbeitsverhalten nicht einschätzen kann, da er mich so selten gesehen hat. Als ich erwiderte, dass mein Chef seit September 2 Wochen im Urlaub war, 1 Woche auf Kongress und 1 Woche auf Fortbildung war und somit dies nicht meine Schuld sei, bekam ich als Antwort, dass dies "nicht zur Debatte" steht.
Zu allem Überfluss verabschiedete sich mein Chef sehr bestimmend mit den Worten:"Eigentlich hätten Sie die Stelle nicht bekommen, nur ich wollte dass sie hier arbeiten. Denken Sie übers Wochenende über meine Vorschläge nach."

Ich verkrafte solchen Druck im Moment nicht, was wohl auch durch diese Heul-Ausbrüche mein Chef mitbekommen hat. Aber er macht immer weiter.

Mittlerweile habe ich noch stärkere Kopfschmerzen, meine Augen fangen wieder an z Schmerzen, seit Donnerstag Übelkeit, bin appetitlos, leicht reizbar, selbst auf mein Hobbie habe ich keine Lust mehr, fange wegen jeder Kleinigkeit zu weinen an und würde am liebsten alles schmeißen.

Zuhause wird mir nur gesagt:"Lehrjahre sind keine Herrenjahre." Dass es mir schlecht geht interessiert auch nicht, es ist nur wichtig, dass ich meine Ausbildungsstelle behalte.

Ich weiß, das war jetzt ein sehr langer Text. Aber ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht was ich tun soll.
Für einen guten Ratschlag wäre ich sehr dankbar.

Lieber Gruß
Jasmin

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10. Dezember 2007 um 0:12

Schlchte Idee
Personalrat ist eine schlechte Idee, da der immer mit meinem Chef essen geht. Also das lasse ich lieber.
Zu meinen Kollegen bin ich immer freundlich, nett und zuvorkommend. Ich erledige zügig und sorgfältig meine Aufgaben, mache Verbesserungsvorschläge und bringe Ideen ein, von denen sogar schon etwas umgesetzt wurde.

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