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Völlig ot! Jobfrage

Letzte Nachricht: 26. Oktober um 21:18
mila1001
mila1001
10.10.21 um 20:42

Ich weiß, dass es für mein jetziges Anliegen ein Unterforum gibt, aber hier fühle ich mich wohler und es sind mehr Leute unterwegs 😀 Falls nicht erwünscht, bitte Bescheid geben.

Es geht um meine Arbeitsstelle. Kurz die Eckdaten. Ich bin 40 Jahre, Zahnarzthelferin und seit 2003 ausgelernt. In der jetzigen Praxis bin ich seit genau 15 Jahren, mit 13 Monaten Elternzeit. 

Derzeit bin ich aus finanziellen Gründen auf 36 Stunden beschäftigt, habe eine kleine Tochter die etwas entwicklungsverzögert ist und Therapien benötigt. Bin verheiratet.

Jetzt komme ich zu meinem Problem. Vor meiner Elternzeit war ich sowas wie die Praxismanagerin. War an der Rezeption tätig, habe die Abrechnung gemacht, Professionelle Zahnreinigungen, die Azubis angelernt, Bestellwesen usw.

Seit meiner Rückkehr aus der Elternzeit im Januar 2017 werde ich nur noch für die reine Behandlungsassistenz eingesetzt. Sonst habe ich keine weiteren Aufgaben mehr. Fühle mich komplett unterfordert. Das meiste davon hat die ehemalige Azubine übernommen, die ich bis zu meiner Schwangerschaft, angelernt habe. 

Bin von früh bis spät nur mit Chefin im Behandlungszimmer und kriege im Prinzip gar nichts anderes mehr mit. Das könnte jeder Azubi im ersten Lehrjahr. Sorry! Bin dermaßen unglücklich darüber, dass ich oft auf der Heimfahrt im Auto weine.

Ändern wird sich nichts. Da gab es schon Gespräche.

Mir bleibt nur der Wechsel. Aber ich traue mich einfach nicht. Ansonsten verstehe ich mich gut mit den Kolleginnen. Machen auch viel privat miteinander.

Bezahlung ist auch nicht das gelbe vom Ei🙈
Hab aber so Schiß, dass es woanders noch schlimmer wird. Ein schreckliches Arbeitsklima vorhanden ist usw.

Würdet ihr es trotzdem wagen? Oder soll ich mich einfach damit abfinden?

Danke fürs lesen....

 

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bissfest
bissfest
10.10.21 um 23:10
In Antwort auf mila1001

Ich weiß, dass es für mein jetziges Anliegen ein Unterforum gibt, aber hier fühle ich mich wohler und es sind mehr Leute unterwegs 😀 Falls nicht erwünscht, bitte Bescheid geben.

Es geht um meine Arbeitsstelle. Kurz die Eckdaten. Ich bin 40 Jahre, Zahnarzthelferin und seit 2003 ausgelernt. In der jetzigen Praxis bin ich seit genau 15 Jahren, mit 13 Monaten Elternzeit. 

Derzeit bin ich aus finanziellen Gründen auf 36 Stunden beschäftigt, habe eine kleine Tochter die etwas entwicklungsverzögert ist und Therapien benötigt. Bin verheiratet.

Jetzt komme ich zu meinem Problem. Vor meiner Elternzeit war ich sowas wie die Praxismanagerin. War an der Rezeption tätig, habe die Abrechnung gemacht, Professionelle Zahnreinigungen, die Azubis angelernt, Bestellwesen usw.

Seit meiner Rückkehr aus der Elternzeit im Januar 2017 werde ich nur noch für die reine Behandlungsassistenz eingesetzt. Sonst habe ich keine weiteren Aufgaben mehr. Fühle mich komplett unterfordert. Das meiste davon hat die ehemalige Azubine übernommen, die ich bis zu meiner Schwangerschaft, angelernt habe. 

Bin von früh bis spät nur mit Chefin im Behandlungszimmer und kriege im Prinzip gar nichts anderes mehr mit. Das könnte jeder Azubi im ersten Lehrjahr. Sorry! Bin dermaßen unglücklich darüber, dass ich oft auf der Heimfahrt im Auto weine.

Ändern wird sich nichts. Da gab es schon Gespräche.

Mir bleibt nur der Wechsel. Aber ich traue mich einfach nicht. Ansonsten verstehe ich mich gut mit den Kolleginnen. Machen auch viel privat miteinander.

Bezahlung ist auch nicht das gelbe vom Ei🙈
Hab aber so Schiß, dass es woanders noch schlimmer wird. Ein schreckliches Arbeitsklima vorhanden ist usw.

Würdet ihr es trotzdem wagen? Oder soll ich mich einfach damit abfinden?

Danke fürs lesen....

 

Ich würde den Wechsel wagen. Es kommt -bei mir jedenfalls- immer etwas Besseres nach, privat wie beruflich. Angst ist ein schlechter Ratgeber. 

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S
sisteronthefly
11.10.21 um 10:11

Guten Morgen, 

deine Frage empfinde ich nicht pauschal zu beantworten. Deine familiäre Situation spielt definitiv mit hinein und erfordert genaue Überlegungen. Du sprichst über die Entwicklungsverzögerung deiner kleinen Tochter, die an dich als Mutter ein Mehr an Anforderungen stellt und dies vermutlich über einen längeren Zeitraum. Deine Chefin hingegen hat dir gegenüber eine Fürsorgepflicht, d.h. für physische und psychische Ausgeglichenheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Eine Praxismanagerin würde ich persönlich in einen Bereich packen, der nicht nur geistig anspruchsvoller, sondern auch mehr persönlichen Einsatz erfordert. Die Frage, die deine Chefin bewegt könnte lauten, ob du das derzeit leisten kannst. 

Ich weiß nicht, wie eure Gespräche aussahen. Hast du dein Gefühl der Unterforderung kommuniziert? Ein wichtiger Aspekt ist vielleicht auch die Entlohnung. Erst wenn diese Punkte alle abgeklärt und zu Ende durchdacht sind würde ich persönlich über einen Wechsel nachdenken. Was ist im Moment für dich wichtiger...ein gesicherter Arbeitsplatz in einem festen sozialen Netz, der dabei hilft, die nächsten Jahre zu überbrücken oder ist eine Umstellung überhaupt kein Thema. Dazu gehören ja vielleicht längere Fahrtzeiten zum Arbeitsort, mehr Einsatzbereitschaft und Einarbeitungszeit. Kannst du das derzeit leisten....dann, warum nicht. Es könnte großes Potential darin liegen, evtl. inkl. einer schwerpunktmäßigen Fachweiterbildung. 

Es könnte auch eine großartige Chance sein und großartig werden. Wichtig ist, dass du dein Ziel kennst. 

LG Sis

 

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mila1001
mila1001
11.10.21 um 13:39

Hallo, danke für deine ausführliche Antwort.
Das stimmt, meine familiäre Situation ist der Grund, der mich zögern lässt. Zumal es zwischen meinem Mann und mir nicht gut läuft und ich immer wieder über eine Trennung nachdenke. 
Aus Gründen der Vernunft wäre es am besten, einfach alles so zu belassen, wie es jetzt ist.
Hab auch schon oft versucht, meinen Frieden damit zu schließen und das einfach so anzunehmen.

Ja, ich habe ihr gesagt dass ich unterfordert bin, und wenigstens einen kleinen Teil meiner bisherigen Aufgaben wieder haben möchte. Geht nicht. Wir sind 3 Zahnarzthelferinnen und 2 Ärztinnen. Ich bin ihre Hauptassistenz und sie möchte nichts dran ändern. Never change a running System.😔

Außerdem hat sie Angst dass die jetztige Rezeptionskraft kündigt, wenn Sie um eine Umstellung der Aufgaben gebeten wird. Ich bin wesentlich leichter durch eine Azubine zu ersetzen.

Im Prinzip weiß ich, wie mein Weg werden sollte. Aber die Vernunft sagt mir grad, dass es besser ist zu bleiben. Außerdem hatte ich erst einen Jobwechsel und keine Erfahrung damit.

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schnuckweidev
schnuckweidev
23.10.21 um 10:26

Bist du mit deinen Gedanken schon weitergekommen?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Klar, dass Trennung im Raum steht ist ungünstig. Aber wnen du auf der Heimfahrt schon WEINST, dann geht es dort so einfach nicht mehr.

Ich würde Bewerbungen schreiben. Ich würde Probearbeiten. Und wenn es einen guten Eindruck auf mich macht, würde ich zur Chefin gehen und sagen: Ich krieg jetzt neue Aufgaben, oder ich bin weg.

LG

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mila1001
mila1001
26.10.21 um 21:18
In Antwort auf schnuckweidev

Bist du mit deinen Gedanken schon weitergekommen?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Klar, dass Trennung im Raum steht ist ungünstig. Aber wnen du auf der Heimfahrt schon WEINST, dann geht es dort so einfach nicht mehr.

Ich würde Bewerbungen schreiben. Ich würde Probearbeiten. Und wenn es einen guten Eindruck auf mich macht, würde ich zur Chefin gehen und sagen: Ich krieg jetzt neue Aufgaben, oder ich bin weg.

LG

Also, im Prinzip weiß ich schon, was ich gerne machen würde. Eine neue Ausbildung🙈 entweder Sozialversicherungsfachangestellte oder Kauffrau im Gesundheitswesen. Aber in meiner Situation kaum machbar.
Meine Tochter kommt nächstes Jahr in die Schule. Sie wird meine Hilfe brauchen. Und wir sind auf mein Gehalt zwingend angewiesen.

zu meiner jetzigen Situation kommt auch erschwerend hinzu, dass ich diese lauten Geräusche kaum noch aushalte. Vorallem das Zahnsteingerät. Ich höre auch schon schlechter, muß ständig nachfragen, wenn die Chefin was zu mir sagt.

Wenn meine Tätigkeit halt wenigstens etwas anspruchsvoller wäre, würde ich ja nichts sagen. Aber es ist wirklich nur am Patienten assistieren. Saugen und zureichen. Ab und zu mal Zahnstein entfernen. Wir machen auch keine Implantate, OPs o.ä. Also kommt noch das eintönige hinzu. Das klingt jetzt überheblich, aber das kann jede Azubine nach 3 bis 4 Monaten☹️

Beworben hab ich mich schon in einer anderen Praxis. Aber eigentlich möchte ich in keine Praxis mehr.

LG

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