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Urlaub abgelehnt - jetzt bin ich die Böse

11. April 2013 um 12:17

Hallo ihr lieben,

mal eine Frage an euch wie ihr das Ganze (aus der Ferne ) beurteilt.

Bei uns ist das so, dass wir unsere großen Urlaube (ab 2 Wochen) immer schon im November für das nächste Jahr eintragen. Soll dazu dienen, damit ich einen groben Überblick bekomme und jeder lange genug Zeit hat, seinen Urlaub zu planen (ggfls. Absprache mit dem Partner)

Im Januar schaue ich mir das Ganze an und entscheide ob jeder so in den Urlaub gehen kann, wie er das möchte.
Im Normalfall klappt das auch. Ende Januar genehmige ich die Urlaube.
Wer danach kommt und nochmal 1-2 Wochen Urlaub will, die er vorher bis Mitte Januar nicht eingetragen hat, muss da nehmen so frei ist oder ein anderer Kollegen tauscht.

Nun habe ich eine Mitarbeiterin, die ihren Urlaub (3,5 Wochen im Sommer) bereits 3 Mal verschoben hat.
Jetzt will sie Urlaub genau in der Zeit, in der schon die beiden anderen Kollegen, mit denen sie sich einen Fachbereich teilt, haben. Es muss von den 3en aber immer 1 da sein.
Nun verlangt sie, dass eben einer der anderen Kollegen den Urlaub tauschen muss, da sie dort Urlaub haben will.
Keiner der beiden anderen kann tauschen, denn die haben bereits gebucht. Ich sehe aber auch nicht einen, einem der beiden den Urlaub zu streichen. Es ist ja kein betrieblicher Notfall, sodass ich das auch rechtlich schon nicht so einfach könnte.

Ihren Urlaubsantrag in dieser Zeit habe ich folglich abgelehnt, da der Fachbereich sonst nicht besetzt ist.

Jetzt bin ich die Böse, dir ihr den Urlaub vermiesen will und bin Schuld, dass sie nicht mit ihrem Freund in den USA-Urlaub fahren kann.

Wenn ich ihr den Urlaub genehmige, ist der Bereich ganze 2 Wochen gar nicht besetzt. Das geht nicht.

In der Vergangenheit gab es immer wieder mal Überschneidungen mit anderen Kollegen, die dann immer zurückgesteckt hatten.
Ich handhabe das so, dass ich bei Überschneidungen die betreffenden Personen erst mal frage, ob und wer bereit ist den Urlaub zu verschieben/zu tauschen.
Normalerweise ist immer einer da, der sagt er geht eben 1 Wochen früher/später. Andernfalls müsste ich entscheiden, wer gehen kann und wem der Urlaub in der Zeit gestrichen wird. Ist aber noch nie vorgekommen.


Sie hat auch schon (durch die Blume) angedeutet, dass sie dann eben krank sein wird, wenn sie den Urlaub nicht bekommt.
Die Mitarbeiterin hat das nicht direkt zu mir gesagt, sondern einer anderen Kollegin. Ich bin in den Raum gekommen und habe das dann mitbekommen.


Was würdet ihr an der Stelle machen?
Mit ihr gesprochen habe ich bereits, dass nicht jeder immer wegen ihr zurückstecken kann und auch sie sich an die Regeln halten muss.
Da bekam ich nur zur Antwort, dass ich ja leicht Reden habe denn die Regeln gelten für mich nicht (das stimmt, aber das kann sie doch nicht als Maßstab nehmen?)

Ach ja, sie ist die neueste Mitarbeiterin bei uns.

LG und Danke schon mal für eure Einschätzung

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11. April 2013 um 14:11

Du hast dich vollkommen korrekt verhalten
Wenn Du nachgeben würdest, weil sie so ein Theater macht, würden sich die andere ungerecht behandelt fühlen. Mit Krankheit zu drohen bzw. blau machen ohne wirklich krank zu sein, rechtfertig eine Kündigung. Ich habe diesen Text hier im Netz gefunden:

Krankheitsandrohung

Wird einem Arbeitnehmer seine Bitte auf Freizeit abgeschlagen oder ihm eine unangenehme Arbeit zugewiesen oder ein Urlaubsantrag abgelehnt und äußert dann der Arbeitnehmer, er werde sich krankschreiben lassen, so kann eine Kündigung gerechtfertigt sein. Eine Kündigung kann jedoch ausscheiden, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich krank war.

LG

Leonina

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12. April 2013 um 7:19

Ich sehe das genauso
wie leonina. Wenn ich deine anderen Beiträge hier so lese, weißt du ja selber dass du richtig gehandelt hast. Bei uns ist es genauso, wir tragen unseren Urlaub auch am Jahresende in eine Übersicht ein und dann wird entsichden ob das alles so passt und wer zu spät kommt den bestraft das Leben.

Ich würde an deiner Stelle um keinen fingerbreit nachgeben. Es ist nicht dein Problem wenn sie sich nicht rechtzeitig eintscheiden kann. Und dich als Maßstab zu nehmen geht gar nicht. Meine Antwort in solchen Fällen ist immer, 'deswegen bich hier auch der Chef'.

Behalte die Dame im Auge und reagiere entsprechend, wenn sie ihre Dorhung wahr macht. Aber da habe ich bei dir keine Sorge. Und dass du als Chefin nicht everybodys Darling sein kannst weißt ja selber.

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12. April 2013 um 8:30
In Antwort auf heiner9999

Ich sehe das genauso
wie leonina. Wenn ich deine anderen Beiträge hier so lese, weißt du ja selber dass du richtig gehandelt hast. Bei uns ist es genauso, wir tragen unseren Urlaub auch am Jahresende in eine Übersicht ein und dann wird entsichden ob das alles so passt und wer zu spät kommt den bestraft das Leben.

Ich würde an deiner Stelle um keinen fingerbreit nachgeben. Es ist nicht dein Problem wenn sie sich nicht rechtzeitig eintscheiden kann. Und dich als Maßstab zu nehmen geht gar nicht. Meine Antwort in solchen Fällen ist immer, 'deswegen bich hier auch der Chef'.

Behalte die Dame im Auge und reagiere entsprechend, wenn sie ihre Dorhung wahr macht. Aber da habe ich bei dir keine Sorge. Und dass du als Chefin nicht everybodys Darling sein kannst weißt ja selber.

Das ist richtig
Man kann es nicht jedem Recht machen.

Das ich bestenfalls nicht nachgeben soll, weis ich. Allerdings finde ich es auch etwas schade, wenn sie mit ihrem Partner keinen gemeinsamen Urlaub machen kann.

Abdererseits muss ich aber auch sagen, dass es ihr vielleicht (hoffentlich) auch eine Lehre war und sie das nächste Mal besser plant.

Mich wurmt sowas nur immer und in der Arbeit mit anderen Kollegen zu sprechen die "unter einem stehen", find ich dann immer ab bissl blöd.

LG

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12. April 2013 um 8:31
In Antwort auf leonina345

Du hast dich vollkommen korrekt verhalten
Wenn Du nachgeben würdest, weil sie so ein Theater macht, würden sich die andere ungerecht behandelt fühlen. Mit Krankheit zu drohen bzw. blau machen ohne wirklich krank zu sein, rechtfertig eine Kündigung. Ich habe diesen Text hier im Netz gefunden:

Krankheitsandrohung

Wird einem Arbeitnehmer seine Bitte auf Freizeit abgeschlagen oder ihm eine unangenehme Arbeit zugewiesen oder ein Urlaubsantrag abgelehnt und äußert dann der Arbeitnehmer, er werde sich krankschreiben lassen, so kann eine Kündigung gerechtfertigt sein. Eine Kündigung kann jedoch ausscheiden, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich krank war.

LG

Leonina

Danke
für die Mühe.

Dann weis ich jetzt schon mal, dass ich in solchen Fällen wirklich kündigen könnte.

LG

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16. April 2013 um 9:32

Ja
ich bin ihre Vorgesetze. Es gibt 1-2 Kollegen mit denen sie gut kann
Ich habe das Gefühl, dass sie nie gelernt hat ein "nein" zu akzeptieren. Muss wohl zu Hause und während ihrer Ausbildung alles bekommen haben, was sie sich eingebildet hat.

Während der Probezeit hat sie sich normal und kollegial verhalten. Danach leider nicht mehr. Ne Abmahnung hat sie schon, aber ich glaube, dass interessiert sie nicht wirklich.

Werde mir, das nicht mehr lange anschauen. Wenn es so weiterläuft, werde ich eben ein letztes Gespräch mit ihr führen müssen in dem ich ihr auch nahelegen werde, den Betrieb zu wechseln, wenn sie sich in die Gemeinschaft nicht einfügen kann. Das es nicht immer rund läuft ist klar. Ist überall so, aber man sollte schon ein gewisses Maß an Kollegialität mitbringen.

Wir sind ein recht familiäres Team und die Leute kommen und reden auch mit mir, wenn was nicht passt. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn gut argumentiert wird. Bin ja nicht so, dass nur meine Meinung zählt

LG

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17. April 2013 um 14:01


Du hast absolut nichts falsch gemacht und verstehe auch nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, dass du die böse bist.

Sie war einfach viel zu spät dran. Entsprechend muss sie sich denen beugen, die rechtzeitig ihren Urlaub geplant oder beantragt haben. Wenn sie das nicht will - Pech gehabt.

Du hast ja bereits mit ihr gesprochen, sollte sie dann zu diesem Zeitpunkt fehlen würde ich sie eigentlich kündigen (ob du das so darfst weiß ich nicht, da kenne ich mich nicht aus ).

Eventuell würde ich mich schon mal nach einem Ersatz umschauen bzw. jemanden, der für diese Zeit einspringen könnte.

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18. April 2013 um 8:49


Stimmt, wir haben schon öfters miteinander geschrieben.

Aber was soll man machen? Wenn reden nichts bringt, muss ich eben zu anderen Maßnahmen greifen. Und das wäre im schlimmsten Fall (wenn die Voraussetzungen passen) tatsächlich die Kündigung.

Schade eigentlich, denn ihre Arbeit macht sie an sich gut und die Kunden kommen gerne zu ihr.

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