Home / Forum / Job & Karriere / Urlaubssperre probezeit

Urlaubssperre probezeit

4. Juli um 8:58

Hallo und guten Morgen liebe Mitglieder,

ich habe mich jetzt extra hier angemeldet in der Hoffnung das ihr mir vielleicht meine Frage beantworten könnt, da es sonst keiner kann.

Es geht um folgendes, ich habe am 1.6 einen neuen Job angefangen. Nun heißt es ich habe in den ersten 6 Monaten eine urlaubssperre. Ich habe drei Kinder von denen zwei schulpflichtig sind und eines im Kindergarten.
ist es tatsächlich rechtens das ich überhaupt keine freien Tage bekomme und den Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen muss?

Das ich nicht sofort vollen Urlaub bekomme ist mir klar. Aber grade in den Ferien mal ein paar Tage, schon aufgrund meiner Kinder ist auch nicht möglich?

Ich hab mir sagen lassen ich müsse den angesammelt Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen und dann würde mir bis März zwangsurlaub gegeben werden den ich mir nicht aussuchen darf! Ich hätte ja dann nach den Ferien anfangen können wenn ich Urlaub haben wollte.

Vielleicht ist ja jemand hier der sich auskennt und mir ein paar Antworten geben kann!
Vielleicht ist es ja tatsächlich so rechtens, dann hab ich einfach Pech gehabt 😄

Mehr lesen

4. Juli um 12:47

ich kann nur davon ausgehen, dass es rechtens ist, denn ich habe es mit einer einzigen Ausnahme bisher immer so erlebt.
Also es ist zumindest üblich.

Die Frage, ob es rechtens ist, braucht wohl eh Fachleute - also vielleicht mal bei einer Gewerkschaft anfragen, beispielsweise.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Juli um 18:41

Ich hab dazu einen Link gefunden.
Dir stehen wohl pro gelisteten Monat 1/12 deines Jahresurlaubs zu.
Also wenn du 30 Tage hast, dann hättest du jetzt nach einem Monat bereits anspruch auf 2,5Tage. So gesehen kämest du im August dann schon auf eine Woche.
Da gibts wohl oft Missverständnisse. Also einfach mal ansprechen.

Eine Woche wäre ja schon hilfreich für den Sommerurlaub.
Und bis zu den Herbst- und Winterferien hättest du ja wieder was angespart.

Guck hier:
Darf ich in der Probezeit Urlaub nehmen? Arbeitnehmer können während der Probezeit auch Urlaub nehmen. Den Anspruch auf vollen gesetzlichen Urlaub haben sie aber erst nach Ablauf von sechs Monaten nach dem Beginn des Arbeitsverhältnisses (§ 4 BUrlG). Die Mitarbeiter erwerben für jeden vollen Monat rechnerisch ein Zwölftel ihres Jahresurlaubs, seit dem das Arbeitsverhältnis besteht. Sie haben nur keinen Anspruch darauf, den vollen Urlaub bereits während der Probezeit zu nehmen. Diese Regelung führt bisweilen zu dem Missverständnis, dass während der Probezeit eine Urlaubssperre bestehe. Das stimmt nicht.
Wer in der Probezeit ein paar Tage Urlaub braucht, sollte das mit seinem Chef besprechen. Meist ist das kein Problem, da es durchaus sinnvoll sein kann, schon währen der Probezeit ein paar Urlaubstage zu nehmen. Ansonsten besteht das Risiko, dass der Arbeitnehmer dann gegen Ende des Jahres den gesamten Resturlaub nehmen muss und wochenlang nicht im Unternehmen ist.
Kündigt das Unternehmen während der Probezeit, muss es dem Mitarbeiter den ihm noch zustehende Resturlaub gewähren. Ist dies nicht möglich, muss der Arbeitgeber den Urlaub mit Geld ausgleichen.


Quelle: https://www.finanztip.de/probezeit-arbeitsrecht/

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Juli um 18:46

Das hier ist vielleicht auch noch interessant:
3. Verweigerung von Urlaub während der Probezeit Vom rechtlichen ">Urlaubsanspruch zu trennen ist allerdings die Frage, inwieweit Urlaub in der Probezeit vom Arbeitnehmer tatsächlich eingefordert und angetreten werden kann. Es gilt die Grundregel: Der Arbeitnehmer kann Urlaub in der Probezeit einfordern. Denn die Pflicht des Arbeitgebers, bei der Gesamturlaubsplanung im Unternehmen die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, gilt auch schon während der Probezeit. Allerdings kann der Arbeitgeber Urlaubswünsche, d.h. die konkrete Beantragung von Urlaub zu einem bestimmten Termin verweigern, wenn dringende betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche von anderen Arbeitnehmern dagegen sprechen (§ 7 Abs. 1 BUrlG).
Die Gründe für eine Verweigerung des Urlaubs müssen also betriebsbezogen sein, d.h. mit Arbeitsablauf und -organisation zu tun haben. Dies können etwa sein:
erhöhtes Arbeitsaufkommen zu bestimmten Stoßzeiten, etwa zur Urlaubszeit oder gegen JahresendeAusfälle anderer Arbeitnehmer, etwa durch Krankheitrechtswirksam festgelegte Betriebsferien zu einem bestimmten TerminUrlaub von anderen Arbeitnehmern im Sinne einer nachvollziehbaren Regelung zur Urlaubsvertretung. Die Probezeit eines neu eingestellten Arbeitnehmers stellt dagegen keinen betrieblichen Grund zur Urlaubsversagung dar! Der betriebliche Grund kann zwar durchaus mit der Probezeit bzw. der Neueinstellung zusammenhängen (z.B. notwendige lückenlose Teilnahme an einer Schulung im Rahmen der Einarbeitung). Ein im Endeffekt pauschaler Verweis („Sie sind noch in der Probezeit&ldquo reicht aber nicht aus.
Die betrieblichen Gründe zur Versagung des Urlaubs müssen „dringend“ sein. Es reicht also nicht jede sachlich nachvollziehbare Begründung. Eine Abwägung zwischen den Urlaubsinteressen des Arbeitnehmers und den betrieblichen Gründen des Arbeitgebers muss vielmehr ergeben, dass den betrieblichen Interessen der Vorzug zu geben ist. Überwiegen die Interessen des Arbeitgebers nicht, muss dieser den Urlaub gewähren. Im Zweifel muss der Arbeitgeber das Vorliegen von betrieblichen Gründen beweisen (Darlegungs- und Beweislast). Gelingt ihm dies nicht, ist der Urlaub zu gewähren.

Quelle: https://www.kanzlei-hasselbach.de/2016/urlaub-in-der-probezeit/03/

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Geschlechterforschung
Von: julikex
neu
3. Juli um 12:43
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen