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Zu viel Arbeit? Burn Out Gefahr?

8. März 2013 um 18:59

Liebes Forum,

ich möchte mir einfach mal was von der Seele schreiben.

Bei mir auf der Arbeit wird viel von mir verlangt. Ich habe grade erst ausgelernt (Industriekffr.) und bin schon die rechte Hand vom Geschäftsführer unserer Außenstelle.
Ich "muss" über alles Bescheid wissen und erhalte immer mehr Aufgaben. Ich weiß kaum wo mir der Kopf steht, habe kein Büro in dem ich in Ruhe telefonieren kann da ich genau neben unserem GF sitze und auch bei seinen Telefonaten zuhören muss - lustigerweise auch, wenn ich grad selbst telefoniere. Unmachbar also.

In meinem Vertrag wurden mir 8,5 Stunden (+ 1 h Pause) aufgehalst + 4 Stunden an einem Samstag im Monat. Bei uns in der Firma gibt es nur eine andere Person mit so hoher Stundenzahl, diese hat jedoch jetzt gekündigt (naja, anderes Thema).
Dazu wird von mir erwartet, dass ich Überstunden mache wenn nötig. Letzteres ist ja ok und für mich mehr als selbstverständlich, aber nun nimmt es echt überhand.
die letzten 4 Tage habe ich 40 Stunden gearbeitet, soviel wie ein "normaler Arbeitnehmer" in einer 5 Tage Woche arbeitet-wenn überhaupt.
Ende vom Lied - ich war heute erstmal krankgeschrieben, Kopfschmerzen. Aber selbst krankgeschrieben klingelt das Telefon 3 x + 1 Mail + Erwähnung in einem Telefonat ob es denn dabei bleiben würde, dass ich morgen (Samstag) arbeiten komme. Davon war nie die Rede! Unser GF meinte aber das wir drüber gesprochen hätten (hätte ich gewusst, ich hab morgen den ganzen Tag was vor...). Alleine wegen dieser schwachsinnigen Aussage könnte ich mich schon wieder so aufregen, dass ich Kopfschmerzen bekomme!.

Ich mache mir erhebliche Sorgen wegen meiner Gesundheit, habe auch schon einen Online-Burn out -Test gemacht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist daran zu erkranken. Nach diesem (vielleicht nicht ganz ernst zu nehmendem Test) bin ich gefährdet...

In 10 Monaten gibt es eine Nachverhandlung zu meinem Vertrag, die "Normalstundenregelung" von 8,5 am Tag werde ich auf jeden Fall dann ansprechen, aber die kritischen Bemerkungen bezügl. der Notwendigkeit der Überstunden werden aktuell bereits nicht ernst genommen. Es gibt kein Danke für die Überstunden (außer wenn Sie ausgezahlt werden) und einfach "pünktlich" gehen kann ich auch nicht, dann bleiben so wichtige Dinge liegen... Dagegen machen manche Kollegen das ja eiskalt, gehen einfach Punkt 17 Uhr und dann ist bei denen der Tag vorbei. Bei diesen besagten Kollegen werden Pausen akzeptiert, da wird um 12:05 Uhr (Mittagspause) nicht angerufen, haben ja schließlich Pause. Bei mir hingegen - "fahren Sie mal 'kurz' hier hin, holen mir dies..." ergo, 30 Minuten unterwegs und nichts von der Pause gehabt. Spätere Pause ist dann kaum möglich weil alle Kollegen was von einem wollen, ach man.

Was denkt ihr, wenn ihr das so lest?
Geht es jmd. ähnlich?

Eure Leandra992

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12. März 2013 um 22:01

Schwierig
Hi

auch wenn es blöd klingt, aber ich habe das Gefühl, dass dich manche noch immer als Azubi sehen.
Wenn du Pause hast, dann hast du Pause. Deine Kollegen möchten ihre Pause auch machen und nicht gestört werden. Wenn sie das von anderen erwarten hast du auch ein Recht darauf. Du musst lernen Nein zu sagen, denn wenn nicht machen sie immer weiter. Leicht ist das nicht immer aber nur so verschaffst du dir auch ein bisschen "Freiraum".Lass dich nicht rumschubsen. Du bist nun, wie alle anderen auch, eine ausgelernter vollwertige Arbeitskraft.


8,5 Stunden sind tatsächlich normal. Ich kenne es aber, dass der Vertrag trotzdem nur auf 40 Stundrn läuft und nicht auf 42,5 Stunden wie bei dir. Wieso hast du denn so viele Stunden und die anderen nicht?

Ich denke auch, dass dir einfach noch die Erfahrung fehlt.
Wir haben auch einen Azubi der nach der Ausbildung direkt Assistent der Geschäftsleitung wurde. Allerdings haben wir ihn schon in der Ausbildung darauf vorbereitet und das fehlt bei dir.

Ist es denn vorgesehen, dass du mal eigenes Büro bekommst? Oder zumindest ein sog. Vorzimmer? Das denke ich, könnte dir auch schon helfen.
Das du ein Burnout bekommst denke ich weniger. Ich glaube du musst dich nur in deine Situation einfinden und bist mit der aktuellen Lage einfach etwas überfordert.
Der hohe Arbeitsanfall, kein eigenes Büro, Kollegen für die du Botengänge erledigen sollst etc. Das ist nicht einfach und wenn das früher in der Ausbildung nicht so war; musst du auch erst lernen damit umzugehen.

Schon mal kit deinem Chef gesprochen. Manchmal helfen klare Worte.
Sag ihm, was dir aufgefallen ist und frage nach wie sich alles entwickeln wird. Soll alles so bleiben und du willst das nicht, führt mrines Erachtens kein Weg an einer Wegbewerbung vorbei.

Ich drück dir aber trotzdem ganz fest die Daumen damit sich alles zum positiven wendet.

LG

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