Home / Forum / Job & Karriere / Unzureichender Informationsfluss im Berufsalltag

Unzureichender Informationsfluss im Berufsalltag

20. Dezember 2010 um 18:38

Mich würde interessieren, wer auch im Berufsalltag Situationen erlebt, in denen er die für seine Arbeit erforderlichen Informationen nicht bekommt aber mit Erstaunen sieht, wie "Hinz und Kunz" gut informiert werden.

Anfang Dezember stand z.B. plötzlich ein Mitarbeiter (von einer Leasingfirma, neu eingekauft) vor meinem Schreibtisch und sagte "Hallo, ich bin der Neue. Darf ich mich vorstellen?". Er war dann ganz erstaunt, dass es noch kein Namensschild und keine Emailadresse gab, usw.

Oder Mitte Januar kommt noch eine Lesingkraft zu uns. Natürlich braucht auch er Zulassungen zu Abteilungslaufwerken usw. Auf die offizielle Informationsmail wurde mein Name nicht gesetzt, aber ich soll jetzt die nervigsten Arbeiten machen, die zu tun sind, wenn ein neuer kommt.



Ich habe das Problem schon mindstens 2 x mit den Verursachern angesprochen. Jedes Mal machten sie einen auf Zerknirscht, nur, um 10 Tage später wieder den gleichen Mist zu fabrizieren.

Heute habe ich mir einen der Verursacher zur Brust genommen und gesagt, dass ich volle Unterstützung nur noch bei vollem Eingebundensein in den Informationsfluss liefere und dass ich ansonsten nur noch Dienst nach Vorschrift mache.

Wer kennt auch solche Informationsfrusterlebnisse? Dann fühle ich mich vielleicht nicht mehr so alleine.

Mehr lesen

21. Dezember 2010 um 2:35

...
Welche Information lief denn an dir so vorbei?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

13. Januar 2011 um 19:37

Danke
Danke, dass du mir geantwortet hast. Ich dachte schon, nur bei mir läuft es schief.
Heute war wieder so ein absoluter Nichtinformationstag, und ich bin geladen aus dem Büro gegangen. Vorher habe ich aber ein bisschen Dampf abgelassen.

Wir bekommen einen neuen Mitarbeiter, und für den Mitarbeiter müssen eine Eintrittscheckliste und ein Einarbeitungsplan erstellt werden. Dann wollte jemand, dass ich das mache, fand es aber noch nicht mal nötig, mir zu erklären, in welchem Team der Typ arbeiten wird. Jedes Team hat eine andere Funktion, und ich muß den Plan ja auf die Funktion abstimmen. Ich habe mich dann geweigert, das zu machen.

Ich muss noch lernen,auflaufen zu lassen, denn von Natur aus sehe ich eigentich die Arbeit selbst, ohne dass sie mir jemand anweist.

Leistest du passiven Widerstand, oder sagst du auch laut, dass du dich um dieses und jenes nicht kümmerst, wenn man dir die Infos nicht automatisch gibt?

Heute fing einer an, mir verzujammern, dass halt alle überlastet wären: ich gab ihm gleich 3 Beispiele für Dinge, die er hätte delegieren können und sagte "ihre Probleme sind ihr hausgemachtes Süppchen. Solange Sie für Arbeiten Zeit haben, die Sie delegieren könnten, geht es Ihnen noch zu gut."

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. Januar 2011 um 21:15


Der erste Abschnitt deines Postings gibt mir das Gefühl, wir würden in der selben Firma arbeiten.

Am Montag kommt der neue Kollege. Zu einem Sachbearbeiter hatte ich ja gestern gesagt "Ihr Teamleiter muss sich warm anziehen. Wenn der noch irgendwelche unausgegorenen Dinge auf Lager hat, die er mir hätte früher sagen sollen, dann rauche ich ihn in der Pfeife ". Heute lief besagter Teamleiter immer mit roter Birne an meinem Tisch vorbei - rot vor Verlegenheit. Er war ganz erleichtert, dass ich nett mit ihm rede (was ja auch nicht schwer ist, solange er keine Arbeitsaufträge hat ).

Der Gruppenleiter schrieb mir "Könntest du bitte für die Neueinstellung........(Auflist ung von Tätigkeiten, die ich alle schon erledigt hatte) und für seine Laufwerkszugriffe sorgen."

Die Laufwerkszugriffe macht zum Glück jemand anders (die könnte ich gar nicht einrichten, selbst wenn ich wollte), und der tut nur etwas, wenn er 10 Mahnungen bekommmt. Jeder in der Abteilung weiß, dass er langsam ist.
Ich mailte an den Gruppenleiter zurück "Die Laufwerkszugriffe macht ja Herr S. Alles andere habe ich bereits erledigt. Somit --> für mich kein Handlungsbedarf."

Der Gruppenleiter wird das dann heute irgendwann gegen 23 Uhr lesen und einen Schrecken kriegen, weil er ja weiß, dass S. alles verschleppt.

Jede Wette - nächste Woche funktioniert noch gar nichts.



(Es tut übrigens gut, mit dir hier zu reden.)

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. Januar 2011 um 21:21


Die "davon wußte ich nichts" Nummer habe ich auch schon abgezogen. Vor 6 Wochen wurde ein neuer Fremdfirmenmitarbeiter eingestellt (er ist sehr nett, mittlerweile duze ich mich mit ihm, und er findet es auch blöd, dass ich nicht informiert werde), und die haben alles ohne mich unter Dach und Fach gebracht, und hörte ich 2 Tage vor Arbeitsantritt aus Dritter Hand, dass ein Neuer kommt. Ich machte nichts für seine Vorbereitung, und als er vor meinem Schreibtisch stand, fragte ich ihn freundlich "Grüß Gott, bei wem haben Sie denn einen Besuchstermin?" Er "Nein, ich bin kein Besuch. Ich arbeite jetzt hier." Ich "Das wußte ich gar nicht." (Gut gefaked ist halb gewonnen. ).

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. Januar 2011 um 18:38

Bericht 17.1.
Also heute lief es schon mal gut. Der Neue kam. Ich habe ihn freundlich begrüßt und später erfahren, dass er keinen Laufwerkszugriff hat. (Hat mich nicht wirklich überrascht.)
Der Mitarbeiter des keine Informationen gebenden Gruppenleiters berichtete mir von dem Problem, und ich sagte ihm freundlich, dass ich ihm gerne bei allen Problemen helfen kann aber dass ich dem EDV Menschen nur noch hinterhertelefoniere bei Vorgängen, bei denen ich vorher informiert werde. Ich murmelte dann (als der neue es nicht hörte) "Sie wissen schon....bin nicht masochistisch veranlagt, usw." und habe leicht offensiv gegrinst. Er sagte "Ja, ich verstehe.". Abends, als ich ging, saß der Neue da und hatte immer noch keinen Zugriff.

Irgendwann rutschte dem Mitarbeiter mal raus "mein Grujppenleiter sagt mir nämlich auch nichts bzw. fast nichts". Ich lachte und sagte "Ach, wenn wir mein NIchts und Ihr NIchts zusammenschmeißen, dann haben wir vielleicht ein bisschen mehr als Nichts. Wir sollten uns öfters mal austauschen."

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Januar 2011 um 22:03


Leider habe ich keinen Verbündeten - nur einen, der sagt, dass er mich versteht. Sein Boss ist aber die Pfeife, der dauernd Informationen verheimlicht. Heute ist es wieder passiert. Ich hätte platzen können.

Ich bin Zeiterfasserin der Abteilung, und die Studentin, die mir am nächsten sitzt und mit der ich auch oft beruflich zu tuh habe, hat ihre Krankmeldung um 3 Wochen verlängert (hat sich das Bein gebrochen, und es gibt Heilungsprobleme), und der Dödel von Teamleiter äh Teampfeife hat die Nachricht an 2 Gruppen geschickt, nur, weii die 2. Gruppe die Studentin vom Sehen kennt, aber nicht an mich.

Ich habe ihn dann wieder versäckelt und habe gesagt, dass ich das jetzt persönlich nehme und wissen möchte, was er für ein Problem hat, mit mir zusammen zu arbeiten. Er sülzte wieder (wie üblich, gäähn), dass es keine Absicht war und ....Entschuldigung, laber, sülz.

Ich bin so wütend. Ich kann gerade nicht mehr weiterschreiben.

Habe in meiner Wut mit einem Kollegen aus der Nachbargruppe geredet. Ich habe ihm schon mal privat geholfen und er mir auch. Wir verstehen uns gut. Er hat gesagt, dass er diese Scheißinformationspolitik auch nicht verstehen kann und dass er es sich nie verscherzen würde, wenn er Unterstützung bekäme. Habe daraufhin ihn gefragt, ob er Arbeiten hat, die er mir geben kann. Er sagte, er würde darüber nachdenken in Ruhe, denn bisher wäre ihm ja gar nicht klar gewesen, dass er auf mich zukommen kann.

Ich bin so wütend wütend wütend.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Januar 2011 um 19:09

....

Da wäre ich auch bedient gewesen. Bist du die Einzige, die im Büro wichtige Informationen nicht bekommt?
Falls ja, dann würde ich den Kollegen mal offen ansprechen und sagen "Du, ich habe von Anderen gehört, dass du Nachwuchs bekommen hast. Meine Glückwünsche für dich und deine Frau. Darf ich mal ein Bild sehen?". Jeder Vater zeigt gerne ein Bild, und dann sagst du "Ich verstehe nicht, warum du mir nicht davon erzählt hast.. Hast du ein Problem mit mir?"
Sprich es offen an.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Januar 2011 um 19:16

....
Ich würde es wie gesagt offen ansprechen. Ich war schon einmal in einer Situation, in der ich gemobbt wurde (3 Jahre lang), und da an meiner jetzigen Stelle das Betriebsklima eigentlich okay ist (also 90% der Kollegen sind nett) - nur es fehlt an Organisation - da habe ich mir diesen Kollegen gleich geschnappt und habe gesagt "Warum tun SIe das? Haben Sie ein Problem mit mir? Wenn Sie aus irgendeinem Grund nicht mit mir zusammenarbeiten wollen/können, sollten wir darüber reden."
Ganz offensiv war ich.

Seit 2 Tagen wirkt der Kollege sehr schuldbewußt und nett und bemüht sich, mich zu informieren. Ich vermute, dass die ganze Gruppe in der Gruppenbesprechung eingesalzen wurde vom Gruppenleiter.

Wenn ich den Gruppenleiter anrufen, kam er sogar 1 x aus einer Besprechung raus, weil er dachte, es sei dringend. Dabei wollte ich nur wissen, ob ich ihn nachmittags nochmals sehe, da nichts in seinem Kalender stand.
Heute sollte eine technische Einweisung stattfinden. Da hat er mich schon morgens ganz vorsichtig drauf hingewiesen, dass das erst nach dem Kuraufenthalt der Mitarbeiterin stattfindet und dass ich dann selbstverständlich teilnehmen kann.

Ich dachte "Na geht doch".

Übrigens schreibe ich dir jetzt parallel eine PN. Ich hoffe, du guckst in dein Postfach.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2011 um 6:23


Gestern war es mal wieder so weit: wieder die gleichen Pfeifen hatten mir Informationen vorenthalten. Nicht genug: durch den Nichterhalt dieser Information hatte ich auch noch mehr Arbeit.
Ein Werksvertragsmitarbeiter, der bei uns beschäftigt ist, hat eine Festeinstellung gefunden und geht zum 01.08.
Gestern fragte der Werkvertragler mich dann, ob ich ihm gratulieren wollte. (Wir verstehen uns gut, und er ging davon aus, dass ich es selbstverständlich weiß. Schließlich unterstütze ich ja den Mann, für den er bei uns arbeitet.) Als meine Gesichtszüge entglitten, sagte er "ich sehe schon - du bist mal wieder nicht informiert worden; das ist aber sehr schnöde". Recht hat er.

Ich bin dann nach Hause gelaufen, um mich abzureagieren. Heute muss ich gucken, dass ich ein oder zwei gezielte Nadelspitzen setze, damit die Pfeifen wissen, wie toll ich ihr Verhalten finde.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Ich weiß nicht was ich tun soll? letzte Wochen in der Ausbildung!
Von: fussel1401
neu
23. Mai 2011 um 18:51
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen