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Zu frech und zu vorlaut??

4. Juni 2012 um 17:20

Hallo
Habe ein kleines (grosses) problem ! Ich bin azubi in einem hotel und der ton untereinander ist immer sehr .. Schroff und wie ich finde -eklig.
Wir haben oft grossen personalmangel , sodass auch wir azubis ganze abteilungen uebernehmen muessen sowie neue azubis einarbeiten muessen.

Nun habe ich es schon zum dritten mal waehrend eines beurteilungsgespraeches gehoert da mich einige zu frech , zu vorlaut und zu -ja , das sie eben finden das ich mich nicht wie ein azubi verhalte sondern eher wie jemand der was zu sagen hat.

Auf der einen seite verstehe ich das aber auf der anderen seite : ich musste schon so oft meine chefin vertreten , ueber mehrere tausend euro entscheiden , leute einarbeiten .. Das sind doch keine normalen azubiaufgaben ?! Und wenn ich das dann kontere in so einem gespraech heisst es gleich wieder ich bin frech und vorlaut.

Was kann ich aendern ? Bin ich bescheuert ?

Hiiiiiiilfe

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7. Juni 2012 um 18:40

Aufgaben eines Azubi
Die Frage ist vor allem: Was sind denn überhaupt Azubi-Aufgaben? Einige würden sich das sicherlich mit Putzen, Kaffee kochen u. s. w. beantworten. Die Wenigsten bekommen die Gelegenheit mal richtig Verantwortung zu tragen. Da spielt auch sicherlich die Größe des Betriebes eine wichtige Rolle zu.

In größeren Betrieben ist es nicht unüblich, dass die neuen Azubis von den älteren "eingearbeitet" werden. Es macht ja auch durchaus Sinn: Dadurch merken die erfahreneren Azubis selbst, an welchen Ecken es an Wissen und Können mangelt und motivieren sich dadurch selbst diese Wissenslücken zu schließen. Andere wiederum bekommen dadurch nen Höhenflug und fühlen sich überlegen und werden arrogant und unkollegial, allerdings bin ich davon überzeugt, das sich die Meisten dessen gar nicht bewusst sind

Alleine weil du explizit betonst, welche Aufgaben dir zu Teil werden wirkt es auf mich schon so, als könntest du dir da mächtig was drauf einbildest - auch wenn das wahrscheinlich absolut nicht deine Absicht ist. Leider kommen viele Dinge anders rüber als es beabsichtigt ist. Ich denke es ist Sinnvoll sich immer wieder vor Augen zu führen, dass man ganz gleich welche Verantwortungen man übernehmen soll, immer noch Azubi ist und sich somit am untersten Ende der betrieblichen Hierarchie befindet und der Arbeitserfolg weniger davon abhängig ist, wie autoritär die Leitung ist sondern viel mehr von guter Teamarbeit.

LG

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11. Juni 2012 um 15:14

Also
Es gibt Ausbildungsrahmenpläne, da ist definiert, was ein Azubi lernen soll und welche Aufgaben er erledigen soll. Letztendlich sollen alle Maßnahmen dazu dienen, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Dazu gehört nicht andauernd Kaffee kochen, Kopieren oder mit den Hunden vom Chef gassi gehen. Ich kenne zwar nicht direkt das Hotelgewerbe, habe aber mal in der Gastronomie gejobbt. Und ja, da geht es rüde zu. Der Ton ist sehr rau, dass kann man sich als Bürokauffrau oder Kassiererin nicht unbedingt vorstellen.

Vielleicht bist Du einfach manchmal zu frech? Kannst Du mit einem anderen Azubi oder einem Kollegen darüber sprechen, wie sie dich empfinden?

Und als Azubi die Chefin vertreten zu müssen und finanzielle Entscheidungen treffen zu sollen gehört meiner Meinung nicht zu typischen Azubi-Aufgaben. Wenn sich das im Rahmen bewegt, mal einen Satz neue Tischdecken zu bestellen oder 3 Kisten Wein... ok... mehr aber auch nicht.

Aber die Einarbeitung von anderen Azubis ist üblich. Kenne ich selbst so, aber dabei lernt man ja im besten Fall noch was.

Hier mal ein Rahmenlehrplan:

http://www.ihk-limburg.de/Site%20komplett/3%20Aus-%20und%20Weiterbildung/Download/Service/RP%20Hotelfachmann.pdf

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